Fr, 16:13 Uhr
12.11.2010
Kinderschutz geht alle an
Der Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamts Nordhausen veranstaltet noch in diesem Monat eine Kinderschutz-Konferenz mit Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen an der Fachhochschule Nordhausen. Was da beraten werden soll, das hat die nnz erfahren...
Fragen wie: Was ist nötig, um die Kleinsten in unserer Gesellschaft gesund aufwachsen zu lassen? stehen am am 24. November im Zentrum der Diskussion. Außerdem wird es darum gehen, welche Netze aufgespannt werden können, um zu helfen. Die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder steht außer Frage. Zweifelsohne sollten sie alle Bedürfnisse und Befindlichkeiten ihres Nachwuchses erkennen und darauf reagieren können, sagt Christine Wagner, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales.
Doch nicht immer sind die Erziehungsberechtigten in der Lage, die Liebe, den Schutz, die Förderung und Unterstützung zu gewährleisten, welche ein Kind tagtäglich benötigt. Eine Umgebung, in der sie gefahrlos umsorgt heranwachsen können, welche mit Freiräumen und auch Hilfen aufwartet, sind wichtige Bedingungen für eine gesunde Entwicklung. Was passiert, wenn dies nicht gegeben ist?
Hier wird deutlich, dass nicht nur Eltern verantwortlich sind. Auch die Gesellschaft muss ihren Beitrag leisten, staatliche Stellen aber auch jeder Bürger sollte sich zur Beteiligung verpflichtet fühlen. Sowohl die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe, als auch die Anforderungen an Ärzte, Kitas und Schulen haben sich gewandelt.
Jugendämter stehen zwischen Hilfe und Kontrolle, Unterstützung und Eingriff. Wenn fehlender familiärer Rückhalt, unsichere Arbeitsverhältnisse, Armut und soziale Ausgrenzung in der Gesellschaft immer gravierender werden, wachsen auch die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dies beginnt beim Ausbau der Kindertagesbetreuung, setzt sich fort beim gemeinsamen Unterricht in Ganztagsschulen und findet sich auch bei Hilfen zur Erziehung, so Christine Wagner.
Doch die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes im Jugendamt allein können den Schutz von Kindern nicht gewährleisten. Auch wenn sie viele Beratungsgespräche mit Eltern führen, Hilfe und Unterstützung anbieten und oft zu Hausbesuchen fahren, können sie nicht zu jeder Zeit überall sein. Die Sozialarbeiter zeigen bei jedem Fall höchstes Engagement und erwarten nicht einmal Dank.
Die Gewissheit, dass es den Kindern gut geht und diese in einer positiven Umgebung aufwachsen, ist für sie größter Erfolg und somit auch Anerkennung ihrer Arbeit, weiß Elke Schnabel, Fachgebietsleiterin Soziale Dienste. Trotzdem sind sie auf die Aufmerksamkeit der Nachbarn, Lehrer, Erzieher und auch Mediziner angewiesen. Eine effektive Zusammenarbeit kann jedoch nur gelingen, wenn alle die Beratungs- und Arbeitsmethoden des anderen kennen. Bestehende Netzwerke müssen besser genutzt werden, um Kindern gute Lebensbedingungen zu ermöglichen.
Diesem Ziel dient die Kinderschutz-Konferenz, die der Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes Nordhausen und der Kreisjugendring Nordhausen in Kooperation mit der Fachhochschule Nordhausen und dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit vorbereitet haben.
Die Tagung mit dem Titel Gemeinsam in die Zukunft gehen soll verdeutlichen, dass auch das Gesundheits- und Sozialwesen einen wichtigen Beitrag zum Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen beitragen. Die Professionen im Landkreis Nordhausen soll die Konferenz noch weiter zusammenführen, gemeinsam das Wissen erweitern und einen Fachaustausch anregen. Konsens könnte im Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe gefunden werden, so Elke Schnabel.
Autor: psgFragen wie: Was ist nötig, um die Kleinsten in unserer Gesellschaft gesund aufwachsen zu lassen? stehen am am 24. November im Zentrum der Diskussion. Außerdem wird es darum gehen, welche Netze aufgespannt werden können, um zu helfen. Die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder steht außer Frage. Zweifelsohne sollten sie alle Bedürfnisse und Befindlichkeiten ihres Nachwuchses erkennen und darauf reagieren können, sagt Christine Wagner, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales.
Doch nicht immer sind die Erziehungsberechtigten in der Lage, die Liebe, den Schutz, die Förderung und Unterstützung zu gewährleisten, welche ein Kind tagtäglich benötigt. Eine Umgebung, in der sie gefahrlos umsorgt heranwachsen können, welche mit Freiräumen und auch Hilfen aufwartet, sind wichtige Bedingungen für eine gesunde Entwicklung. Was passiert, wenn dies nicht gegeben ist?
Hier wird deutlich, dass nicht nur Eltern verantwortlich sind. Auch die Gesellschaft muss ihren Beitrag leisten, staatliche Stellen aber auch jeder Bürger sollte sich zur Beteiligung verpflichtet fühlen. Sowohl die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe, als auch die Anforderungen an Ärzte, Kitas und Schulen haben sich gewandelt.
Jugendämter stehen zwischen Hilfe und Kontrolle, Unterstützung und Eingriff. Wenn fehlender familiärer Rückhalt, unsichere Arbeitsverhältnisse, Armut und soziale Ausgrenzung in der Gesellschaft immer gravierender werden, wachsen auch die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dies beginnt beim Ausbau der Kindertagesbetreuung, setzt sich fort beim gemeinsamen Unterricht in Ganztagsschulen und findet sich auch bei Hilfen zur Erziehung, so Christine Wagner.
Doch die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes im Jugendamt allein können den Schutz von Kindern nicht gewährleisten. Auch wenn sie viele Beratungsgespräche mit Eltern führen, Hilfe und Unterstützung anbieten und oft zu Hausbesuchen fahren, können sie nicht zu jeder Zeit überall sein. Die Sozialarbeiter zeigen bei jedem Fall höchstes Engagement und erwarten nicht einmal Dank.
Die Gewissheit, dass es den Kindern gut geht und diese in einer positiven Umgebung aufwachsen, ist für sie größter Erfolg und somit auch Anerkennung ihrer Arbeit, weiß Elke Schnabel, Fachgebietsleiterin Soziale Dienste. Trotzdem sind sie auf die Aufmerksamkeit der Nachbarn, Lehrer, Erzieher und auch Mediziner angewiesen. Eine effektive Zusammenarbeit kann jedoch nur gelingen, wenn alle die Beratungs- und Arbeitsmethoden des anderen kennen. Bestehende Netzwerke müssen besser genutzt werden, um Kindern gute Lebensbedingungen zu ermöglichen.
Diesem Ziel dient die Kinderschutz-Konferenz, die der Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes Nordhausen und der Kreisjugendring Nordhausen in Kooperation mit der Fachhochschule Nordhausen und dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit vorbereitet haben.
Die Tagung mit dem Titel Gemeinsam in die Zukunft gehen soll verdeutlichen, dass auch das Gesundheits- und Sozialwesen einen wichtigen Beitrag zum Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen beitragen. Die Professionen im Landkreis Nordhausen soll die Konferenz noch weiter zusammenführen, gemeinsam das Wissen erweitern und einen Fachaustausch anregen. Konsens könnte im Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe gefunden werden, so Elke Schnabel.

