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Mo, 15:41 Uhr
06.12.2010

nnz-Bücherkiste: Vorwärts in die Vergangenheit

Weihnachtszeit ist Lesezeit. Wer aber das hier vorgestellte Buch liest, läuft Gefahr den Gänsebraten zu verpassen, weil man sich nicht trennen kann. So lautet jedenfalls die Warnung von Olaf Schulze, der für die nnz gelesen hat.



Christopher Ride
ZEITRISS
(Bastei Lübbe)


Christopher Ride ist Australier und Geschäftsführer einer IT-Firma. Entweder hat er da nicht all zu viel zu tun oder der Mann ist sehr fleißig. Mit ZEITRISS erschien jetzt sein zweiter Roman zum Thema Zeitreisen. Nun ist das ein Motiv, das in der Sci-Fi-Szene schon lange verwendet wird. Aber Ride versteht es, uns die Sache plausibel zu machen und er schreibt einfach unglaublich spannend.

Nachdem in seinem ersten Roman „Die Frequenz“ unser schöner Planet von einem Wissenschaftler und Abenteurer aus der Zukunft gerettet werden musste, indem er mit viel persönlichem Engagement das von den Mayas angeblich für 2012 prognostizierte Ende der Welt verhinderte, geht es dieses mal nach China. Wer nun an eine stringente Geschichte a la „Time Tunnel“ glaubt, der unterschätzt den australischen Autor gewaltig.

Historisch präzise und detailgenau wird die Geschichte der chinesischen Qing-Dynastie im ausgehenden 19. Jahrhundert erzählt, bis sie von Randall Chen, dem blauäugigen Zeitreisenden entscheidend verändert wird. Dabei verzahnen sich Rache, Hass, Machtbesessenheit, Arroganz und Begierden aller möglichen coloeur zu einem gefährlichen Räderwerk, das kurz davor steht, die Weltgeschichte wie wir sie kennen auf den Kopf zu stellen.

Ob es Wilson, dem Helden aus Rides Erstlingswerk gelingt, Randall als Führer des Boxeraufstandes zu stoppen und die Geschichte wieder zu korrigieren, soll hier nicht verraten werden. Auch nicht, warum die verbotene Stadt unbedingt vor den britisch-französischen Invasoren geschützt werden musste. Lohnt sich aber nachzulesen. Wer eine Mischung aus Geschichte, Fiktion und kriminalistischer Hochspannung liebt, der wird sich begeistert der 500 Seiten Zeitriss annehmen und sie nicht aus der Hand legen, bis es zu Ende gebracht ist.
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