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Do, 19:38 Uhr
20.03.2003

Zwischen Trauer und Wut

Nordhausen (nnz). Mehrere Hundert Menschen kamen heute Abend auf dem Theaterplatz zusammen. Sie wollten gegen den heute begonnenen Krieg gegen den Irak protestieren. Als Beobachter spürte man Trauer, Wut, Erschütterung und Resignation...


Demo Es sei schade und schlimm, dass sich die Nordhäuser unter diesem Umständen an diesem Abend vor dem Theater treffen müssen, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) vor den Teilnehmern der Protestaktion, zu dem das Nordhäuser Friedensbündnis aufgerufen hatte. „Wir müssen einerseits unsere Erschütterung öffentlich machen, aber wir dürfen auch nicht aufgeben, gegen diesen Krieg zu demonstrieren“, so Rinke und das Stadtoberhaupt schlug vor, dass sich die Nordhäuser künftig regelmäßig hier treffen sollten. Wie viele Menschen, so war auch Barbara Rinke fassungslos, dass die USA sich über die Vereinten Nationen hinweggesetzt hatten, „das ist nicht unsere Vorstellung von Freiheit“.

Nach dem gemeinsamen Singen des Liedes „Sag mir, wo die Blumen sind...“ ergriff Superintendent Curt Stauss das Wort. Zwischen Trauer und Wut stehe er hier und stelle immer wieder die Frage nach dem WARUM. Ist es das Öl der Irakis? Stauss wusste keine Antwort. Als Kirchenmann warf er dem US-amerikanischen Präsidenten vor, die Welt nur schwarz-weiß zu sehen. „Bush versteht nicht, dass die Welt bunt ist, und von diese Farben ihre Kraft schöpft.“

Auch Stauss rief dazu auf, jetzt und in den kommenden Wochen weiter gegen den Krieg zu demonstrieren, den letztlich dürfe „Bush nicht gewinnen!“
Autor: nnz

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