Fr, 13:20 Uhr
21.03.2003
Positives und Negatives zur A 38
Nordhausen (nnz). Die Weiterbau der Autobahn A 38 war Gegenstand eine Gespräches von Vertretern der Nordhäuser Kreisverwaltung in Berlin. Daran nahm auch CDU-Bundestagsabgeordneter Manfred Grund teil. Und der hatte für die nnz gleich eine positive, aber auch eine weniger erfreuliche Meldung parat...
Die gute Nachricht zuerst: 2004 wird an der A 38 auf der gesamten Länge gebaut. Dies erfuhren Vertreter der Kreisverwaltung Nordhausen und Bundestagsabgeordneter Manfred Grund am Donnerstag bei einem Spitzengespräch mit der Autobahnplanungsgesellschaft DEGES in Berlin. Weniger erfreulich ist die Aussage, dass es wohl nicht gelingen wird, bis Ende 2005 die Autobahn komplett unter Verkehr zu haben.
Dies liegt vor allem an dem aufwändigen Heidkopftunnel an der Landesgrenze zu Niedersachsen. Er ist 1.724 Meter lang und wird Baukosten von rund 50 Millionen Euro auch für hohe Sicherheitsstandards verschlingen. Vorgesehener Baubeginn ist Mitte 2003. Die Bauzeit beträgt knapp 3 Jahre; vorausgesetzt, die Klagen von Umweltverbänden aus Thüringen und Niedersachsen sind erfolglos.
Als besonders schwierig gestalten sich im Abschnitt von Breitenworbis bis Bleicherode die Arbeiten um Sollstedt. Hier besteht das Terrain aus Kalirückstandsberg, Bleicheröder Bergen und der Ortslage von Sollstedt. Die A 38 wird hier über das Friedetal mittels Brücke (500 Meter) und durch den Höllberg mit einem weiteren Tunnel (885 Meter) geführt. Deshalb werden die Orte Bernterode/Schacht, Nieder- und Obergebra wohl noch bis 2006 den wachsenden Autoverkehr ertragen müssen. Dieses Ergebnis kann nicht zufrieden stellen, so Manfred Grund.
Eine solche Bauverzögerung ist den Anwohnern schwer zu erklären. Gleichzeitig bedeutet eine verzögerte Fertigstellung der Autobahn weniger Investitionen für die Region, denn ab 2006 laufen die spezielle Förderung der EU und die Gemeinschaftsaufgabe zum Aufbau Ost degressiv aus . In der Fortführung der Autobahntrasse wird an den Brückenbauwerken zwischen Heringen-Görsbach-Roßla gebaut. Ab dem vierten Quartal diesen Jahres wird an der gesamten Trasse gebaut. Dieser Abschnitt soll bis 2005 beendet sein.
Als zusätzliches, positives Signal bleibt festzuhalten: am Abschnitt Bleicherode-Wipperdorf wird in Kürze der Bau beginnen. Seit dem 12. März 2003 liegt hierzu der Planfeststellungsbeschluss vor. Bis Mitte 2005 kann dieser Abschnitt dem Verkehr übergeben werden. Zusammen mit der Landesstraße 1011 hat sich dann die Verkehrsinfrastruktur von Bleicherode und Umgebung wesentlich verbessert. Nordthüringen wird mit der bis 2006 erfolgten Fertigstellung eine gut ausgebaute Autobahn für die Anbindung an die großen Zentren im Westen wie im Osten erhalten.
Autor: nnzDie gute Nachricht zuerst: 2004 wird an der A 38 auf der gesamten Länge gebaut. Dies erfuhren Vertreter der Kreisverwaltung Nordhausen und Bundestagsabgeordneter Manfred Grund am Donnerstag bei einem Spitzengespräch mit der Autobahnplanungsgesellschaft DEGES in Berlin. Weniger erfreulich ist die Aussage, dass es wohl nicht gelingen wird, bis Ende 2005 die Autobahn komplett unter Verkehr zu haben.
Dies liegt vor allem an dem aufwändigen Heidkopftunnel an der Landesgrenze zu Niedersachsen. Er ist 1.724 Meter lang und wird Baukosten von rund 50 Millionen Euro auch für hohe Sicherheitsstandards verschlingen. Vorgesehener Baubeginn ist Mitte 2003. Die Bauzeit beträgt knapp 3 Jahre; vorausgesetzt, die Klagen von Umweltverbänden aus Thüringen und Niedersachsen sind erfolglos.
Als besonders schwierig gestalten sich im Abschnitt von Breitenworbis bis Bleicherode die Arbeiten um Sollstedt. Hier besteht das Terrain aus Kalirückstandsberg, Bleicheröder Bergen und der Ortslage von Sollstedt. Die A 38 wird hier über das Friedetal mittels Brücke (500 Meter) und durch den Höllberg mit einem weiteren Tunnel (885 Meter) geführt. Deshalb werden die Orte Bernterode/Schacht, Nieder- und Obergebra wohl noch bis 2006 den wachsenden Autoverkehr ertragen müssen. Dieses Ergebnis kann nicht zufrieden stellen, so Manfred Grund.
Eine solche Bauverzögerung ist den Anwohnern schwer zu erklären. Gleichzeitig bedeutet eine verzögerte Fertigstellung der Autobahn weniger Investitionen für die Region, denn ab 2006 laufen die spezielle Förderung der EU und die Gemeinschaftsaufgabe zum Aufbau Ost degressiv aus . In der Fortführung der Autobahntrasse wird an den Brückenbauwerken zwischen Heringen-Görsbach-Roßla gebaut. Ab dem vierten Quartal diesen Jahres wird an der gesamten Trasse gebaut. Dieser Abschnitt soll bis 2005 beendet sein.
Als zusätzliches, positives Signal bleibt festzuhalten: am Abschnitt Bleicherode-Wipperdorf wird in Kürze der Bau beginnen. Seit dem 12. März 2003 liegt hierzu der Planfeststellungsbeschluss vor. Bis Mitte 2005 kann dieser Abschnitt dem Verkehr übergeben werden. Zusammen mit der Landesstraße 1011 hat sich dann die Verkehrsinfrastruktur von Bleicherode und Umgebung wesentlich verbessert. Nordthüringen wird mit der bis 2006 erfolgten Fertigstellung eine gut ausgebaute Autobahn für die Anbindung an die großen Zentren im Westen wie im Osten erhalten.

