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Fr, 18:26 Uhr
19.01.2001

Rolandsfest 2001 wird etwas anders als gewohnt

Nordhausen (nnz). Die Südharzstadt feiert vom 8. bis 10. Juni zum 33. Male ihr Stadtfest und erstmalig wurde mit der kompletten Organisation die Nordhäuser Firma Media Heck beauftragt. Sven Bolko Heck weiß genau, auf was er sich eingelassen hat und welchen psychologischen Rucksack er nach dem sehr erfolgreichen Fest im letzten Jahr (100 Jahre Straßenbahn in Nordhausen) auf dem Buckel hat. Anstatt aber nun in Ehrfurcht zu versinken, geht es der erfahrene Großveranstalter mit Euphorie und vielen frischen Ideen an. Die Zuschüsse von 700.000 Mark im vergangenen Jahr wurden auf bescheidene 30.000 Mark in diesem eingestampft. Dennoch sieht Heck gute Chancen, ein Stadtfest zu gestalten, an dass die Nordhäuser und ihre Gäste noch in vielen Jahren freudig zurückdenken werden. Der Unterhaltungs- und Spaßfaktor hat oberste Priorität, wenn am Freitag, dem 8. Juni der Stadtschlüssel an die Rolandgruppe und der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz seiner Bestimmung übergeben wird. Roland Peter Schwarz ist für diesen Tag auch guter Hoffnung, wieder einen richtigen Schlüssel und keinen roten Plastikwerbeträger in Händen zu halten. Ab 16 Uhr geht es Schlag auf Schlag, die Ilfelder Blasmusiker eröffnen das Fest, die professionelle Stendaler Showband NEID KLAPP übernimmt die große Bühne ab 18.00 Uhr, zu ihnen gesellt sich ein Joe-Cocker-Double, das vom Original weder äußerlich noch stimmlich zu unterscheiden ist. Nebenbei können die Gäste eine der schärfsten Live-Shows der Welt erleben, wenn sich die wagemutigen Schweizer Wasserfrösche aus bis zu vierzig Metern Höhe in eine Waschschüssel stürzen. Krönender Abschluss ist eine lebendige Fackel, die sich aufgrund gesundheitsbedrohender Hitzeentwicklung ebenfalls ins knappe kühle Nass stürzen wird. Im Gehege beginnt um 21 Uhr eine "Jump-Radioparty", zu der einige der aktuellen Chartbreaker erwartet werden.
Und weil auch der neue Busbahnhof eingeweiht wird, pendeln mehrere Busse kostenfrei für das vergnügungssüchtige Volk vom Bahnhof zum Gehege. Der Bahnhof und seine nächste Umgebung sind auch für die folgenden Tage die Schauplätze des Rolandsfestes. Mehrere Bühnen warten mit unterschiedlichsten Programmen auf, die Johanniter bauen in der Landgrabenstraße eine Spielstraße auf, die EVN hat bereits eine Bühne gesponsert und unterstützt die fun-Meile, in der es viele sportliche Aktivitäten vom Beach-Volleyball-Turnier über eine Skater-Bahn bis zum Reitturnier geben soll. Straßenmusiker wie die mexikanischen Sombrero-Träger der Gruppe "Mariachi Acapulco" sorgen an allen Ecken für gute Laune, im Arbeitsamt gibt es eine große Modelleisenbahnausstellung, auf dem dazugehörigen Parkplatz buhlen Oldtimer und Traktoren um die Gunst der PS-Begeisterten. Ein Bungee-Trampolin wartet auf die Mutigsten und die Bluesbrothers Boys Band am Abend auf ihr Publikum. Im Gehege gastiert die mdr-Hitparade und wird gleich live aus Nordhausen in die TV-Geräte eingespeist. Im Gehege selbst kann man die Auftritte der Volksmusikstars unter anderem auf zwei Großleinwänden verfolgen und vor dem Theater gestaltet der Mathilden-Verein ein Mathilden-Fest mit mittelalterlichem Markttreiben. In der Blasii-Kirche wird Verdis Requiem aufgeführt und am Sonntag schließlich endet das bunte Treiben auf der Bühne vor dem Bahnhof um 22.00 Uhr. Weitere Ideen und Vorstellungen der Agentur sind noch in der Planungsphase und werden sicher in den nächsten Wochen konkretisiert. Noch bis zum 9. Februar können Vereine und Institutionen ihre eigenen Vorstellungen ins Festgeschehen einbringen.
Klingt alles sehr gediegen, was da heute auf der Pressekonferenz präsentiert wurde. Wünschen wir den Organisatoren weiter ein glückliches Händchen und Nerven wie Drahtseile, damit aus dem Rolandsfest in Kürze ein so erfolgreicher und beachteter Event wird, wie es das jährliche Truck- und Countryfest inzwischen geworden ist. Nordhausen kann weitere kulturelle Reputationen gut gebrauchen.
Autor: osch

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