Fr, 07:08 Uhr
21.03.2003
nnz-Forum: Das Maß ist wirklich voll
Nordhausen (nnz). Gestern berichtete die nnz über eine verpasste Chance des ZAN in punkto Fördermittel. Heute erhielt die Redaktion einen Beitrag aus dem Eichsfeld, den wir im Forum veröffentlichen.
Nun ist das Maß wirklich voll! Wie wollen die Politiker des ZAN noch ohne die Schamesröte im Gesicht vor die Bürger treten, weil die Müllgebührenzahler in Nordthüringen permanent mit Halbwahrheiten, Tricksereien und Desinformationen über den Tisch gezogen wurden? Mit einem Wechsel in der ZAN-Spitze sollte nun versucht werden, die Verhältnisse im ZAN wieder gerade zu rücken.
In Südthüringen hat man eine 20prozentige Förderung für eine Abfallbehandlungsanlage, die im Verbandsgebiet errichtet werden soll, bekommen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Gebühren aus, sondern kann auch das Umhervagabundieren riesiger Mengen Abfall zu weit entfernten Anlagen verhindern.
Im ZAN sind aber die Fördermöglichkeiten bei der Fixierung – es muss schon von Verstiertheit gesprochen werden – auf Verbrennung und Müllexport einfach nicht geprüft worden. Dabei hatte der Landkreis Nordhausen ausdrücklich darauf hingewiesen und wollte dies, um wirklich das beste Angebot zu finden, das in der Kalkulation berücksichtigt haben. Das wurde aber genauso wenig gemacht, wie das Festlegen einheitlicher Regeln für die Kostenprognose.
Damit kann sich der Bürger nun ausrechnen, ob der in der Prognose gegenüber der MBA im Verbandsgebiet um gerade 4 Prozent obsiegende Anbieter mit der Verbrennung in Sachsen-Anhalt wirklich die für die Gebührenzahler günstigste Variante war. Wobei hier die - ebenfalls ignorierten - Standortvorteile einer Anlage im ZAN-Gebiet (und das mit einer auf diesem Gebiet forschenden Fachhochschule in der Nähe) auch noch unberücksichtigt sind.
Michael Hoffmeier, Vorstand KV Eichsfeld, Bündnis 90/Die Grünen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzNun ist das Maß wirklich voll! Wie wollen die Politiker des ZAN noch ohne die Schamesröte im Gesicht vor die Bürger treten, weil die Müllgebührenzahler in Nordthüringen permanent mit Halbwahrheiten, Tricksereien und Desinformationen über den Tisch gezogen wurden? Mit einem Wechsel in der ZAN-Spitze sollte nun versucht werden, die Verhältnisse im ZAN wieder gerade zu rücken.
In Südthüringen hat man eine 20prozentige Förderung für eine Abfallbehandlungsanlage, die im Verbandsgebiet errichtet werden soll, bekommen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Gebühren aus, sondern kann auch das Umhervagabundieren riesiger Mengen Abfall zu weit entfernten Anlagen verhindern.
Im ZAN sind aber die Fördermöglichkeiten bei der Fixierung – es muss schon von Verstiertheit gesprochen werden – auf Verbrennung und Müllexport einfach nicht geprüft worden. Dabei hatte der Landkreis Nordhausen ausdrücklich darauf hingewiesen und wollte dies, um wirklich das beste Angebot zu finden, das in der Kalkulation berücksichtigt haben. Das wurde aber genauso wenig gemacht, wie das Festlegen einheitlicher Regeln für die Kostenprognose.
Damit kann sich der Bürger nun ausrechnen, ob der in der Prognose gegenüber der MBA im Verbandsgebiet um gerade 4 Prozent obsiegende Anbieter mit der Verbrennung in Sachsen-Anhalt wirklich die für die Gebührenzahler günstigste Variante war. Wobei hier die - ebenfalls ignorierten - Standortvorteile einer Anlage im ZAN-Gebiet (und das mit einer auf diesem Gebiet forschenden Fachhochschule in der Nähe) auch noch unberücksichtigt sind.
Michael Hoffmeier, Vorstand KV Eichsfeld, Bündnis 90/Die Grünen
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Anmerkung der Redaktion:
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