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Mo, 07:22 Uhr
29.11.2010

nnz-Forum: Mißtrauen – Märchen – Hoffnung

Einige Sundhäuser waren am vergangenen Mittwoch zur turbulenten Nordhäuser Stadtratssitzung in der Sporthalle auf dem Petersberg anwesend. Das Interesse der Bürger galt natürlich dem Autohof und der Frage, wie es weiter mit dem - für den Ortsteil hoch-problematischem - Vorhaben gehen soll, das so breite Ablehnung im Ort erfährt...

Bei klirrender Kälte (Foto: privat) Bei klirrender Kälte (Foto: privat)

Noch immer sind die Betroffenen mißtrauisch, gerade wegen der plötzlich geplanten Umstellung des Verfahrens in einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Die Oberbürgermeisterin, Frau Rinke, versprach deshalb noch einmal, es werde nichts mehr ohne Information der Sundhäuser Bürger in der Sache passieren, sie selbst werde wieder in den Ortsteilrat nach Sundhausen kommen und die Menschen informieren. Aber wird diesmal der Ort offen und ehrlich über den Aushang im Schaukasten des Sundhäuser Gemeindehauses darüber informiert werden, daß die Oberbürgermeisterin nach Sundhausen kommt und Informationen zur Autohof-Problematik bekanntgeben wird? Hoffnung erweckten indes Hinweise, daß der Investor schon seit Wochen keinen Kontakt mit der Stadt gehabt habe und wohl auch in den nächsten Monaten ein solcher nicht geplant sei ...

Dennoch trafen sich tags darauf, am vergangenen Donnerstag also, wieder viele Sundhäuser trotz Dunkelheit und Kälte vor der heimischen Kirche. Sie wollten die neuesten Infos aus dem Stadtrat von ihren Ortsbewohnern erfahren. Einige der Bürger jedoch wußten von Geschichten zu berichten, die sich im Orte in den letzten Tagen und Wochen zugetragen haben sollen. Ein kleiner Mann gehe durch den Ort um Gerüchte zu verbreiten: Die Sache mit dem Autohof sei längst beschlossene Sache und es habe eh keinen Zweck, sich dagegen zu wehren. Offensichtlich kennt er schon die nächsten Beschlüsse des Nordhäuser Stadtrates, zu dem immerhin über 35 Stadträte gehören, und die Ergebnisse erforderlicher Umweltgutachten über die Auswirkungen einer solchen Ansiedlung für den Ort Sundhausen ...

Ferner berichte er, zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiative, die für einen anderen Autohofstandort eintritt, seien gar keine richtigen Sundhäuser. Ja vielleicht kommen sie tatsächlich von einem „anderen Stern,“ auf alle Fälle leben alle diese Menschen, die sich für ihren Ort engagieren, in Sundhausen. Die meisten stammen aus Familien, die über Genrerationen im Ort wohnen. Übrigens, diese Sundhäuser freuen sich über jede Familie die in den bislang ruhigen und lebenswerten Nordhäuser Ortsteil kommt oder gekommen ist, um dort künftig zu leben. Und gerade diese Menschen setzen sich eben auch für ihren Ort ein ... Der kleine Mann stelle dann schließlich noch die Frage, was diese Menschen denn schon für den Ort getan hätten. Na was soll man dazu sagen ? Ist es gut, wenn Menschen gemeinsam in einem Ort wohnen, eine Familie gründen, arbeiten und Steuern zahlen ... ?

Wer’s nicht glaubt, der komme nach Sundhausen, hier passieren in den letzten Monaten die unmöglichsten Dinge, auch der kleine Mann mit seinen Geschichten gehört dazu ...

In jedem Falle ist wieder etwas Hoffnung unter die Menschen im Ort gekommen, daß ein Investor, der über Wochen nicht erreichbar ist und wohl auch erst in einigen Monaten wieder mit der Stadt das Gespräch suchen wird, vielleicht doch lieber an einem anderen Ort einen Autohof errichten will. Den weitaus überwiegenden Teil der Sundhäuser würde das freuen. Und auch diejenigen Mitbürger, die nicht der Meinung sind, daß ein guter Autohof auch einige Kilometer von Sundhausen und anderen Wohnorten entfernt Ruhe für die Kraftfahrer, Arbeitsplätze und Steuern für die Stadt bringen kann, gehören zu uns und werden mit ihrer Meinung akzeptiert. Die Zeit der einstimmigen vorgefaßten Entscheidungen ist nämlich schon lange vorbei. Demokratie trägt eben viele Meinungen ...

Die Sundhäuser Bürgerinitiative lädt auch für den kommenden Donnerstag, 02.12.2010 wieder um 18:00 Uhr zum Sundhäuser Spaziergang ein
Die Bürgerinitiative Sundhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
liamka
29.11.2010, 07:52 Uhr
Gerade
keimte die Hoffnung auf, von diesem Thema verschont zu bleiben...Fröhliche Weihnachten
Retupmoc
29.11.2010, 09:32 Uhr
Verschont
... uns mit dem Autohof. Das Thema ist schon aktuell und wichtig. Und wenn es Ihnen nicht passt liamka - warum lesen sie dann den Artikel? Ich bin richtig stolz auf die Sundhäuser. Weiter so!
Totofino
29.11.2010, 21:14 Uhr
Herr Hasebrink
ist in dieser für ihn wichtigen Phase zwei Monate im Ausland im Urlaub und auch die Stadt Nordhausen (so Frau Klaan) kann ihn nicht erreichen. Es scheint sich zu bestätigen, das dieser Projektentwickler nicht ganz koscher ist. Schelmische Mitbürger vermuten sogar, dass er zur Geldbeschaffung in Russland oder der Ukraine untergetaucht ist, wer weiß, wer weiß?

Und ich denke, ebenso wichtig zu wissen ist es, dass er in der vorigen Woche auch noch kein Geld zum Kauf des Grundstücks an die BVVG überwiesen hat. Vieleicht kann die Ackerfläche ja im Frühjahr wieder bestellt werden.
MfG
mussmalsagen
29.11.2010, 22:15 Uhr
, dass von liamka wohl eine gezielte Meinungfindung ausgeht
Ich finde es nach wie vor gut, dass hier in der nnz-online über alles berichtet wird - ob nun bequem für die politische Führungsriege oder nicht - das hat man nicht in allen allgemeinen Thüringer Zeitungen so...

Ob man nun für oder gegen den Standort Sundhausen ist, man wird in diesen Artikeln immer wieder auf den neuesten Stand gebracht.

Neben der Sachlage kann man auch hier wieder gut beobachten, dass man gar nicht so sehr auf der Sachebene sondern der emotionalen Ebene bei den Befürwortern agiert.

Zunächst möchte ich auch wie meine Vorredner erinnern, dass man nicht jeden Artikel hier kommentieren oder lesen muss.

Mir ist speziell bei KommentatorIn liamka aufgefallen, dass er/sie wirklich jeden Artikel zum Autohof mit einem immer gleich klingenden Kommentar belegt- man beachte auch mal die Uhrzeit;

Es leben die demokratischen Grundrechte!

liamkas Argumente sind kein Hit
merkt mal verdutzt Herr Schmidt
liamka
30.11.2010, 07:45 Uhr
Lesen bildet eben
auch Meinungen, die eben FÜR den Autohof sind, ob das hier einigen passt oder nicht.

Wenn nicht mit diesem Investor, dann eben mit einem Anderen, wir brauchen eine solche Ansiedlung, Gott sei Dank sehen das viele ebenso.

Ich bin hier nicht für "HITS" zuständig, sondern für meine Meinung, lach und das vormittags,mittags,nachmittags,abends und teilweise sogar in der Nacht, wenn es denn sein muß.
Retupmoc
30.11.2010, 09:35 Uhr
WIR?
Wir brauchen einen Autohof?

@ liamka ...dann würde mich einmal interessieren, wer WIR ist?

- also die Sundhäuser können es schon einmal nicht sein...denn die sind ja dagegen

- die Nordhäuser ? Dann kann man aber nicht WIR schreiben, denn ich bin Nordhäuser und ich brauche keinen Autohof

- das Land Thüringen? Dazu gehöre ich als Nordhäuser auch. Also nichts mit WIR.

- die Stadt Nordhausen? als Amt? Auch nichts mit WIR. Ich kenne Leute die bei der Stadt arbeiten und gegen den Autohof sind.

Also..wer bitte ist dann WIR ?
Georg66
30.11.2010, 10:40 Uhr
Infrastruktur
Man hat den Güterfernverkehr auf die Strasse gelegt und somit alte Güterverkehrscentren (Güterbahnhöfe) stillgelegt. Wo sonst tausende Tonnen an Gütern bewegt wurden, wächst heute das Gras.

Dadurch müssen an anderer Stelle neue Umschlagsplätze usw. geschaffen werden.
Der Mutter Natur wird wieder Freifläche genommen werden, damit eine neue Verkehrsstruktur entstehen kann, mit all den Problemen und Ängsten.

Während die Schweiz und Österreich verkehrstechnisch andere Wege gegangen ist,setzt man hier auf den LKW. Aber man wollte es doch so haben!
Totofino
30.11.2010, 20:39 Uhr
Die Lobby
Die Lobby der LKW-Hersteller in Deutschland ist zu groß und das Interesse der Politik den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlegen ist deshalb nicht vorhanden. Es sollten zumindest Lösungen gesucht werden, wie in Österreich und der Schweiz, wo die LKW's mitsamt Ladung mit der Bahn transportiert werden. Die durch hohe Tonnagen zerstörten Straßen bezahlen wir alle.

Was wird in 30 bis 50 Jahren sein, wenn die fossilen Brenn- und Treibstoffe zur Neige gehen und die Preise damit auf unrentable Höhen steigen, sind dann die Straßen und Autobahnen der heutigen Zeit überhaupt noch gerechtfertigt und damit auch die Autohöfe ? Wir können nur vermuten, dass dann wieder mehr Güter per Bahn oder Schiff transportiert werden.

Es sollte Schadensbegrenzung betrieben und eine erschlossene Gewerbefläche wie in Bleicherode mit einem Autohof bebaut werden, so wird für eine Nutzung in den nächsten vielleicht 30 bis 50 Jahren kein neues Ackerland unwiederbringlich versiegelt.

MfG
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