Mo, 10:13 Uhr
31.03.2003
Vincent van Gogh und Limlingerode
Limlingerode (nnz). Am 30.03.1853, also vor 150 Jahren, wurde in Holland Vincent van Gogh geboren, dessen Dasein Anlass zu zahlreichen Spekulationen war und ist. Was aber hat der Holländer mit Limlingerode zu tun? Dazu ein Beitrag von Heidelore Kneffel.
Sein 150. Geburtstag führt dazu, dass zahlreiche Galerien und Museen seine Kunstwerke ausstellen. Das Van-Gogh-Museum in Amsterdam und die Kunsthalle in Bremen sind im Jahr 2003 Orte, wo man den nach seinem Tode immer mehr begehrten Bildern im Original begegnet. Natürlich floriert der Souvenirverkauf - Vincent aller Orten! In der Dichterstätte Sarah Kirsch, Lange Reihe 11, in Limlingerode, können keine originalen Zeichnungen oder Gemälde gezeigt werden, aber eine ansehnliche Zahl guter, über die Jahre gesammelter Reproduktionen holen z.B. seine Sonnen in die Dichterstätte am Samstag, 26.04.2003, um 14.30 Uhr.
Aber Originale werden doch geboten, und zwar seine in Briefen festgehaltenen Worte. Der besessene Briefeschreiber hinterließ damit die authentischste Beschreibung seines Erdenlebens. Besonders im 19. Jahrhundert wurde das Briefeschreiben zum Kult, und diese Zeit machte diese Art des Sicht-Mitteilens zu Literatur. So ist es nicht verwunderlich, dass die Brief-Literatur in der Dichterstätte ein Thema bei den Veranstaltungen ist. Auch zukünftig wird diese Poetik in Limlingerode vorgetragen werden.
Nicht von ungefähr also heißt die neue Publikationsreihe des Fördervereins "Briefe von Lange Reihe 11", denn Persönlichkeiten, die sich in der Dichterstätte aufhalten, ob Poeten, bildende Künstler, Musiker, Publizisten u. a. haben ihre ganz eigenen Sichten auf das Leben. Der Brief ist dafür ein geradezu ideales Medium. Drei Briefe sind seit Dezember 2002, seit der Eröffnung, erschienen. Zur Einweihung entstand der erste Brief "Auf der Suche nach dem Zauberwort, das in allen Dingen ruht." von Heidelore Kneffel. Den zweiten Brief verfasste Sarah Kirsch "... und nun ist es ein für alle Male für sämtliche Dichter und armen Hunde geregelt." Darin schildert sie in ihrer unnachahmlichen Sprache ihre Eindrücke von den drei ersten Tagen in ihrem zur Dichterstätte gewordenen Geburtshaus.
Der dritte Brief erschien aus Anlass des 150. Geburtstages Vincent van Goghs und heißt "Nach der Natur". Geschrieben hat ihn die Künstlerin Karin Kisker, die darin aufzeigt, wie sie um das Gelingen eines Gemäldes ringt. Diese "Briefe von Lange Reihe 11" sind illustriert und erscheinen in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren. Briefe sind Kostbarkeiten, so sollen auch die Lange-Reihe-11-Briefe einen bibliophilen Wert haben.
Autor: nnzSein 150. Geburtstag führt dazu, dass zahlreiche Galerien und Museen seine Kunstwerke ausstellen. Das Van-Gogh-Museum in Amsterdam und die Kunsthalle in Bremen sind im Jahr 2003 Orte, wo man den nach seinem Tode immer mehr begehrten Bildern im Original begegnet. Natürlich floriert der Souvenirverkauf - Vincent aller Orten! In der Dichterstätte Sarah Kirsch, Lange Reihe 11, in Limlingerode, können keine originalen Zeichnungen oder Gemälde gezeigt werden, aber eine ansehnliche Zahl guter, über die Jahre gesammelter Reproduktionen holen z.B. seine Sonnen in die Dichterstätte am Samstag, 26.04.2003, um 14.30 Uhr.
Aber Originale werden doch geboten, und zwar seine in Briefen festgehaltenen Worte. Der besessene Briefeschreiber hinterließ damit die authentischste Beschreibung seines Erdenlebens. Besonders im 19. Jahrhundert wurde das Briefeschreiben zum Kult, und diese Zeit machte diese Art des Sicht-Mitteilens zu Literatur. So ist es nicht verwunderlich, dass die Brief-Literatur in der Dichterstätte ein Thema bei den Veranstaltungen ist. Auch zukünftig wird diese Poetik in Limlingerode vorgetragen werden.
Nicht von ungefähr also heißt die neue Publikationsreihe des Fördervereins "Briefe von Lange Reihe 11", denn Persönlichkeiten, die sich in der Dichterstätte aufhalten, ob Poeten, bildende Künstler, Musiker, Publizisten u. a. haben ihre ganz eigenen Sichten auf das Leben. Der Brief ist dafür ein geradezu ideales Medium. Drei Briefe sind seit Dezember 2002, seit der Eröffnung, erschienen. Zur Einweihung entstand der erste Brief "Auf der Suche nach dem Zauberwort, das in allen Dingen ruht." von Heidelore Kneffel. Den zweiten Brief verfasste Sarah Kirsch "... und nun ist es ein für alle Male für sämtliche Dichter und armen Hunde geregelt." Darin schildert sie in ihrer unnachahmlichen Sprache ihre Eindrücke von den drei ersten Tagen in ihrem zur Dichterstätte gewordenen Geburtshaus.
Der dritte Brief erschien aus Anlass des 150. Geburtstages Vincent van Goghs und heißt "Nach der Natur". Geschrieben hat ihn die Künstlerin Karin Kisker, die darin aufzeigt, wie sie um das Gelingen eines Gemäldes ringt. Diese "Briefe von Lange Reihe 11" sind illustriert und erscheinen in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren. Briefe sind Kostbarkeiten, so sollen auch die Lange-Reihe-11-Briefe einen bibliophilen Wert haben.

