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Fr, 18:42 Uhr
19.01.2001

nnz-forum: Mehr Ablehnung zum Industriegebiet

Urbach: In der öffentlichen Diskussion zum geplanten Industriegebiet in der Goldenen Aue ist es von allen Seiten wichtig, objektiv und vor allem richtig Fakten wiederzugeben, um der Öffentlichkeit ein korrektes Bild über die unterschiedlichen Auffassungen aller Beteiligter wiederzugeben. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass dieses von Seiten der OB sowie vom Planungsverband nicht beachtet wird. Als Beispiel führen wir z.B. die Aussage von Frau Rinke bei Ihrer Neujahrsansprache im Rathaus an, zu der wichtige Personen von Wirtschaft und Politik anwesend waren. Im Referat zum geplanten Industriegebiet in der Goldenen Aue gab OB Rinke an, dass es natürlich auch Ablehnung von Ministerien und Landesbehörden gibt, die Begründungen wurden geflissentlich nicht erwähnt. Nur eine Begründung wurde von Frau Rinke mitgeteilt, nämlich die der Landesanstalt für Geologie, allerdings so verfälscht, das ein ganz anderer Eindruck der Ablehnung entstand.
Zitat Frau Rinke: "Ablehnende Stellungnahmen erhielten wir von der Landesanstalt für Geologie, die an dieser Stelle Kiesabbau vorsieht." Zitat Ende. Da wir uns intensiv mit den Genehmigungsunterlagen und Hauptbetriebsplänen des Kiesabbaues in der Goldenen Aue beschäftigt haben, hier der richtige Ablehnungsgrund:
Beim Genehmigungsverfahren zum Kiesabbau in der Goldenen Aue war einer der wichtigsten Punkte in der positiven Stellungnahme zum Abbau die spätere Nutzung bzw. die durch die spätere Renaturierung der Abbauflächen erreichbare positive Aufwertung der Landschaft zum Naherholungsgebiet. Die großflächige Veränderung der Landschaft in Seen- und Feuchtbiotope könne zur Erhaltung und Ausweitung der schon vorhandenen Erholungsflächen beitragen. Naherholungsgebiete dieser Art und Größe sind in der näheren Umgebung Nordhausens nicht vorhanden. Die langfristige Aufwertung der Landschaft in Verbindung mit der vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzung führt daher zur Genehmigung. Ein Kiesabbau auf der für das Industriegebiet beplanten Fläche war NIE in der Planung!
Sollte auf diesem Gebiet jetzt ein Industriestandort errichtet werden, würden die Gründe, die zur Genehmigung des Kiesabbaues ausgesprochen wurden, nicht mehr zutreffen. Aus diesem Grund hat das Landesamt für Geologie diesen Standort strikt abgelehnt. Hoffentlich ging es der Oberbürgermeisterin nicht darum, die ablehnende Stellungnahme in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Denn das Landesamt ist weit weg und wird die Worte nicht hören........die Begründungen des Landratsamtes, der Umwelt- und Naturschutzbehörde, des Landwirtschaftsamtes, der Umweltverbände, der Kirchen und nicht zuletzt von der BI wurden leider nicht genannt. Wir denken, es bedarf einer öffentlichen Richtigstellung!
Klaus-Dieter Korb, BI "Rettung der Goldenen Aue"
Autor: nnz

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