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Do, 13:38 Uhr
18.01.2001

Kleider-Container wurden illegal aufgestellt

Kleiderkammer Nordhausen (nnz). Über 12 Tonnen Bekleidung sind in den zurückliegenden Monaten über den Tresen der Bekleidungskammern des DRK in Nordhausen und Wolkramshausen gegangen. Vor allem im Winter ist der Bedarf sehr groß. Menschen in Not, Aussiedler oder Asylbewerber sind Stammkunden in der Halleschen Straße in Nordhausen. Oftmals bilden sich zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer in Nordhausen Warteschlangen. Die Kleidung wird im Landkreis kostenlos abgegeben. Dafür erwarten die Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes eine Spende. Statt einer Registrierkasse steht auf dem Ladentisch eine Spendenbüchse.
Der Inhalt der Kleiderkammer stammt zum großen Teil aus den Spenden der Nordhäuser. Hierzu wurden durch das Deutsche Rote Kreuz und weitere Wohlfahrtsverbände Container im Stadtgebiet und in weiteren Orten des Landkreises aufgestellt. Probleme gibt es da jedoch mit dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung, eine Anfrage der CDU im zurückliegenden Stadtrat machte dies sichtbar. So sollte die Zahl der Standorte reduziert werden, man wollte mehr Ordnung ins Stadtbild bringen, so die Begründung der Verwalter. Statt weniger Container in der Stadt gibt es nun mehr. Private Anbieter sind hinzugekommen, zum Beispiel der Sentheser Hilfsdienst. In dessem Logo ist weder ein Ort, noch eine Anschrift vermerkt, lediglich eine Handynummer. Das macht mehr als mißtrauisch, nicht nur die ortsansässigen Wohlfahrtsverbände. Nach nnz-Informationen sind die Behälter illegal aufgestellt worden. So habe es zwar einen Antrag gegeben, doch keine Genehmigung. Die werde auch nicht erteilt, der Sentheser Hilfsdienst habe bereits einen entsprechenden Bescheid erhalten. Der sei mit der Auflage verbunden, die Behälter wieder wegzunehmen, sagte Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) der nnz. Fakt ist, was in den Container des DRK oder des Lift-Vereins kommt, das wird hilfsbedürftigen Menschen im Landkreis zur Verfügung gestellt, in den oben erwähnten Kleiderkammern. Die gebauchte Kleidung, die in die Container des Sentheser Hilfsdienstes wandert, soll nach nnz-Recherchen kommerziell genutzt werden. Hier wird mit den gebrauchten Klamotten richtig Geld verdient. Und genau das wolle die Stadtverwaltung nicht unterstützen.

Autor: nnz

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