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Mo, 19:03 Uhr
15.11.2010

nnz-Forum: ... kleine Erfolge für Sundhausen

Endlich ausgesprochen, was nicht mehr zu verschweigen war! ... kleine Erfolge für Sundhausen. Dazu ein Statement im Forum der nnz...


Die Sundhäuser Bürger kämpfen seit Auslegung der Bebauungspläne am 19.06.2010 unermüdlich um ihre Rechte und gegen den geplanten Autohofstandort am Ortsrand.

Erste Reaktionen erfolgten bereits in der am 15.07.2010 in der Festhalle durchgeführten Bürgerversammlung zur Thematik: "Die flächige Ablehnung am heutigen Abend zum Standort wird uns auch neben der rein formalen Abarbeitung des Verfahrens natürlich die nächsten Tage, Wochen damit beschäftigen: Wollen wir diesen Standort weiter entwickeln trotz der großen Ablehnung aus dem Ort selbst oder nicht? Also, insofern koppeln wir die Diskussion heute Abend schon ein Stück weit zurück." Frau Klaan, CDU, Wirtschaftsdezernentin (zur NNZ/Video). Auch „Projektentwickler“ Klaus Hasebrink erklärte spontan: „Gebt mir einen anderen Standort nicht weiter als 300 m von der Autobahn entfernt mit Anschlussstelle und ich baue dort ...“

In den Folgetagen erklärten mehrere Stadtratsfraktionen, eine Standortänderung - in jedem Falle intensive Gespräche mit der Bevölkerung zu wünschen. Während zahlreicher Gespräche mit kommunalen Politikern unserer Stadt haben wir überwiegend großes Interesse und Verständnis erfahren.

Der den Sundhäusern – aus welchem Grund auch immer – durch unseren Ortsteilbürgermeister nicht angekündigte Besuch unserer Oberbürgermeisterin Barbara Rinke am 02.11.2010 zur Ortsteilratssitzung und die von ihr vorgetragene Verlautbarung ließen klar erkennen, dass der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 88 (Autohof Sundhausen) sich unter keinen Umständen verwirklichen lassen wird. Es werde dazu keine Abwägung mehr im Stadtrat geben, so Barbara Rinke.

Juristisch hoch anfechtbar und kommunalpolitisch nicht durchsetzbar, könnte eine kurze ehrliche Zusammenfassung dazu lauten. "Nun scheint die Verwaltung der Stadt Nordhausen unter einen so gewaltigen Druck zu kommen, dass sie von diesem Plan abrückt. Sie verändert das Verfahren in einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan. Dieses Verwaltungshandeln ist korrekt, verschweigt aber vielleicht die Folgen", meint Birgit Keller (LINKE), die Mitglied sowohl im Stadtrat als auch im Landtag ist am 05.11.2010.

Etwa zeitgleich geht ein offener Brief der Sundhäuser Bürgerinitiative an die Stadträte. Immer mehr von ihnen machen sich ein eigenes Bild vor Ort und sprechen mit ihren Wählern in Sundhausen. Am 11.11.2010 sind einige Bürger aus Sundhausen im Hauptausschuss anwesend. Es wird bekannt, dass sich der Ältestenrat intensiv mit der Thematik befasst hat.

Überraschend nicht nur für die Gäste aus Sundhausen wendet sich schließlich der Stadtrat Volker Fütterer (SPD) an die Ausschussmitglieder unter Bezugnahme auf den offenen Brief der Sundhäuser und deren Anwesenheit im Ausschuss:

... die Stadt möge das Verfahren beenden. Der Konflikt müsse endlich gelöst werden. Sonst sei die Außenwirkung für Nordhausen fatal. Die Bürgerinitiative werde weitermachen und alle möglichen Rechtsmittel nutzen, vielleicht sogar an die Grenzen der Legalität gehen, befürchtet Fütterer. Wegen eines seltenen Hamsters oder brütenden Vögeln seien schon ganz andere Projekte gestoppt worden. Und in Sundhausen gehe es um die Lebensqualität von Menschen, gab Fütterer zu bedenken.

Martin Höfer (FDP) versicherte: Alle Fraktionen seien bemüht, "die Kuh vom Eis" zu holen. Und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sagte zu den Hauptausschussmitgliedern: "Wenn Sie feststellen, dass das unzumutbar ist, dann wird der Stadtrat schon eine kluge Entscheidung treffen." Die von der Fraktion „Die Linke“ bereits eingebrachte Beschlussvorlage zu einem Bürgerentscheid wird kurzerhand zurückgezogen.

Schon am 01.11.2010 hatte sich der Landtagsabgeordnete Dirk Adams am geplanten Autohofstandort ein eigenes Bild gemacht und ausgeführt: "Wenn man die Situation vor Ort gesehen hat, kann man jeden der angeführten Kritikpunkte nachvollziehen." Er sagte zu, das Vorhaben „Autohof Sundhausen“ im Thüringer Landtag zu thematisieren: "Sollten hier Landesmittel zur Planung und Erschließung fließen, dann gehört das auf den Prüfstand."

Rückblickend auf die Zeit kurz „nach der Wende“ ist zum Thema Autohofstandort zu sagen: Das damalige wohl gemeinte Ansinnen des früheren Ortschaftsrates von Sundhausen, eine Fläche am Ort zur Ansiedlung von Gewerbe zu schaffen, ist heute - nach fast zwei Jahrzehnten - überholt. In und um Nordhausen gibt es genügend erschlossene Gewerbegebiete, die leer stehen und mitunter schon seit zwei Jahrzehnten auf Investoren warten. Das Vorhaben der Stadt Nordhausen, auf dieser Gewerbefläche einen Autohof anzusiedeln, wird aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Wohnbebauung und vorhandener Standortalternativen nicht durchsetzbar sein!

Die Fläche soll nach den Vorstellungen der Bürger wie bisher der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten bleiben. Der bisherige Pächter, ein Sundhäuser Landwirt, hat nach wie vor Interesse am Kauf als Ackerfläche. Auch die Gestaltung einer Teilfläche als Park, der mit seiner „grünen Lunge“ die schon jetzt vorherrschenden starken Emissionen (Lärm und Schadstoffe) der A 38 für den Ort etwas lindern könnte, ist bei den Bürgern im Gespräch.

Eine Überplanung der Fläche und Rückwidmung von einer Gewerbefläche in Ackerland ist wohl schlussendliches Ziel.

Der Protest in Sundhausen zum Autohofstandort und die Information der breiten Öffentlichkeit über das unzumutbare Vorhaben – auch in verkleinerter Version, die dann später problemlos auf die ursprünglich geplante Dimension erweitert werden kann, sowie die Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden juristischen Mittel kündigen wir schon heute an. Auch wenn die gegenwärtige Bewegung in der Kommunalpolitik endlich erste Hoffnungen nährt, dass ein Ort, der vor vielen Jahren freiwillig der Stadt Nordhausen beitrat, seine Rechte auch auf dem Wege der Vernunft zugebilligt bekommt ...
Die Sundhäuser Bürgerinitiative
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Endehalerin
15.11.2010, 21:14 Uhr
volles Verständnis
Ich habe volles Verständnis für die Sundhäuser, da ich genau weiß, wo der Autohof hin soll. Es ist zu wünschen, dass ihr Wille Gehör findet. Dazu kommt, dass es noch Alternativstandorte wie Bleicherode und Grosswechsungen im Landkreis gibt.
liamka
16.11.2010, 03:10 Uhr
kann man
der BI nicht mal untersagen, sich so zu präsentieren, das grenzt ja deutlich an Belästigung.

Sundhausen ist ein KLEINER Teil von Nordhausen, nicht der Nabel der Welt.

Bitte kann man von Seiten der nnz diese Statements auf max. 1 in der Woche reduzieren?
->EchterNordhäuser<-
16.11.2010, 06:58 Uhr
Schluss damit
Ich kann es auch langsam nicht mehr hören! Vielleicht sollte die nächste Umfrage lauten: Möchten Sie weiterhin von der BI "informiert" werden? .
teamplayer
16.11.2010, 07:16 Uhr
Ich schließe mich...
den Vorrednern an, dieses Thema wird nicht interessanter, wenn man beinahe täglich die gleichen Argumente vorgesetzt bekommt.
Retupmoc
16.11.2010, 07:55 Uhr
Es würde interessanter werden...
wenn die Sundhäuser sich dazu entschließen würden aus der Stadt auszutreten (was rechtlich kein Problem ist) und sich dem Bündnis der Goldenen Aue anschließen würde.

1. Hätten die Sundhäuser mehr davon...

und

2. die Stadt den schwarzen Peter, weil dann bestimmte Mitel nicht mehr fließen würden. Falls es einige Menschen hier noch nicht begriffen haben: Die Stadt brauht eine gewisse Anzahl an Einwohnern, damit bestimmte Mittel fließen oder Sie ganz geschluckt wird. Deshalb hat man nämlich auf Teufel komm raus eingemeindet. Mir hat sich z.B. noch nie erschlossen, wieso Orte wie Steigerthal zur Stadt gehören sollen. Da liegen ganze Berge dazwischen.
-Insider-
16.11.2010, 12:06 Uhr
mich
würden mal die alternativstandorte innerhalb des wirkungskreises von der stadt nordhausen interessieren. wenn die sundhäuser nein sagen okay, aber dann bitte vorschläge innerhalb des stadtgebietes. es geht hier nämlich auch um geld, und die stadt hat sicher nicht genug davon um es an bleicherode, oder sonstwen zu verschenken.

kurzum - autohof in nordhausen ja, wo...ist mir persönlich egal.
smilendh
16.11.2010, 21:00 Uhr
Gebündelte Information - volle Unterstützung
Dieser Bericht - sinnvoller Weise in der Kategorie NNZ-Forum eingeordnet - ist ein gutes Indiz für eine augenscheinlich aufrichtig gute Arbeit in dieser BI Sundhausen. Denn es wurden tatsächlich, um die Kritik anderer Kommentatoren aufzugreifen, aktuell zum Teil schon bekannte Informationen zusammengeführt und aus Sicht (natürlich) dieser BI formuliert. Der Artikel ist aber als solcher vermutlich an keiner Stelle zu dementieren - ein Artikel mit realem Informationsgehalt und sogar auch noch gut formuliert.

Wieso sollte so etwas „untersagt“ oder unterbunden werden? - nur weil beinhahe zwanghaft motorisch ausgerichteten Verfechtern dieses Autohof-Glücks für Nordhausen keine wirklich inhaltlichen Ansatzpunkte mehr einfallen. (Entschuldigung: Das war leider auch nur Polemik, aber am Ende seitens der Empfänger selbst verschuldet.)

Zum Thema:
1.] Autohof Nordhausen: JA, natürlich, warum denn auch nicht?
2.] Standort Sundhausen gemäß Geltungsbereich des noch geltenden Planentwurfes: NEIN

Begründung:
Das besagte Fleckchen guter Ackererde ist mit seiner markanten Nähe zum Ort weiterhin nicht geeignet, nachhaltig und zweckdienlich ein Autohof-Standort werden zu müssen.
Es gibt auch generell nicht wirklich ein notwendiges Erfordernis, einen Autohof-Standort im Stadtgebiet Nordhausen entwickeln zu müssen.
Es ist plausibel und nachvollziehbar, dass gemäß städtebaulichen Gründen und Zielen sowie auch einem durchaus öffentlichen Interesse eine Realisierung „eines Autohofes“ im unmittelbar angrenzenden Abschnitt der A38 tatsächlich erforderlich und sinnvoll sein kann. Es ist aber nicht plausibel, warum ein solches Bestreben "in dem festgelegten Plangebiet erforderlich" sein muss, wie es tatsächlich in der Begründung zum aufgestellten Bauleitplan und Entwurf „Bebauungsplan 88 Autohof Sundhausen“ formuliert wurde.

Es hätte unangefochten sinnvoll, schön und gewissermaßen sogar ideal sein können, einen Autohof im Wirkfeld der Stadt und zugleich an einer der unmittelbaren Hauptzubringerachsen, der B4 „zu haben“.
Wenn jedoch mit dieser Standortnähe zur Ortslage eine „konfliktfreie Einbindung in die vorhandenen in- und umliegenden Nutzungsstrukturen“ unter Berücksichtigung der mit Recht angebrachten Befürchtungen und Argumente gegen diesen Standort nicht möglich ist, dann ist es vielleicht einfach nur schade, dass ein mit Sicherheit von vornherein nur gut erdachtes Planvorhaben nicht umgesetzt werden kann.

Die Zeit bringt nicht nur Veränderung sondern auch Klarheit und Bewusstsein – wenn gewollt.
Auch mein Standpunkt zum Thema durfte sich entwickeln – nicht zuletzt auch aufgrund der in den letzten Wochen veröffentlichten Informationen zum Thema.
Danke.
Totofino
16.11.2010, 22:15 Uhr
Alternativen
Es gibt auf Nordhäuser Gebiet auch Alternativstandorte,

1. Industriegebiet zwischen Bielen und Urbach, da aber zweckgebunden EU gefördert, ist laut Aussage der Stadt NDH kein AH möglich, ob es wirklich so ist, weiß ich nicht, da das Industriegebiet in Höhe Auffahrt Heringen sowieso durch einen Bach getrennt ist, ist es vielleicht doch möglich.

2. Abfahrt Hesserode ehemaliges Autohaus, dort würde sich wohl der Kauf schwierig gestalten laut OB Frau Rinke.


Im Landkreis in dem wir ja auch alle leben gibt es auch zwei Möglichkeiten.

1. Bleicherode mit voll erschlossenem Gewerbe- bzw. Industriegebiet, dort würde der Beginn mit einem AH vielleicht sogar zur Ansiedlung von weiterem Gewerbe und damit Arbeitsplätzen führen.

2. AS Großwechsungen, dort wird in 2 Jahren die B 243 n auf die A 38 treffen, also verkehrsgünstig. Der Nachteil ist, es müßte genauso Ackerfläche versiegelt werden wie in Sundhausen. Allerdings wären die Ortschaften dort weit genug entfernt.

Andere Alternative : Breitenbach bei Leinefelde, dort ist ebenfalls ein AH geplant, damit wäre kein Bedarf mehr für einen AH an der BAB 38 im Raum Thüringen, da nur ein Gesamtbedarf von 63 LKW-Stellplätzen besteht.

MfG
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