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Sa, 16:04 Uhr
20.11.2010

Die erste Pflichtaufgabe

Er war ganz schön aufgeregt, gab Jens Eisenschmidt, der neue Wacker-Trainer, vor Beginn des Spiels zu Protokoll. Erschwerend kam hinzu, dass einige der bisherigen Stammspieler wie Taute, Töpfer oder Kruppa aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung standen...


Dafür konnte sich Sven Pistorius die Kapitänsbinde wieder überstreifen. Eigentlich sollte es der Gegner, Zeulenroda-Triebes, den Nordhäuser nicht allzu schwer machen um zu zeigen, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt haben. Und genau das wollten sie auf dem Kunstrasenplatz auch von Beginn an zeigen. Erst nach sieben Minuten kamen die Gäste aus Ostthüringen in die Nähe des Wacker-Tores. Eine Minute später setzte sich Torsten Klaus auf der linken Seite durch und zog gefährlich aufs Tor.

Und Wacker machte weiter Druck. In der 15. Minute eine Ecke von links durch Adil Boukantar, die kann Jan-Phillip Rose annehmen und schießt auf Tor. Gäste-Keeper Kutzner kann die Kugel nicht festhalten, es steht 1:0, zu diesem Zeitpunkt vollauf verdient.

In der 19. Minute der bis dahin schönste Spielzug über Daniel Wiegleb auf Rose, dessen etwas ungenaue Eingabe Klaus nicht verwerten kann. Nur einen Angriff später bekommt Boukantar aus einem Spielerknäuel den Ball und kann aus 10 Meter einlochen. Es steht 2:0. Nur nicht nachlassen jetzt.

Die Nordhäuser lassen nicht nach: In der 30. Minute wieder ein Spielzug aus dem Fußball-Lehrbuch. Pistorius sieht Rose links starten, der passt in den Strafraum und Lars Pohl befreit seine Ladehemmung der vergangenen Spiele mit dem 3:0. Sieben Minuten später köpft Lars Pohl den Ball an die Querlatte. Wacker lässt im Druck nicht nach, Zählbares ist jedoch nicht zu vermelden. Dann pfeift Schiri Kanzler zur Halbzeitpause ab.

Mit drei Toren im Rückstand kamen die Gäste aus der Kabine, sie wollten sich damit jedoch nicht zufrieden gaben. Nach einem vielversprechenden Angriff mussten sie in der 48. Minute zusehen, wie Pohl auf Boukantar schiebt und der aus 12 Meter unbedrängt zum 4:0 einschießen kann.

In der 52. Minute wird Silvio Steinecke gegen Stephan Hoffmann ausgewechselt. In der 54. Minute ein Angriff über drei Stationen: Lars Greschke wirft auf Hoffmann, der rennt mit Ball 40 Meter, fast bis zur Grundlinie und passt auf Pohl, der allerdings den Ball nicht im Gehäuse unterbringen kann. Wieder drei Minuten danach vergibt Rose aus halblinker Position. Wacker rennt weiter in Richtung Gäste-Tor. Ecke folgt auf Ecke, Angriff auf Angriff. Die Zuschauer haben ihr Samstagsnachmittagsvergnügen an der Spiellust der eigenen Mannschaft und am teilweise Unvermögen der Ostthüringer.

Die 63. Minute, Boukantar hebt den Ball auf Hoffmann, der marschiert auf die Grundlinie und schiebt den Ball überlegt auf den aufgerückten Boukantar zurück, der aus 17 Meter abzieht und den Ball in der linken Ecke unterbringen kann. Es steht 5:0.

Immer weiter stürmt Wacker, in der 79. Minute kommt der Ball an der Strafraumgrenze zu Lars Pohl, der sieht Torsten Klaus und der haut den Ball aus 20 Meter unter die Querlatte des Tores, unglaublich: es steht 6:0. Da bekommt Christian Liemann seine Chance. Für ihn muss Wiegleb das Feld verlassen und: er bekommt verdienten Beifall.

Wieder ein Super-Spielzug. Aus dem eigenen Strafraum flankt Pistorius über 40 Meter auf Rose, der Boukantar frei sieht. Adil lässt sich das nicht entgehen und schießt das 7. Tor für Nordhausen in der 75. Minute, und Jens Eisenschmidt fordert von seinen Jungs das „Zu Null“. Dann kommt Robin Ullrich seine Chance. Der vierfache Torschütze Boukantar verlässt überglücklich das Spielfeld.

Das erste Pflichtspiel (Foto: nnz) Das erste Pflichtspiel (Foto: nnz)

Das Spiel hätte durchaus auch mit einem zweistelligen Sieg für Nordhausen enden können. Die vergebenen Chancen registrierten die 280 Zuschauer mit Humor und Jens Eisenschmidt lobte sein Team: „Hut ab, sensationell, aber wir haben noch drei Pflichtspiele zu absolvieren“, meinte der Trainer, als ein Kreis gebildet wurde. Zur nnz sagte Eisenschmidt: „Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit niedergerungen, haben auf flache Bälle umgestellt und ständiges Pressing ausgeübt. Das war der Schlüssel zu Erfolg, zu dem heute jeder auf dem Platz beigetragen hat.“
Autor: nnz

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