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Do, 10:17 Uhr
28.10.2010

Das kann sich sehen lassen

Die Arbeitslosigkeit ist in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld sowie im Kyffhäuserkreis auf den niedrigsten Stand seit 1991 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 9,0 Prozent. Hier weitere Einzelheiten...

Grafik (Foto: Agentur für Arbeit) Grafik (Foto: Agentur für Arbeit)
Der Vergleich zwischen Oktober 2010 und Oktober 2009

„Der Arbeitsmarkt in Nordthüringen profitiert momentan vom Rückenwind der Wirtschaft“, so die Einschätzung des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Nordhäuser Arbeitsagentur Karsten Froböse, zur anhaltend positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Die Arbeitskräftenachfrage aus den Unternehmen ist hoch. Viele junge Leute, die nach ihrer Ausbildung arbeitslos wurden, schaffen schneller den Einstieg in das Berufsleben.“

Arbeitslosenzahlen Oktober 2010 (Foto: wirsinds) Arbeitslosenzahlen Oktober 2010 (Foto: wirsinds)

Aktuell waren Ende Oktober 13.093 Menschen ohne Arbeit, das waren 552 weniger als im September und knapp 3.500 weniger als vor einem Jahr. Den höchsten Rückgang hatte der Landkreis Nordhausen zu verzeichnen. Hier gab es mit 4.201 Arbeitslosen 426 weniger als vor vier Wochen. Der Kyffhäuserkreis bewegte sich mit 4.970 arbeitslosen Männern und Frauen auf dem Niveau des Vormonats. Die Senkung der Arbeitslosigkeit rührt nach Meinung des Agenturchefs auch aus den in diesem Monat durch die Arbeitsgemeinschaft Nordhausen initiierten Förderprogrammen. Sie haben einen nicht unwesentlichen Beitrag zu dem erfreulichen Ergebnis geleistet. Der Effekt wird jedoch nicht von Dauer sein. 

Die Arbeitslosigkeit sinkt mit der besseren Konjunkturlage in Nordthüringen. Zwar werden weiterhin viele Menschen durch die Arbeitsförderung unterstützt; sie gelten dann nicht als arbeitslos. Im letzten Monat erhielten 6.353 Personen Unterstützung bei Selbständigkeit und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt und im Rahmen beruflicher Weiterbildung, 664 weniger als vor zwölf Monaten.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ist von 9,4 auf 9,0 Prozent gesunken und hat damit das Niveau der Region Erfurt erreicht. Während sich die Quote im Kyffhäuserkreis nicht verändert hat, sank im Landkreis Eichsfeld die Quote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent und im Landkreis Nordhausen von 10,2 auf 9,2 Prozent.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ist von 9,4 auf 9,0 Prozent gesunken und hat damit das Niveau der Region Erfurt erreicht. Während sich die Quote im Kyffhäuserkreis nicht verändert hat, sank im Landkreis Eichsfeld die Quote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent und im Landkreis Nordhausen von 10,2 auf 9,2 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ging im letzten Monat im Vergleich zum Vormonat um rund 10 Prozent auf 1.245 zurück. Vor einem Jahr lag die Jugendarbeitslosigkeit um knapp 30 Prozent höher. Im Oktober verringerte sich die Zahl der Arbeitslosmeldungen Jugendlicher gegenüber Oktober 2009 um fast 15 Prozent.

882 Männer und Frauen haben sich im Oktober aus Beschäftigungen des ersten Arbeitsmarktes arbeitslos gemeldet, 218 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn registrierte die Nordhäuser Arbeitsagentur mit 11.529 Meldungen über 20 Prozent weniger als 2009.

Im Oktober meldeten die Unternehmen der Region 502 sozialversicherungspflichtige Stellen, fast 19 Prozent mehr als vor einem Jahr. Eine erhöhte Arbeitskräftenachfrage gab es vor allem im verarbeitenden- sowie im Baugewerbe. Stellen wurden auch aus dem Bereich Handel, Instandhaltung von KFZ und aus dem Gesundheitswesen gemeldet.

Der Blick in die Landkreise

Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober um 426 auf 4.201 Personen verringert. Das waren 1.404 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Oktober 9,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,1%. Dabei meldeten sich 1.082 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 153 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.510 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+168).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 12.806 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.540 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 14.171 Abmeldungen von Arbeitslosen (-372). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Oktober um 17 Stellen auf 205 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 11 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Oktober 173 neue Arbeitsstellen, 11 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.592 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 68.

Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober um 123 auf 3.922 Personen verringert. Das waren 1.085 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Oktober 6,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,8%. Dabei meldeten sich 1.018 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 285 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.118 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-391). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 11.741 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.554 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 12.454 Abmeldungen von Arbeitslosen (-691).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Oktober um 4 Stellen auf 455 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 142 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Oktober 249 neue Arbeitsstellen, 53 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 2.385 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 787.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober geringfügig um 3 auf 4.970 Personen verringert. Das waren 993 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Oktober 11,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 13,9%. Dabei meldeten sich 1.142 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 267 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.138 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-312). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 13.003 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.164 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 14.238 Abmeldungen von Arbeitslosen (-1.033).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Oktober um 43 Stellen auf 225 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 35 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Oktober 129 neue Arbeitsstellen, 35 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.362 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 293.
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
28.10.2010, 14:14 Uhr
Gut frisiert
Nicht mal Honecker konnte Zahlen besser frisieren. Alle Achtung liebe Agentur. Ihr seit einsame Spitze !
Theresa54
28.10.2010, 19:11 Uhr
tolleStatistik!
Mein Mann fiel aus der Statistik heraus, weil ich eine Gehaltserhöhung erhalten habe. Arbeit hat er aber nicht. Und so wird es viele geben, wo der Partner "zuviel" verdient. Diese Personen tauchen alle nicht in der Statitstik auf. Also ist diese nicht reell!?
TeeEff
28.10.2010, 22:43 Uhr
Zahlenspiele für 400 bitte!
Man kann manche Menschen die ganze Zeit belügen, man kann eine Zeit lang alle Menschen belügen, aber niemals kann man alle Menschen die ganze Zeit belügen! Die Wahrheit ist ein Kind der Zeit! Es ist jetzt an der Zeit, die korrupten Zustände und Lobbypolitik in diesem Land abzustellen!

Darum ist meine Vision, dass sich alle Unterdrückten, Betrogenen und Geknechteten bald zusammenschließen und massiv mit Druck (aber friedlich!) die Macht des Volkes ausüben und damit alle korrupten Politiker, Beamte und auch Anwälte aus ihren Ämtern verjagen und ihre natürlichen Rechte einzufordern!

Wir sind es unseren Kindern schuldig, ihnen ein lebenswertes Land zu hinterlassen, denn wir haben uns dieses von Ihnen nur ausgeliehen!
Norbert
29.10.2010, 08:45 Uhr
komisch...
In Frankreich rennen sie auf die Strasse, weil das Renteneintrittsalter von 60(!) auf 62(!!!) angehoben werden soll. Hätte Sarkozy das Renteneintrittsalter wie bei uns (noch?) auf 67 angehoben, wäre dort wahrscheinlich die zweite französische Revolution in Gang gesetzt worden ... Aber wir fleissigen Deutschen, vertrauen ja blind unseren "Anführern"... So wird das nix...
TeeEff
29.10.2010, 20:43 Uhr
62? Stimmt nicht!
Auch ein Franzose kann demnächst erst mit 67 bei vollen Rentenbezügen in selbige gehen. Die 62 sind das neue Mindesteintrittsalter.

In Frankreich konnte man, wenn man 40 Beitragsjahre hat (und nur dann!)* schon mit 60 in Rente gehen, allerdings mit deutlichen Abschlägen. Ansonsten war es auch 65.

Diese in den Medien umhergetrieben 62 Jahre dient der Volksveralberung, u.a. um den Franzosen die Symphatien zu nehmen.
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