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Mi, 16:10 Uhr
24.01.2001

Anklage fordert wegen Totschlags 15 Jahre Haft

In dem Indizienprozess um einen zweifachen Totschlag hat die Staatsanwaltschaft vor dem Mühlhäuser Landgericht 15 Jahre Haft gefordert. Der 39 Jahre alte Angeklagte aus Nordhausen soll im Abstand von fünf Jahren zwei 38 und 42 Jahre alte Männer in Niedergebra und Nordhausen erdrosselt haben. Der Staatsanwalt forderte in seinem Plädoyer Sicherheitsverwahrung für den Mann, weil er zu gefährlich für die Allgemeinheit sei. Er habe "absoluten Vernichtungswillen" gezeigt. Der Angeklagte bestreitet, die beiden Männer getötet zu haben. Seine Frau belastet den zweifache Familienvater stark. Sie hatte der Polizei Hinweise gegeben und im Prozess mehrmals gegen ihn ausgesagt.
Das 38 Jahre alte erste Opfer wurde 1994 einen Tag vor Heiligabend erdrosselt in der Wipper bei Niedergebra gefunden. Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kamen die Ermittler der Nordhäuser Kripo erst 1999, als in Nordhausen ein 42-jähriger Mann tot in seiner Wohnung gefunden wurde - wiederum erdrosselt. Der Prozess verläuft unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Die Verteidigung soll an diesem Freitag das Plädoyer halten.
Autor: nnz

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