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Do, 15:13 Uhr
28.10.2010

Deutung und Lesarten

Am Dienstag wird die Autorin Dr. Sylke Kirschnik im Bürgersaal des Neuen Rathauses in einer Autorenlesung die Interpretation des Tagebuchs der Anne Frank in der DDR anhand von Theaterprogrammen, Filmdokumenten, Hörfunk- und Pressebeiträgen, Briefen, Schulaufsätzen, Examensarbeiten und Zeitzeugenberichten nachzeichnen.


Keinem anderen Dokument aus der Zeit des Nationalsozialismus wurde ein derart ausdauerndes, weltweites Interesse entgegengebracht wie dem Tagebuch der Anne Frank. Auch in der DDR ist es ab 1957 mehrfach verlegt und auf vielfältige Weise interpretiert worden. Die Autorin verbindet ihre Sichtweise zeitgleich mit den Themen Antifaschismus und Judentum in der DDR: Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die individuelle Aneignung des Tagebuchs jenseits der offiziellen Inanspruchnahme der Lebensgeschichte Anne Franks.

Dr. Sylke Kirschnik studierte Philosophie, Literatur-, Theater- und Filmwissenschaft und ist seit 1995 Redakteurin und Referentin zu den Themen Demokratieentwicklung, Zivilgesellschaft und Rechtsextremismus. 2004 promovierte sie über Else Lasker-Schüler und die Berliner Alltags- und Populärkultur. 2006/07 ist Kuratorin der Ausstellung "Anne Frank und die DDR", ist Lehrbeauftragte an der Universität Potsdam und schrieb zahlreiche Publikationen zu den Themen Zivilgesellschaft, Demokratieentwicklung, Rechtsextremismus und zur Kulturgeschichte der Moderne.

Zu der Veranstaltung, die von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen gefördert und von der Stadt Nordhausen unterstützt wird, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt zu der Veranstaltung am 2. November, ab 19 Uhr ist frei.
Autor: nnz

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