Do, 12:44 Uhr
13.03.2003
Wer warf den ersten Stein?
Nordhausen/Petersdorf (nnz). Die Wogen schlugen hoch. Die Grundschule in Petersdorf soll geschlossen werden. Eltern und Lehrer protestierten. Am Montag soll es eine Lichterkette an der Schule geben. Jetzt aber scheint sich alles als Luftblase zu entpuppen...
Da spricht sich Anfang der Woche der kreisliche Schul- und Kulturausschuß für den Erhalt des Schulstandortes aus. Jetzt bekundet auch die CDU-Kreistagsfraktion ihre Sympathie für die Grundschule im kleinen Petersdorf und sogar Landrat Joachim Claus (CDU) hat sich in Bleicherode für deren Erhalt ausgesprochen. Es war doch aber seine Verwaltung, die den Stein ins Rollen brachte. Dort wurde und wird schon wochenlang nach Einsparpotentialen gesucht. Auch das Schulverwaltungsamt ist davon nicht ausgeschlossen.
Wie nnz jetzt erfuhr, sollten die Schulen überprüft werden, die auf Grund ihrer Größe nicht mehr rentabel seien. Eine dieser kleinen Grundschulen ist die in Petersdorf. Es waren also Planspiele, die im internen Sandkasten der Verwaltung angestellt worden sind. Die aber sickerten in die Öffentlichkeit durch. Als die kommunalen Verwalter und Politiker nun aber den Gegenwind zu spüren bekamen, zogen sie sich zurück und sind nun plötzlich für den Erhalt der Grundschule.
Das Beispiel Petersdorf sollte Schule machen. Unpopuläre Entscheidungen haben – so scheint es - ein Jahr vor der Kommunalwahl kaum eine Chance auf Umsetzung. Das gilt für Schule ebenso wie für die Diskussion zum Personalabbau in den Verwaltungen. Selbst Landrat Claus schob die Wahlen als Argument für seine Personalpolitik vor. Der Kreistag aber steht vor einer großen Wand: Der Haushalt muß ausgeglichen werden. 2,7 Millionen Euro groß ist das Loch. Entweder man bringt das Kunststück fertig, die Einnahmen zu erhöhen, oder die Ausgaben müssen reduziert werden. Wenn das mit den Einnahmen gelingt, dann sollte man sich das patentieren lassen und Gebühren für Nachahmer kassieren.
Möglich ist aber auch, dass der erste Stein geworfen wurde, um politische Ränkespielchen zu spielen, um einige Verwalter ins Bürgermesser laufen zu lassen.
Autor: nnzDa spricht sich Anfang der Woche der kreisliche Schul- und Kulturausschuß für den Erhalt des Schulstandortes aus. Jetzt bekundet auch die CDU-Kreistagsfraktion ihre Sympathie für die Grundschule im kleinen Petersdorf und sogar Landrat Joachim Claus (CDU) hat sich in Bleicherode für deren Erhalt ausgesprochen. Es war doch aber seine Verwaltung, die den Stein ins Rollen brachte. Dort wurde und wird schon wochenlang nach Einsparpotentialen gesucht. Auch das Schulverwaltungsamt ist davon nicht ausgeschlossen.
Wie nnz jetzt erfuhr, sollten die Schulen überprüft werden, die auf Grund ihrer Größe nicht mehr rentabel seien. Eine dieser kleinen Grundschulen ist die in Petersdorf. Es waren also Planspiele, die im internen Sandkasten der Verwaltung angestellt worden sind. Die aber sickerten in die Öffentlichkeit durch. Als die kommunalen Verwalter und Politiker nun aber den Gegenwind zu spüren bekamen, zogen sie sich zurück und sind nun plötzlich für den Erhalt der Grundschule.
Das Beispiel Petersdorf sollte Schule machen. Unpopuläre Entscheidungen haben – so scheint es - ein Jahr vor der Kommunalwahl kaum eine Chance auf Umsetzung. Das gilt für Schule ebenso wie für die Diskussion zum Personalabbau in den Verwaltungen. Selbst Landrat Claus schob die Wahlen als Argument für seine Personalpolitik vor. Der Kreistag aber steht vor einer großen Wand: Der Haushalt muß ausgeglichen werden. 2,7 Millionen Euro groß ist das Loch. Entweder man bringt das Kunststück fertig, die Einnahmen zu erhöhen, oder die Ausgaben müssen reduziert werden. Wenn das mit den Einnahmen gelingt, dann sollte man sich das patentieren lassen und Gebühren für Nachahmer kassieren.
Möglich ist aber auch, dass der erste Stein geworfen wurde, um politische Ränkespielchen zu spielen, um einige Verwalter ins Bürgermesser laufen zu lassen.

