Di, 12:48 Uhr
25.03.2003
Nichts ist wichtiger als Frieden
Nordhausen (nnz). Es war nicht die Stunde nachhaltiger Kreislaufwirtschaft gestern abend im Bürgersaal des neuen Rathauses. Dafür aber die des nachdrücklichen Bekenntnisses zum Frieden, über das nnz nachfolgend berichtet.
Es war sicher gut gemeint, im Anschluss an das Memento zum Frieden an der Stele vor dem Rathaus einen Vortrag über den Umweltgipfel von Johannesburg anzuberaumen. Landrat Joachim Claus referierte in einer Weise, die erkennbar alle Möglichkeiten zu Fragen und Diskussionen über den Inhalt und Verlauf dieses Weltgipfels im August des vergangenen Jahres geboten hätte. Es kam indessen keine einzige Frage, kein einziger Diskussionsbeitrag, der in direkter Beziehung zu seinem Vortrag stand. Zu sehr war man offenbar noch von der Bekenntnisfeier zum Frieden beeindruckt und motiviert, als dass man sich hätte mit Fragen zur Umwelt, zu sozialökonomischen Gegebenheiten, zu ökologischen Kreisläufen und zu den Wasservorräten in der Welt und der Grundversorgung der Weltbevölkerung mit diesem Lebensmittel Nr. 1 beschäftigen wollen.
Bis auf die Überlegung, was wohl durch die kraftstofffressenden Militärfahrzeuge der Amerikaner und die Belastung durch brennende Ölquellen an zusätzlichen Umweltschäden entsteht. Was die Zuhörer im Anschluss an den Vortrag vorbrachten, waren sehr viel engagiertere Meinungen, mit Anschuldigungen und Schuldzuweisungen vor allem an die Amerikaner und deren Präsidenten George W. Bush gespickt, als man sie zuvor an der Stele hörte oder dort hätte vorbringen wollen.
Man appellierte an Landrat Claus, seinen Einfluss geltend zu machen, damit der Krieg im Irak schnellstmöglich beendet wird. Der wiederum nahm den Faden auf, versicherte, dass auch er bei Konflikten – ob nun im Kreistag oder im Weltgeschehen - für friedliche Lösungen stimme und sicherte im übrigen, dass er durchaus nicht in allen Punkten mit der Auffassung der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel zu Amerika und dem Vorgehen im Irak übereinstimme. Derzeit beherrscht also nur eine Forderung das Geschehen in Deutschland und weiten Teilen der Welt: die Forderung nach Beendigung des Krieges im Irak.
Autor: nnz
Es war sicher gut gemeint, im Anschluss an das Memento zum Frieden an der Stele vor dem Rathaus einen Vortrag über den Umweltgipfel von Johannesburg anzuberaumen. Landrat Joachim Claus referierte in einer Weise, die erkennbar alle Möglichkeiten zu Fragen und Diskussionen über den Inhalt und Verlauf dieses Weltgipfels im August des vergangenen Jahres geboten hätte. Es kam indessen keine einzige Frage, kein einziger Diskussionsbeitrag, der in direkter Beziehung zu seinem Vortrag stand. Zu sehr war man offenbar noch von der Bekenntnisfeier zum Frieden beeindruckt und motiviert, als dass man sich hätte mit Fragen zur Umwelt, zu sozialökonomischen Gegebenheiten, zu ökologischen Kreisläufen und zu den Wasservorräten in der Welt und der Grundversorgung der Weltbevölkerung mit diesem Lebensmittel Nr. 1 beschäftigen wollen.
Bis auf die Überlegung, was wohl durch die kraftstofffressenden Militärfahrzeuge der Amerikaner und die Belastung durch brennende Ölquellen an zusätzlichen Umweltschäden entsteht. Was die Zuhörer im Anschluss an den Vortrag vorbrachten, waren sehr viel engagiertere Meinungen, mit Anschuldigungen und Schuldzuweisungen vor allem an die Amerikaner und deren Präsidenten George W. Bush gespickt, als man sie zuvor an der Stele hörte oder dort hätte vorbringen wollen. Man appellierte an Landrat Claus, seinen Einfluss geltend zu machen, damit der Krieg im Irak schnellstmöglich beendet wird. Der wiederum nahm den Faden auf, versicherte, dass auch er bei Konflikten – ob nun im Kreistag oder im Weltgeschehen - für friedliche Lösungen stimme und sicherte im übrigen, dass er durchaus nicht in allen Punkten mit der Auffassung der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel zu Amerika und dem Vorgehen im Irak übereinstimme. Derzeit beherrscht also nur eine Forderung das Geschehen in Deutschland und weiten Teilen der Welt: die Forderung nach Beendigung des Krieges im Irak.

