eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 13:03 Uhr
08.12.2010

Neue Strukturen

Das wird weh tun! Im Landkreis Nordhausen wird es im kommenden Jahr neue Strukturen bei den Freiwilligen Feuerwehren geben. Dis bislang neun Stützpunktfeuerwehren werden dann der Vergangenheit angehören. Die nnz mit einer Bestandsaufnahme...


Neun Stützpunktfeuerwehren leisten sich die Verantwortlichen im Landkreis Nordhausen. Das hat schon was - zumindest von der Zahl her. Beschäftigt man sich genauer mit der Quantität, dann darf man die Qualität nicht außen vor lassen. Genauer gesagt und vorsichtig ausgedrückt: Nicht jede Stützpunktfeuerwehr verfügt über die Ausrüstung, die der Gesetzgeber vorschreibt.

Für den überörtlichen Brandschutz verantwortlich ist eigentlich - nach Gesetzeslage - der Landkreis, also auch für die Ausrüstung der Stützpunktfeuerwehren. Ein Blick nur wenige Monate zurück belehrt nicht nur den Insider eines Besseren. So haben sich zum Beispiel Bleicherode und Nordhausen Drehleiterfahrzeuge auf fast eigene Kosten zugelegt. Und auch im kommenden Jahr sollen - blickt man in den Haushaltsentwurf der Kreisverwaltung - mal gerade 100.000 Euro drin sein. Dafür bekommt man auf dem Markt vielleicht den Motor und die Bereifung eines neuen Drehleiterfahrzeuges.

Was ist also zu tun? Ganz einfach: Die Zahl der Stützpunktfeuerwehren muss reduziert werden. Mindestens vier werden verschwinden. Das will noch niemand bestätigten, vor allem nicht Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen. Der verweist auf die Arbeit einer Arbeitsgruppe und auf den Entwicklungsprozess innerhalb dieser. Mittendrin ein Planungsbüro aus Hamburg, das objektive Vorschläge machen soll. Das Ergebnis all dieser Tagungen, von denen es gestern eine zweite im Landratsamt gab, wird ein Konzept sein, das noch im ersten Quartal des kommenden Jahres durch den Landkreis Nordhausen beschlossen werden muss.

Zuvor kommt jedoch der schwierigste Part der "Übung am grünen Tisch". Mit den Gemeinden, die von einer Neustrukturierung betroffen sein werden, muss ein Einvernehmen hergestellt werden. "Das ist ein sehr sensibles Thema, ich weiß, wie ein Feuerwehrherz schlägt, schließlich war ich 29 Jahre selbst im aktiven Dienst", so Ittershagen. Aber auch für den Kreisbrandinspektor gelten gesetzliche Vorgaben und die besagen unter anderem, dass ein Maßstab, den es anzulegen gilt, die Ausrüstung der jeweiligen Wehren sein wird.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Pro112
08.12.2010, 18:18 Uhr
Neue Strukturen? Wohl eher Reduzieren!!!
Ich kann da nur eins zu sagen.."Es wird mal wieder beim Falschen gespart". Ständig muss die Feuerwehr darunter leiden. Ich warte auf den Tag wo es mal richtig knallt, mal sehen was dann eure "Neue Strukturen" gebracht hat.

Vielleicht sollte man noch an freiwilligen Kräften sparen, die kosten ja eh fast nichts und wenn keiner mehr kommt, braucht man auch keine Feuerwehr mehr.
Fach-Insider
08.12.2010, 18:36 Uhr
Vorgehensweise überdenken!!
Guten Abend,
wie ich dem Artikel entnehme kommt endlich Bewegung in die Geschichte (was auch schon das einzige positive daran ist). Nur leider muss ich feststellen das es genau in die falsche Richtung geht. Anstatt ein Konzept zu erarbeiten um alle bisherigen 9 Stützpunktwehren zu unterstützen, wird der vermeintlich leichte Weg gewählt und einfach den Wehren der Status aberkannt.

Hier wird eindeutig die Sicherheit unserer Bürger des Landkreises bewusst aufs Spiel gesetzt. Es sei denn mir kann einer von den Entscheidungsträgern sagen wie die Hilfeleitungsfrist von 20 Minuten von den nur 4 bzw. 5 Stützpunktwehren eingehalten werden kann.

Nehmen wir mal nur allein die A38. Die ist eine Autobahn die nicht zu den örtlichen Aufgabengebiet einer FF gehört. Also müssen Wehren installiert werden die diese überörtlichen Aufgaben erfüllen (Nennt man übrigens Stützpunktfeuerwehren).Um hier Hilfe zu leisten sind selbst 20 min schon mächtig knapp. (zu den 20 min zählen ab der Alarmierung bis zum ersten Wirksam werden an der Einsatzstelle).

Hier sollten gezielt Stützpunktwehren eingesetzt werden. Aktuell sind meines Wissens nach Nordhausen (BF), Heringen, Großwechsungen und Bleicherode dort in der AAO verankert. Natürlich werden diese Wehren unterstützt von weiteren FF´s weil das Gebiet der A38 sehr groß ist. Schon wenn hier reduziert würde wäre das fatal!

Oder betrachten wir mal die Bundesstraßen B4, B243, im LK. Auch hier ist es genau so. Auch hier sind Stützpunktwehren mehr als sinnvoll um die gefordeten Fristen abzudecken. Hier sind u.a. die Wehren Niedersachswerfen, Hohnstein, zu nennen. Auch die Wehren Ellrich, Sollstedt und Wolkramshausen sind auf Grund ihrer geografischen Lage unverzichtbar.

Nun kurz zum Thema Ausstattung:
wie hier richtig erkannt wurde gibt es bei der Ausrüstung Defizite. Entweder ist sie nicht im vollen Umfang vorhanden oder teilweise veraltet und daran sollte gearbeitet und nicht falschen Ende gespart werden.

Abschließend wünsche allen Feuerwehrangehörigen, egal ob freiwillig oder hauptamtlich, des LK NDH eine einsatzfreie Weihnachtszeit und einen ruhigen Jahreswechsel
NDH Firefighter
08.12.2010, 21:06 Uhr
längst überfälliger Schritt
Die radikale Reduzierung der 9 Stützpunktfeuerwehren wäre sinnvoll und lässt sich auch fachlich untermauern. Bei Stützpunktfeuerwehren geht es grundsätzlich um den überörtlichen Brandschutz. Den örtlichen Brandschutz muss jede Kommune selber stemmen. Dieser Schritt ist schon seit 20 Jahren überfällig. Ich gehe noch weiter.

Wenn ich die Nachbarlandkreise mit vergleichbarer Größe anschaue, denke ich, dass 3 oder 4 Stützpunktfeuerwehren ausreichen. Die Nachbarkreise praktizieren diese Variante seit mehreren Jahren erfolgreich. Ich bin sehr verwundert, mit welcher Beharrlichkeit die Kommunen und die Kameraden im Ehrenamt, in Zeiten knapper Kassen, die Aufgaben des Landkreises im überörtlichen Einsatz zusätzlich schultern. Man kann nur hoffen, dass dieser Prozess im Interesse aller Bürger, so schnell wie möglich, wie es die Gesetzeslage vorgibt, zum Abschluss gebracht wird.

Ich weise noch einmal darauf hin, dass es hier um die Daseinsfürsorge geht. Alle politischen Befindlichkeiten muss man im Interesse einer zügigen Gefahrenabwehr zurückstellen. Mich wundert es auch, dass man ein Planungsbüro aus Hamburg braucht, welches wiederum mit Steuergeldern bezahlt wird, obwohl der Kreisbrandinspektor dem Landkreis als fachlich ausgebildeter Feuerwehrmann zur Verfügung steht.

Ich habe seit längeren Recherchen betrieben und bis jetzt ist mir kein Landkreis in Thüringen bekannt, der dieses Problem durch ein externes Unternehmen gelöst hat. Fachkompetenz sieht anders aus.
NDHler
09.12.2010, 09:26 Uhr
Nägel mit Köpfen machen
Endlich werden hier Nägel mit Köpfen gemacht. Es geht hier nicht um pauschale Kürzungen, sondern darum, dass man etwas, nämlich den Brandschutz im LK Nordhausen, auf gesunde Füße stellt. Neun Stützpunktweheren kann sich der LK nicht leisten. Wenn ich einer Feuerwehr den Titel Stützpunktfeuerwehr gebe, dann muss ich als LK das auch finanzieren können. Deshalb sind diese Maßnahmen längst überfällig.

In Nordhausen ist nicht nur die BF als Stützpunktwehr zu sehen sondern die gesamte Feuerwehr der Stadt inkl. der Freiwilligen. Gerade die Wachen Sundhausen & Mitte sind bei mittleren und größeren Einsätzen fast immer mit vor Ort. Speziell bei Einsätzen auf der A38 oder der B4 ist die FFW Sundhausen unabkömmlich.

Zu kritisieren ist hier auch noch einmal, dass ein externes Büro die Arbeit vorhandener Fachkräfte begleitet. Das halte ich für überflüssig. Ein runder Tisch aller Beteiligten würde das Thema auch in den Griff bekommen.
Fach-Insider
09.12.2010, 18:49 Uhr
Erst überlegen, dann schreiben!
Der Landkreis und auch die Stadt Nordhausen kann sich glücklich schätzen eine Berufsfeuerwehr und ebenfalls 9 Stützpunktwehren zu haben. Wenn Sie, lieber NDHler, jetzt der Meinung sind das der LK sich diese 9 Wehren nicht leisten kann, dann frage ich mich bei dieser Argumentation, wieso sich die Stadt NDH eine Berufsfeuerwehr leistet.

Laut der uns gegebenen Gesetze ist eine BF erst ab 100.000 EW Pflicht. So viel Einwohner hat ja noch nicht mal der komplette Landkreis. Jetzt soll auch noch der LK Stützpunktwehren reduzieren, so das mehr für die Stützpunktfeuerwehr NDH bleibt (was ja nach ihren sagen, die BF plus der 14 Stadt- und Ortsteilwehren sind). Das ist doch das was sie erreichen wollen. Wie bereits erwähnt ist die örtliche Gefahrenabwehr Aufgabe der Kommune bzw. Stadt.

Wenn auch noch NDH-Mitte und Sundhausen zusammen mit der BF auf der Autobahn sind, wer bitte schön übernimmt dann den Grundschutz für das Stadtzentrum? Die anderen Wehren haben ja selbst ihre Gebiete die sie abdecken müssen. Sagen sie mir bitte wer dann bei der BF oder Mitte ist, um noch eine Drehleiter zu besetzen? Es fehlt ja schon am Personal um überhaupt das HLF sinnvoll zu besetzen. Dann stehen ja immer noch ein RW, ein TLF, eine DLK, ein GW und diverse ELW´s in der Garage. Es wäre doch sinnvoll erst an diesen Problem zu arbeiten, und dann erst Forderungen an den Landkreis zu stellen.

Der aufmerksame Leser wird jetzt merken, das Ihre Argumentation nicht ganz logisch ist.
NDHler
09.12.2010, 22:48 Uhr
Richtig, erst überlegen, dann schreiben...
Fach-Insider schreibt:
„Sie, lieber NDHler, jetzt der Meinung sind das der LK sich diese 9 Wehren nicht leisten kann, dann frage ich mich bei dieser Argumentation, wieso sich die Stadt NDH eine Berufsfeuerwehr leistet.“

Genau hier liegt der Unterschied, die Stadt kann sich eine kleine BF leisten, der LK aber keine neun Stützpunkte. Schauen Sie sich die Ausstattung an, was sollte sein und was ist tatsächlich vorhanden!

Fach-Insider schreibt:
„Jetzt soll auch noch der LK Stützpunktwehren reduzieren, so das mehr für die Stützpunktfeuerwehr NDH bleibt (was ja nach ihren sagen, die BF plus der 14 Stadt- und Ortsteilwehren sind). Das ist doch das was sie erreichen wollen.“

Verstehe ich nicht, mit keinem Wort habe ich etwas gleich Lautendes gesagt oder geschrieben. Ich will und kann hier auch nichts erreichen, ich vertrete hier nur meine Meinung als Bürger dieser Stadt!

Fach-Insider schreibt:
„Es wäre doch sinnvoll erst an diesen Problem zu arbeiten, und dann erst Forderungen an den Landkreis zu stellen.“

Niemand stellt hier Forderungen an den LK, immerhin ist man dort von selbst darauf gekommen das neun mindestens vier zu viel sind!
tabacco
10.12.2010, 14:14 Uhr
gähn!!!!!!!
das interessiert soviel wie wenn in china n sack reis umfällt. demnächst wird sicher über zu viele kaninchenzüchter debattiert. echt das interessiert kein sau!
Pokemon
10.12.2010, 14:58 Uhr
Stützpunktfeuewehr
Die Frage ist doch warum muss eigentlich die (Berufs)Feuerwehr Nordhausen eine Stützpunktfeuerwehr sein ? Die sogenannten Kreisfeuerwehren können auch in die Stadt NDH fahren und dort überörtliche Hilfe leisten.

Laut der Thüringer-Feuerwehr-Organistionsverordnung(ThürFwOrgVo)
Zweiter Abschnitt Überörtliche Gefahrenabwehr
§ 5 Aufgaben der Landkreise
Top 3 Die Aufgaben einer Stützpunktfeuerwehr können auf verschiedene Feuerwehren aufgeteilt werden, wenn deren Einsatz innerhalb einer Zeit von 20 Minuten nach der Alamierung gesichert wird. Diese Feuerwehren bilden dann gemeinsam eine Stützpunktfeuerwehr.

Meiner Meinung nach heist es nicht Redurzierung der Stützpunktfeuerwehren sondern eine Zusammenlegung der Stützpunktfeuerwehren mit verschiedenen Aufgabenbereichen.(zb. Bleicherode mit Sollstedt, Grosswechsungen mit Hohenstein, Wolkramshausen mit Heringen, Niedersachswerfen mit Ellrich ) denn nur so kann die Einsatzgrundzeit von 20 Minuten gehalten werden.

Das hier ist meine Persönliche Meinung zu diesen Thema
Contra
10.12.2010, 21:01 Uhr
@ lw112
Sehr guter Beitrag!!!

Noch mal nachdenken warum die BF eine Stützpunktfeuerwehr ist!

Des Weiteren noch mal die ThürFwOrgVo lesen!

Innerhalb einer Zeit von 20 Minuten sind 4 Stützpunktfeuerwehren im (kleinen) Landkreis Nordhausen ausreichend! Wenn aus einen anderen Landkreis Feuerwehren schneller sind, (Bsp.: Fw Bad Sachsa) als die Stützpunktfeuerwehren aus der Stadt oder dem Landkreis Nordhausen, dann stellt sich doch die Frage warum es 9 Stützpunktfeuerwehren gibt! Soll der Landkreis 9 Löschfahrzeuge, 9 Drehleitern und ca. 15 Sonderfahrzeuge kaufen damit jeder seine Berechtigung zur Stützpunktfeuerwehr hat???
NDHler
14.01.2011, 13:23 Uhr
Aus Neun werden Drei!
Jetzt ist die berühmte Katze aus dem Sack! In der heutigen Tagespresse hat Landrat Claus den Plan bekannt gegeben, die neun Stützpunkt Feuerwehren künftig auf drei (!!!) zu reduzieren. Eine Verringerung mit der auch ich nicht gerechnet hätte. Ich denke vier bis fünf würden o.k. sein.
@lw112
Wenn der Landkreis seine eigene DLK besitzt (so in 100 Jahren) kann sich ja die BF Nordhausen aus den überregionalen Aufgaben verabschieden. Dann ist für die Männer an der Stadtgrenze Feierabend! Das meinen sie doch, oder? Einfach lächerlich ihr Beitrag!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)