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Mo, 12:51 Uhr
22.11.2010

Wieder Holzauktion in Erfurt

Wie jedes Jahr, so werden am 12. Januar 2011 in der Gaststätte „Schloss Hubertus“ auf dem Steiger bei Erfurt durch die Thüringer Landesforstverwaltung Werthölzer im schriftlichen Meistgebotsverfahren verkauft. Dabei sind wiederum edle Hölzer aus dem Südharz...

Angebot (Foto: Forstamt Bleicherode) Angebot (Foto: Forstamt Bleicherode)
Eine Gemeine Esche aus dem Thüringer Südharz. Der deutlich sichtbare grünlich-braune Kern ergibt bei Furnieren eine gefragte Textur. Auch als Vollholz im Innenausbau findet die Esche Verwendung. Als Stiele für Arbeitsgeräte (z.B. Schaufeln und Gabeln) sind Eschen aufgrund ihrer Elastizität besonders gefragt

Die Werthölzer werden auf dem Wertholzplatz in Egstedt des Thüringer Forstamtes Erfurt-Willrode fachgerecht nach Baumart und Länge präsentiert. Die Rohholzkäufer aus Deutschland und dem nahe liegenden Ausland können die Prachtexemplare ab Dezember besichtigen und begutachten um dann gegebenenfalls ein schriftliches Gebot abzugeben.

Auch im Thüringer Forstamt Bleicherode-Südharz sind die Vorbereitungen für den Höhepunkt im Holzverkauf für Waldbesitzer, Holzkäufer und Förster fast abgeschlossen. Die angebotene Rohholzmenge wird sich aufgrund der guten Holzkonjunktur zum letzten Wertholzverkauf mit einer Angebotsmenge von 125 Festmeter mehr als verdoppeln.

Zur Zeit wird der Abtransport der ausgesuchten Einzelstämme durch einheimische Holztransportfirmen nach Egstedt aus den Wäldern des Kreises Nordhausen und eines Privatwaldes nahe Uftrungen in Sachsen-Anhalt durchgeführt. Die Hölzer kommen aus allen Eigentumsformen des Waldbesitzes, dem Privatwald, dem Körperschaftswald und Staatswald des Landes Thüringen.

Der Methusalem ist eine Alteiche aus dem Haseltal bei Uftrungen mit knapp einem Meter Durchmesser mit Rinde und einem Einzelgewicht von über drei Tonnen. Der für die Präsentation zuständige Revierleiter Carsten Wiegleb aus Uthleben hat durch Auszählen der Jahrringe am Fällschnitt das Pflanzjahr der Traubeneiche auf 1798 geschätzt.

Mit 57 Festmeter hat die Eiche den größten Baumartenanteil der Angebotsmenge des Harzer Forstamtes. Die Eiche hat auch in Zeiten der Krise gute bis sehr gute Erlöse erzielt. Sie spricht vor allem solvente Käufergruppen an, die Wert auf Beständigkeit und Exklusivität legen.

Auf Rang zwei bei den Laubbaumarten ist die Esche mit 22 Festmeter präsent. Als Zeiten- und Weltbaum wurde die Esche Yggdrasil bei den alten Germanen in der nordischen Mythologie besonders verehrt. Die stärkste Esche mit einem Mittendurchmesser von rund 75 cm wurde in einer Seilkranhauung im Hübbeltal des Revieres Wiegersdorf geerntet. Hier gilt es durch Einzelstammnutzung und Lichtzuwachs die Naturverjüngung des Bergmischwaldes zu fördern.

Die überdurchschnittlich gute Absatzlage von Nadelholz führte zu einem höheren Angebot von Lärchen-, Douglasie und Fichtenstarkholz als in den Vorjahren. Elf Festmeter fast astfreie und fehlerfreie Douglasienstämme kommen vom Christianenhaus und fünfzehn Festmeter Fichte aus dem Bärental zwischen Rothesütte und Sophienhof. Diese reichlich 125 Jahre alten Rotfichten stockten im Fichtengürtel des Forstamtes, der mit knapp

1.000 mm Niederschlag auch zukünftig ein Fichtenareal sein wird aber in Mischung mit anderen standortgerechten Laubbaumarten wie Rotbuche, Bergahorn und vor allem in den Nassstandorten mit Erle. Die Angebotspalette wird durch Einzelexemplare von Spitzahorn, Hainbuche, Erle und Kirsche ergänzt. Privatwaldbesitzer, Bürgermeister und Förster hoffen auf ein gutes Holzgeschäft.
Autor: nnz

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