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Do, 16:25 Uhr
25.11.2010

Wahlakt - nächste Runde

Die Nicht-Wahl von Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) ist in ihrem ersten Akt zwar beendet, doch das muss nicht bedeuten, dass das Polit-Spiel verloren ist...


In der Stadtratssitzung am 15. Dezember wird es einen zweiten Wahlgang geben. Das hat Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) der nnz in einem Gespräch bestätigt. "Das ist ja auch die Intention des einen Antrags von Herrn Klodt", so Rinke. Wie dann das Prozedere sein werde, welche Form von Stimmzetteln genutzt werden, das müsse noch entschieden werden.

Parallel dazu hat das Stadtoberhaupt heute eine erneute Ausschreibung ausgearbeitet. Sie wird sich in einem Punkt zum "alten" Text unterscheiden. So wird eine weitere Studienrichtung aus dem Bereich der Sozial- und Verhaltensforschung in die Voraussetzungen der Bewerber einfließen. "Ich werde die Fraktionsvorsitzenden über den geänderten Ausschreibungstext informieren, ins Benehmen setze ich mich mit ihnen nicht", so Rinke. Im Klartext, der Oberbürgermeisterin obliegt einzig und allein das Ausschreibungsverfahren.

Sollte das jetzt alles zu schnell gehen, dann kann es eben noch einen Sitzungstermin am 22. Dezember geben, kündigte Barbara Rinke gegenüber der nnz an. Übrigens: Am 15 Dezember wird es noch eine Personenwahl geben. Die von Matthias Mitteldorf (LINKE) als stellvertretenden Sitzungsleiter.
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
26.11.2010, 10:15 Uhr
Szene 2
im Schauspiel Bürgermeisterwahl. Wie erwartet zeigt die OB "Stärke" und setzt sich mit den Fraktionsvorsitzenden nicht ins Benehmen. Die Ausschreibung wird öffentlichkeitswirksam, in einem für den einzigen Bewerber belanglosem, irrelevanten Pünktchen, geändert.

Es ist nicht gewollt und darf auch nicht sein, dass es weitere Bewerber auf die Stelle gibt. So funktionieren gut gesponnene Netzwerke! Die eindeutige Botschaft lautet: Entweder wählt ihr Den, oder ihr wählt Keinen.

Wozu brauch man dann eigentlich noch Parlamente, als Alibi für das eigene Netzwerk? Was ist eigentlich so schlimm daran, dass Parlamentarier bei Wahlen auch zwischen Personen wählen dürfen?

Diese Ausschreibung ist im Inhalt absurd. Nicht einmal der SPD Vorsitzende könnte demnach Bürgermeister von Nordhausen werden. Wer hinter dieser Ausschreibung keinen Postenschacher vermutet, ist entweder dumm oder unheilbar naiv!
TeeEff
26.11.2010, 19:19 Uhr
Wie sagte Mark Twain so schön?
“Politicians and diapers should be changed often, and for the same reason.”

Das ist bis heute wahr und die einzige Möglichkeit über längere Zeiträume eine halbwegs demokratische Grundlage zu behalten, den zu lange die gleiche Person in einer Machtposition haben, korrumpiert diese einfach.
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