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Do, 14:31 Uhr
21.10.2010

Rohstoff- statt Abfallpolitik

An der Nordhäuser Fachhochschule wird auf dem Gebiet Umwelt- und Recyclingtechnik hervorragende Arbeit geleistet. Derzeit läuft hier eine interessante Tagung.


Wissenschaftler aus ganz Deutschland und Österreich tauschen sich vom 21.-22. Oktober 2010 anlässlich des „3. Nordhäuser Sekundärrohstoff-Workshop“ über den aktuellen Forschungsstand auf dem Gebiet des Energie- und Stoffrecyclings aus. Organisiert wird die Tagung vom Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik der Fachhochschule Nordhausen unter Leitung der Professorin Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz und ihrem Forschungsteam mit Dr. Jürgen Poerschke sowie
dem Doktoranden Dipl.-Ing. Sebastian Döring.

Höhepunkt der diesjährigen Tagung wird die feierliche
Vertragsunterzeichnung über die Forschungszusammenarbeit der Fachhochschule Nordhausen und der Technischen Universität Wien sein.
Beide Hochschulen arbeiten bereits eng auf dem Gebiet des Energie- und Stoffrecyclings zusammen. Den Begriff „Abfall“ vermeiden die Forscher im Übrigen sehr streng, denn dieses Wort bezeichnet Dinge, die niemand
mehr braucht. Wissenschaftler auf dem Gebiet des Energie- und Stoffrecyclings erarbeiten hingegen zunehmend bessere Verfahren zur Gewinnung von Energie und sogenannten Sekundärrohstoffen aus dem
bisherigen „Abfall“.

Bis zu 50 Fachleute dieser Forschungsgebiete werden in Nordhausen erwartet. In den Themenblöcken Rohstoff- und Energiegewinnung werden die Wissenschaftler sich in insgesamt 14 Referaten über neueste Entwicklungen informieren und sich in anschließenden Diskussionen über den aktuellen Forschungsstand austauschen können.

Im Zentrum des Interesses steht ein Paradigmenwechsel in der Abfallpolitik. Der nachhaltige Umgang mit knappen natürlichen Ressourcen stellt eine der wesentlichen Aufgaben der Zukunft dar. Daher muss Abfallpolitik zukünftig als Rohstoffpolitik verstanden werden. Angesichts immer knapper werdender Rohstoffvorkommen kommt der Sekundärrohstoffgewinnung aus Abfall eine immer größere Bedeutung zu.

Steigende Rohstoffpreise machen Abfallrecycling dabei zu einem profitablen Wirtschaftsfaktor, bei dem Deutschland eine weltweite Vorreiterrolle erreichen könnte. Dabei gibt die Europäische Union ihren
Mitgliedsstaaten in der neuen EU-Abfallrahmenrichtlinie bereits vor, dass Wiederverwertung vor Entsorgung geht. Hierbei kommt den Analysemethoden bei der Zusammensetzung des bisherigen „Abfalls“ eine besondere Bedeutung zu.

Auf diesem Gebiet hat sich das Nordhäuser Forscherteam um Professorin Schade-Dannewitz
einen Namen gemacht. Sie entwickelten ein mittlerweile patentiertes Analyseverfahren, welches auf Basis einer starken Verdichtung der Proben, flüssige Fremdstoffe entfernt und so zu sehr genauen Messergebnissen führt. Gemeinsam mit dem Projektpartner Maschinen- und
Anlagenbau Mönnich GmbH wurden bereits Prototypen der als Pressbohrmethode bekannt gewordenen Anlage entwickelt.

Zum Abschluss des zweitägigen Workshops wird durch das Team der Umwelt- und Recyclingtechnik eine Führung durch das Technikum und die Labore der
Fachhochschule Nordhausen angeboten.
Autor: nnz

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