Do, 14:55 Uhr
23.12.2010
Weihnachtsschmaus für Bedürftige
Musik zu Weinachten (Foto: T. Wendehost)
Die Nordhäuser Tafel hatte auch dieses Jahr wieder zum Weihnachtsessen geladen. Fast 100 Bedürftige nahmen die Einladung dankend an und genossen eine warme Mahlzeit. Bei dem festlichen Ereignis wurden dringend benötigte Spenden überreicht. Vom Weihnachtsessen berichtet Tobias Wendehost…Mit Dankbarkeit und einem Lächeln im Gesicht freuten sich die Hilfsbedürftigen über die Weihnachtsmahlzeit, die traditionell einen Tag vor Weihnachten durch die Tafel verteilt wird. Dabei fanden sich annähernd 100 Menschen in der Grimmelallee ein, um bei Klößen, Wildgulasch, Rotkraut und Süßigkeiten ihre schwierige Lebenslage für einen Moment zu vergessen.
Begleitet wurde das Essen von Trompetenmusik, die der ehemalige Berufsschullehrer Herr Wagner aus Heringen vorspielte.
Im Vorfeld des Weihnachtsessens überreichte die Nordthüringer Volksbank, vertreten durch die Kundenberaterin Victoria Rammelt, eine Spende über 1.145 Euro. Die Bank finanziert bereits seit einigen Jahren das Weihnachtsessen. Das Geld nehmen wird sehr gerne an, da wir aufgrund des großen Bedarfs, immer mit finanziellen Engpässen zu kämpfen haben, so die Vorsitzende der Nordhäuser Tafel, Helga Rathnau. Neben dieser Spende wurden viele private Zuwendungen an den Verein überreicht. So schenkte der Wildhandel Bauer aus Wolkramshausen 40 kg Wildfleisch an die Tafel.
Die Nordhäuser Tafel ist ein gemeinnütziger Verein, der unter dem Motto Essen für alle seit 1996 Lebensmittel an Hilfsbedürftige verteilt. Zwei Prinzipien stehen für die Mitarbeiter des Vereins an erster Stelle. Wir sind sehr auf unsere Unabhängigkeit bedacht, damit wir uns keinen privaten Interessen aussetzen. Außerdem achten wir streng auf die Qualität der gespendeten Lebensmittel, betonen die Helfer. Damit die Qualität gesichert ist, arbeiten 18 Nordhäuser ehrenamtlich oder als geringfügig Beschäftigte für den Verein.
Ähnliche Projekte wie die Nordhäuser Tafel gibt es bundesweit an über 100 Standorten. Die Idee ist denkbar einfach. Supermärkte, öffentliche Einrichtungen oder Großküchen, die einen Überschuss an Lebensmitteln vorrätig haben, überlassen diese den örtlichen Tafeln. Da der Bedarf in den letzten Jahren gestiegen ist, sind die Vereine auf solche Nahrungsmittelspenden, aber auch finanzielle Zuwendungen angewiesen. Zu den Essenausgaben kann dann jeder kommen, der eine warme Mahlzeit möchte. Ein Nachweis der Hilfsbedürftigkeit wird nicht verlangt. Damit es zu keinen sozialen Stigmatisierungen kommt, wird großer Wert auf Anonymität gelegt.
Bei der Nordhäuser Tafel sind diese Jahr bereits über 14.500 Spenden an die Bedürftigen verteilt wurden. Im Landkreis Nordhausen sind es etwa 2.000 Familien mit mehr als 3.000 Kindern, die auf die Hilfe von uns angewiesen sind”, teilt die Vereinsvorsitzende abschließend mit. Der Trägerverein kann die Versorgung der bedürftigen Menschen derzeit noch aufrecht erhalten. Doch bereits im kommenden Jahr könnte das Niveau der Leistungen sinken, da die Finanzierung noch nicht geklärt ist.
Der Verein ist daher für jede Spende dankbar. Gerade in der Weihnachtszeit sollten die Nordhäuser Bürger darüber nachdenken, ob sie nicht bei einem so wichtigen Projekt mithelfen wollen. Für persönliche Geldspenden können sie sich direkt an die Nordhäuser Tafel wenden, die sich in der Grimmelallee 27 nahe der Europakreuzung befindet. Für weitere Zuwendungen können sie einen freien Betrag auf das unten stehende Konto überweisen. Die Nordhäuser Tafel dankt allen Unterstützern des Projekts!
Tobias Wendehost





