Do, 17:28 Uhr
28.10.2010
nnz-Forum: Verbannte Erde
Heute Abend soll im Stadtrat von Bleicherode heiß hergehen. Thema ist die geplante Asphaltmischanlage (nnz berichtete), die von Umweltfreunden als Dreckschleuder bezeichnet und von Bürgermeister Frank Rostek (CDU) verteidigt wird. Jetzt mischen sich in den Streit die Bündnisgrünen aus Nordhausen ein...
Leider haben Bündnis 90/Die Grünen in Bleicherode keine Parteimitglieder. Wir sind deshalb auch nicht im Stadtrat Bleicherode und damit auch nicht im Umweltausschuss vertreten. Das sollte sich ändern, um solchen Gefahren, die zur Zeit in Bleicherode ins Haus stehen, zu begegnen.
Ist es dem Druck der schmalen Kommunalhaushalte geschuldet, das z. Zt. die Mitglieder von Gemeinde- und Stadträten im Südharz jedem Antrag auf Ansiedlungsbegehren zustimmen? Ansiedlungen, die der Region keinen Nutzen bringen, sondern kurz-, mittel- und langfristig auf Grund der Beeinträchtigung der Lebensräume durch Luft-, Wasser- und Bodenbelastungen, vom Lärm ganz zu schweigen, die Hoffnungen auf wirtschaftlichen Aufschwung ad absurdum führen? Bei Bekanntwerden umweltrelevanter Beeinträchtigung für die Lebensqualität werden Bewohner abwandern und ein Zuzugbegehren ausbleiben.
In Heringen hinterließ die einst mit großen Versprechungen angetretene Firma Umweltdienste Brand aus Osterode/Niedersachsen verbrannte Erde. Die Altlasten sind Zeugen bis heute. In Kleinbodungen liegt immer noch der Mantel des Schweigens über dem in der DDR unter mysteriösen Umständen eingelagerten Giftmüll (80 Fässer). In Bleicherode trägt der Steuerzahler für die Sickerwasser vom Dachsberg seit Jahren die Folgekosten.
Die Sundhäuser wehren sich nach der Einengung ihres Lebensraumes und ihrer Lebensqualität durch die Autobahn zu recht gegen noch mehr Lärm und Luftbelastung, obwohl es Alternativstandorte in ebenfalls günstiger Lage an der Autobahn gibt. Die Erschließung des Industriebgebietes Goldene Aue lässt nichts Gutes ahnen, wenn die Entscheidungsträger nicht mehr auf Qualität sondern nur noch auf Quantität stehen. Das dürfen wir uns, aber erst recht nicht den kommenden Generationen zumuten. Unsere Verantwortung reicht weiter als bis zum nächsten Wahltermin..
Jetzt aktuell eine Anlage nach Bleicherode, die nirgendwo sonst erwünscht ist? Die Bündnisgrünen werden den Umweltnetzwerkexperten Jürgen Koch aus Hamburg kurzfristig um sachgerechte Aufklärung vor Ort bitten. Wenn der Termin feststeht, wird in der nnz informiert.
Autor: nnzLeider haben Bündnis 90/Die Grünen in Bleicherode keine Parteimitglieder. Wir sind deshalb auch nicht im Stadtrat Bleicherode und damit auch nicht im Umweltausschuss vertreten. Das sollte sich ändern, um solchen Gefahren, die zur Zeit in Bleicherode ins Haus stehen, zu begegnen.
Ist es dem Druck der schmalen Kommunalhaushalte geschuldet, das z. Zt. die Mitglieder von Gemeinde- und Stadträten im Südharz jedem Antrag auf Ansiedlungsbegehren zustimmen? Ansiedlungen, die der Region keinen Nutzen bringen, sondern kurz-, mittel- und langfristig auf Grund der Beeinträchtigung der Lebensräume durch Luft-, Wasser- und Bodenbelastungen, vom Lärm ganz zu schweigen, die Hoffnungen auf wirtschaftlichen Aufschwung ad absurdum führen? Bei Bekanntwerden umweltrelevanter Beeinträchtigung für die Lebensqualität werden Bewohner abwandern und ein Zuzugbegehren ausbleiben.
In Heringen hinterließ die einst mit großen Versprechungen angetretene Firma Umweltdienste Brand aus Osterode/Niedersachsen verbrannte Erde. Die Altlasten sind Zeugen bis heute. In Kleinbodungen liegt immer noch der Mantel des Schweigens über dem in der DDR unter mysteriösen Umständen eingelagerten Giftmüll (80 Fässer). In Bleicherode trägt der Steuerzahler für die Sickerwasser vom Dachsberg seit Jahren die Folgekosten.
Die Sundhäuser wehren sich nach der Einengung ihres Lebensraumes und ihrer Lebensqualität durch die Autobahn zu recht gegen noch mehr Lärm und Luftbelastung, obwohl es Alternativstandorte in ebenfalls günstiger Lage an der Autobahn gibt. Die Erschließung des Industriebgebietes Goldene Aue lässt nichts Gutes ahnen, wenn die Entscheidungsträger nicht mehr auf Qualität sondern nur noch auf Quantität stehen. Das dürfen wir uns, aber erst recht nicht den kommenden Generationen zumuten. Unsere Verantwortung reicht weiter als bis zum nächsten Wahltermin..
Jetzt aktuell eine Anlage nach Bleicherode, die nirgendwo sonst erwünscht ist? Die Bündnisgrünen werden den Umweltnetzwerkexperten Jürgen Koch aus Hamburg kurzfristig um sachgerechte Aufklärung vor Ort bitten. Wenn der Termin feststeht, wird in der nnz informiert.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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