Mo, 00:01 Uhr
01.11.2010
Herzlichen Glückwunsch zum 67.
Wenn Hans-Joachim Hartwig heute seinen 67. Geburtstag begeht, denkt er an den Abschied aus der GVV (Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben) nach. Im Vorfeld hatte ihn unser Leser Hans-Jürgen Schmidt besucht. Dabei erfuhr er nicht nur was aktuell ansteht, sondern stellt auch den Nachfolger vor...
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM 67. (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
"Mit 67 Jahren hat man es eigentlich verdient in den Ruhestand zugehen", so sein Credo. Und verdient hat er es, denn ihm ist gelungen, eine "schlagkräftige Truppe" zu formieren, die alle Aufgaben der GVV mit Bravour gemeistert haben. Im Gespräch formulierte der Abteilungsleiter für Finanzen, Rechnungswesen und Controlling Ullrich Merx dazu: "Man kann mit ihm sehr gut zusammenarbeiten. Ein besseren Chef gibt es nicht!" Die kollegiale Zusammenarbeit in der GVV ist somit sein Verdienst.
Fragt man nach seinem schönsten Erlebnis in Sondershausen, so antwortet er: Der "Thüringer Bergmannstag" in Sondershausen. Er war begeistert von dem Aufmarsch der Bergmannsvereinen aus ganz Deutschland. So ein Erlebnis motiviert immer, sich den Aufgaben zu stellen, denn die Aufgaben werden nicht leichter. Die Nachsorge der stillgelegten Bergwerke bereiten des öfteren Probleme. Sei es der Wasserzufluss in der ehemaligen Spatgrube in Rottleberode oder der Laugenzufluss aus den Halden im Südharz. Zur Minimierung und zum kontrollierten Abstoß der Lauge wird gegenwärtig in Bereich Wipperdorf das Laugenrückhaltebecken mit einem Investitionsaufwand von zirka 5 Millionen Euro mit einer Tonschicht weiter abgedichtet. Eine laufende Kontrolle an den Messstellen in Wipperdorf und Hachelbich garantieren, dass die gesetzlich vorgegebenen Daten eingehalten werden.
Zukünftige Aufgaben stehen ebenfalls auf dem Programm. Immer wieder keimen Hoffnungen auf, dass wieder Kali in Roßleben oder Sondershausen produziert werden. Wenn auch gegenwärtig in Deutschland von einem Aufschwung gesprochen wird, so sind die zirka 600 Millionen Euro, die für eine neues Bergwerk benötigt werden zur Zeit ein Problem, denn die Banken sind nach der Finanzkrise vorsichtiger geworden und zum anderen ist der Kalipreis auf dem Weltmarkt um 50 Prozent gesungen gegenüber dem Zeitraum, wo eine Bergwerkseröffnung angedacht wurde.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM 67. (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Eventuell ist eher in Sondershausen die Möglichkeit einer Kaliproduktion gegeben, denn hier existiert ein funktionierendes Bergwerk und zum anderen wäre das Problem der Abwässer, die bei einer Kaliproduktion anfallen, dahingehend gelöst, dass man eine Pipeline nach Bischofferode baut, wo die Abwässer in die ehemaligen Grube versenkt würden, war ein Gedanke, der in der Diskussion geäußert wurde. Um alle diese Aufgaben zu meistern sind die 150 Mitarbeiter der GVV gefordert, wobei und das soll nicht unerwähnt bleiben, befinden sich 15 Azubis in der Ausbildung. Das für all diese Anforderungen Geld benötigt wird, ist eine Selbstverständlichkeit. Die GVV wird vom Bund den Ländern Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 35 bis 40 Millionen Euro jährlich unterstützt, wobei der Bund den Löwenanteil beisteuert.
Als im September 2008 das 15-jährige Bestehen der GVV gefeiert wurde, war für Hans-Joachim Hartwig der Abschied aus der GVV in Vorbereitung. Jedoch der vorgesehene Nachfolger erkrankte und musste aus dem Arbeitsleben ausscheiden, so dass Hartwig wieder an "Bord" geholt wurde. Doch jetzt ist der Abschied aus der GVV entgültig. Kurz vor Weihnachten ist der Abschied vorgesehen. Ein Nachfolger ist seit dem 1.September im Amt.
Assessor Klaus-Dieter Bahr ist von Haus aus ein Volljurist, der bereits im Aufsichtsrat der GVV tätig war und jetzt als Geschäftsführer die Geschicke der GVV leiten wird. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, dafür zu sorgen, das alle verwahrten Schächte und Halden zu keiner Gefahr für die Menschen und die Umwelt werden. Diese vertrauensvolle Aufgabe beflügelt ihn, denn wie sagt er: "Man hinterlässt etwas für die Nachwelt!"
Bleibt nur noch zu sagen: Hans-Joachim Hartwig bleibe gesund und gehe mit einem herzlich Glückauf in den Ruhestand.
Taxt und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khh
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM 67. (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
"Mit 67 Jahren hat man es eigentlich verdient in den Ruhestand zugehen", so sein Credo. Und verdient hat er es, denn ihm ist gelungen, eine "schlagkräftige Truppe" zu formieren, die alle Aufgaben der GVV mit Bravour gemeistert haben. Im Gespräch formulierte der Abteilungsleiter für Finanzen, Rechnungswesen und Controlling Ullrich Merx dazu: "Man kann mit ihm sehr gut zusammenarbeiten. Ein besseren Chef gibt es nicht!" Die kollegiale Zusammenarbeit in der GVV ist somit sein Verdienst.Fragt man nach seinem schönsten Erlebnis in Sondershausen, so antwortet er: Der "Thüringer Bergmannstag" in Sondershausen. Er war begeistert von dem Aufmarsch der Bergmannsvereinen aus ganz Deutschland. So ein Erlebnis motiviert immer, sich den Aufgaben zu stellen, denn die Aufgaben werden nicht leichter. Die Nachsorge der stillgelegten Bergwerke bereiten des öfteren Probleme. Sei es der Wasserzufluss in der ehemaligen Spatgrube in Rottleberode oder der Laugenzufluss aus den Halden im Südharz. Zur Minimierung und zum kontrollierten Abstoß der Lauge wird gegenwärtig in Bereich Wipperdorf das Laugenrückhaltebecken mit einem Investitionsaufwand von zirka 5 Millionen Euro mit einer Tonschicht weiter abgedichtet. Eine laufende Kontrolle an den Messstellen in Wipperdorf und Hachelbich garantieren, dass die gesetzlich vorgegebenen Daten eingehalten werden.
Zukünftige Aufgaben stehen ebenfalls auf dem Programm. Immer wieder keimen Hoffnungen auf, dass wieder Kali in Roßleben oder Sondershausen produziert werden. Wenn auch gegenwärtig in Deutschland von einem Aufschwung gesprochen wird, so sind die zirka 600 Millionen Euro, die für eine neues Bergwerk benötigt werden zur Zeit ein Problem, denn die Banken sind nach der Finanzkrise vorsichtiger geworden und zum anderen ist der Kalipreis auf dem Weltmarkt um 50 Prozent gesungen gegenüber dem Zeitraum, wo eine Bergwerkseröffnung angedacht wurde.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM 67. (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Eventuell ist eher in Sondershausen die Möglichkeit einer Kaliproduktion gegeben, denn hier existiert ein funktionierendes Bergwerk und zum anderen wäre das Problem der Abwässer, die bei einer Kaliproduktion anfallen, dahingehend gelöst, dass man eine Pipeline nach Bischofferode baut, wo die Abwässer in die ehemaligen Grube versenkt würden, war ein Gedanke, der in der Diskussion geäußert wurde. Um alle diese Aufgaben zu meistern sind die 150 Mitarbeiter der GVV gefordert, wobei und das soll nicht unerwähnt bleiben, befinden sich 15 Azubis in der Ausbildung. Das für all diese Anforderungen Geld benötigt wird, ist eine Selbstverständlichkeit. Die GVV wird vom Bund den Ländern Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 35 bis 40 Millionen Euro jährlich unterstützt, wobei der Bund den Löwenanteil beisteuert.Als im September 2008 das 15-jährige Bestehen der GVV gefeiert wurde, war für Hans-Joachim Hartwig der Abschied aus der GVV in Vorbereitung. Jedoch der vorgesehene Nachfolger erkrankte und musste aus dem Arbeitsleben ausscheiden, so dass Hartwig wieder an "Bord" geholt wurde. Doch jetzt ist der Abschied aus der GVV entgültig. Kurz vor Weihnachten ist der Abschied vorgesehen. Ein Nachfolger ist seit dem 1.September im Amt.
Assessor Klaus-Dieter Bahr ist von Haus aus ein Volljurist, der bereits im Aufsichtsrat der GVV tätig war und jetzt als Geschäftsführer die Geschicke der GVV leiten wird. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, dafür zu sorgen, das alle verwahrten Schächte und Halden zu keiner Gefahr für die Menschen und die Umwelt werden. Diese vertrauensvolle Aufgabe beflügelt ihn, denn wie sagt er: "Man hinterlässt etwas für die Nachwelt!"
Bleibt nur noch zu sagen: Hans-Joachim Hartwig bleibe gesund und gehe mit einem herzlich Glückauf in den Ruhestand.
Taxt und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt





