Nicht in Ortsnähe
Die Bürgerinitiative, die sich in Sundhausen formiert hat, sie lässt nicht locker in ihrem Bemühen, gegen den in Ortsnähe geplanten Autohof zu demonstrieren. Das wird auch an diesem Donnerstag wieder so sein...
Mündige Bürger (Foto: privat)
Wir wollen für Nordhausen einen Autohof, auf dieser Fläche. (Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan, am 15.09.2010) Auch nach den obigen Worten aus Nordhausen trafen sich am vergangenen Donnerstag im Ortsteil Sundhausen wieder sehr viele Menschen. Sie alle sorgen sich um die Zukunft ihres Ortes, um die Ruhe und um ihre Gesundheit. Und die Menschen stellen Fragen, angesichts dieser Äußerung, die mitten im Verfahren der Prüfung der zahlreichen Eingaben erfolgt ist und in dem Wissen, daß sich die Stadt Bleicherode sehr für die Investition interessiert und hier eine erschlossene Fläche fernab von Wohnbebauung zur Verfügung steht – sehr deutliche Fragen.
Die Anregungen der Bürger nehmen wir ernst. Wir wollen hören, wo die Probleme liegen ... sagt Inge Klaan dann weiter. Hören kann man das sehr leicht, z. B. besonders intensiv in der Sondershäuser Straße, Abzweig Riesleber Straße in Sundhausen - an den letzten Wohngrundstücken – 24 h rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche - auch an jedem anderen Ort im Ortsteil.
Man kann es auch sehr gut lesen im Internet – so zum Beispiel über die Probleme die kleinere Autohöfe weiter entfernt liegenden Orten bereiten, auch in Veröffentlichungen von Fachartikeln über langfristige gesundheitliche Folgen des Straßenverkehrs in der Nähe von Wohngebieten. Man konnte ähnliches aber auch in Niederorschel, auch in Breitenbach wahrnehmen. Unzufriedenheit ! In den beiden letzten Fällen erkannte man die Probleme der Anwohner schnell – nahm sie ernst, alternative Standorte wurden bzw. werden gewählt – und in Sundhausen ?
Sollte man wirklich ein letztes freies Stück Fläche – eine Art Pufferzone bis zur Autobahn opfern und auf eben dieser Fläche zusätzlich weiteren Verkehr noch näher vor einen Ort ziehen und konzentrieren in einer Dimension, die etwa einem Drittel der Ortsfläche entsprechen würde. Dieses, obwohl die Einwohner dazu ein schlichtes einfaches Nein gesagt haben – obwohl sie gar nicht nach ihrer Meinung gefragt wurden ? Sundhausen spürt sehr genau, wie mit dem Ort gegenwärtig umgegangen wird. Die übrigen eingemeindeten Orte dürften ebenfalls zu Kenntnis nehmen, was passiert. Einige Gemeinden im Südharz erwägen gegenwärtig Nordhausen beizutreten.
Die Bürgerinitiative Sundhausen lädt jeden Donnerstag um 18:30 Uhr zu einem an der Sundhäuser Kirche beginnendem Spaziergang zum geplanten Autohof-Standort ein.
Autor: nnz
Kommentare
liamka
21.09.2010, 09:41 Uhr
never ending story??? - und täglich grüßt das Murmeltier???
Ich finde diesen ständigen Erinnerungen an die "Protestkundgebungen" wirklich unnötig, darüber ist nun schon soviel geschrieben und diskutiert wurden, daß man der nnz beinahe ihre Neutralität absprechen könnte...
Sissi
21.09.2010, 10:36 Uhr
Gibt das denn gar kein Ende
Ist denn hier keiner in der Lage mal Klartext zu reden, und den Sundhäusern zu sagen, es wird der Autohof gebaut oder nicht. Wie lange sollen denn diese ewigen Diskussionen noch weiter gehen.
NDHler
21.09.2010, 13:08 Uhr
Die Bedenken sind gegen den Autohof sind einfach nur falsch!
Es sollte doch nun jeder wissen, dass der Autohof am Standort Sundhausen gebaut wird! Auch klar ist, dass bei vernünftiger Planung der Bebauung es tatsächlich zu einer LÄRMMINDERUNG des Autobahnlärms kommen kann! Und krank wird durch den Autohof auch niemand! Was soll also das ganze Theater hier jedes Mal?!
Ihr solltet eure Zeit eher damit verbringen um euch mit den Investor und der Stadt an einen Tisch zu setzen und gemeinsam die Bebauung zu besprechen. Dann könntet ihr auch direkt eure Bedenken einbringen!
Dort, wo Sondershäuser und Riesleber Straße aufeinandertreffen, soll eine Indoorhalle zum Klettern hin; für den nördlichen Rand plant Nutrilab ein Hotel sowie die Ein- und Ausfahrt. Die Kühlfahrzeuge sollen hinter eine Schallschutzwand auf dem Gelände. "Außerdem erwägen wir eine Station, an der sie ihre Kühlung per Strom aus der Steckdose sicherstellen können, um den Motor nicht laufen zu lassen." ....
Der Investor wirbt damit, jährlich einen sechsstelligen Betrag an Gewerbesteuer in die Stadtkasse zu spülen.
pumpnC
21.09.2010, 16:51 Uhr
Versprechen
Ein anderer Investor hat auch verprochen, ein Einkaufzentrum auf dem Pferdemarkt zu bauen. Was da daraus im geworden ist, muss ich an dieser Stelle ja nicht weiter ausführen :)
Was ich damit sagen will: Auf Versprechen eines Investors kann man nicht viel geben. Fakt ist aber, dass der Standort des AH im Kreuzungsbereich B4 und A38 der Idealste ist. Das müssen wohl auch die Sundhäuser einsehen. Das natürlich das Bebauungsgebiet etwas subotimal ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier, genau so wie die Dimension des Projektes.
Dies wäre eigentlich der einzige Punkt den es wirklich zu diskutieren gibt, und wie NDHler schon geschrieben hat, sollten sich die Sundhäuser langsam mit Investor und Stadt zusammensetzen um eine vernünftige und vor allem ökolgische Umsetzung des geplanten Autohofes voranzutreiben.
Übrigens finde ich die geplante Größe in der Tat mehr als überflüssig, denn zwischen Sangerhausen und Eisleben entsteht wie ich am letzten Wochenende endeckt habe bereits eine Raststätte. Hier sollte der Investor sein Vorhaben wirklich überdenken, denn die A38 gehört nicht gerade zu den stark frequentierten Autobahnen, und ich denke das sich das mit dem Anschluss A71 bzw. A72 nicht übermäßig ändern wird.
brixan
21.09.2010, 17:30 Uhr
Die Kommentare müssen sein!
Komisch finde ich nur, das die Leute den
Autohof haben möchten, die nicht mal in der
Nähe wohnen! Außerdem,NDHler, bald sind Wahlen, und jetzt und hier beginnt der Wahlkampf.
Totofino
21.09.2010, 18:32 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Keine Verweise auf TA
-Insider-
21.09.2010, 19:27 Uhr
mich
stört an dieser diskusion am meisten, dass die sundhäuser nicht verhandlungsbereit sind...für sie heißt es schlicht nein...und dabei bleiben sie ohne wenn und aber. konsequent. nun, wenn die stadt genauso konsequent (besser sturköpfig) bleibt, dann wird der autohof da gebaut...und in diesem falle wünsche ich mir, dass die rathausspitze genauso konsequent ist wie die sundhäuser.
NDHler
21.09.2010, 21:42 Uhr
@brixan, Wahlkampf????
Wer auch immer der oder die neue OB von Nordhausen wird, der- oder diejenige wird sicher nicht das Projekt Autohof nach Bleicherode tragen und dort die Steuereinnahmen freundlich übergeben. Dann nämlich verdient der Kandidat von vornherein das Prädikat ungeeignet! Fällt Ihnen nicht auf, dass sich nicht mal die LINKEN gegen das Projekt äußern?! Die sind doch sonst immer gegen alles….
Denken Sie mal nach! Der Autohof gehört dorthin, nicht in der geplanten Größe, da stimme ich zu. Aber um das zu verhindern müsst ihr auf das Projekt Einfluss nehmen und mit gestalten! Schaut euch doch mal die vorhandenen Fakten an, der Autohof wird dem Standort Sundhausen nicht schaden.
Nehmt euch mal das Thema mit dem Lärmschutz durch neu gebaute Gebäude an, da ist echt was dann. Habt ihr keinen Architekten in Sundhausen, oder sucht euch mal jemanden der sich mit sowas auskennt. Ihr könnt das positiv nutzen! Ein Großteil des Autobahnlärms, und der wird sicher in Zukunft mehr, können die neuen Gebäude schlucken. Die können dann als Lärmschutz dienen. Ihr müsst nur mal anfangen umzudenken!
Totofino
22.09.2010, 08:17 Uhr
Fachlich inkompetent
Die Herren Hasebrink haben in der letzten Woche wieder einmal bewiesen, dass Sie fachlich inkompetent sind, indem sie behauptet haben, dass ein AH Bleicherode nicht möglich sei, da er auf der BAB nicht ausgeschildert würde, weil er 700 m entfernt liegt, Die Verwaltungsvorschrift des Bundesministeriums für Verkehr legt höchstens 1000 m fest.
Dieser Sachverhalt ist uns als BI bekannt, obwohl wir uns erst 2 Monate in unserer Freizeit mit dem Thema AH beschäftigen. In dieses Bild bei den Herren H. passt auch, dass der AH völlig überdimensioniert ist, also eine Fehlplanung darstellt. Die Herren H. wollen sich angeblich schon 12 (!) Jahre mit dem Thema AH beschäftigt haben. Ihnen fachlich zu vertrauen, könnte gefährlich sein.
Übrigens steht in der VwV auch, dass die Anfahrt zum AH unter Berücksichtigung der Anliegerinteressen Dritter geeignet sein muss, ein Bau in Sundhausen würde also gegen diese VwV verstoßen, da diese Anlieger die Sundhäuser sind.
Im Stadtrat Nordhausen ist übrigens noch nichts entschieden, unsere Stadträte werden in nächster Zeit einen Abwägungsbeschluss fassen zum Thema AH und ich denke, sie werden verantwortungsbewusst entscheiden.
Wer über die Zinnen der Stadtmauer NDH’s hinaus denkt, wird erkennen, dass ein Bau in Bleicherode mehr Arbeitsplätze für die Region bedeutet, da dort der Anfang für die Besiedlung eines Gewerbegebietes gemacht würde, ob das unbedingt mit den Herren Hasebrink und Fastfood geschehen muss, steht im Land der Rostbratwürste und Rostbrätel auf einem ganz anderen Blatt, man kann den Verantwortlichen in Bleicherode nur viel Glück zum Gelingen wünschen.
Noch kurz ein Wort zu diesem Forum, jeder kann seine Meinung hier äußern, ob Pro oder Kontra, wir können froh sein, hier in unserer Region so eine Möglichkeit zu haben.
MfG
PS : Es wird von Seiten der Sundhäuser erst Ruhe sein, wenn der AH vom Tisch ist
Retupmoc
22.09.2010, 08:21 Uhr
Kürzen wir es doch ab...
Die Stadt sollte den Investor den Autohof bei Sundhausen bauen lassen. Die LKW - Fahrer müssen sich halt ausruhen. Und was essen. Kein Thema !
Aber nur das wird genehmigt, was dafür notwendig ist. Also: Wozu brauchen LKW - Fahrer eine Kletterhalle? Wozu brauchen LKW - Fahrer ein Erotic - Center ? Die Stadt sollte dem Investor diesen Schnickschnack verbieten und aus ist die Maus. Dann baut der von sich aus woanders.
PS:
Gestern befuhr ich die A 38 aus Richtung Eisleben nach Nordhausen. Dabei wurde ich 7 x wegen eines Elefantenrennens aufgehalten. Halt das ist gelogen , nur sechsmal. Einmal war ein Brummi dabei, der einen PKW überholen wollte, was der sich natürlich nicht gefallen lassen hat. Von den Brummis die die Rennen machten waren 3 x Holländer, 2 x Polen und je ein Italiener und ein Deutscher.
Nur mal zum Nachdenken...
mussmalsagen
22.09.2010, 23:28 Uhr
, dass die Verkleinerung eine listige Hintertür ist
Natürlich scheint jedem der Kompromiss einer Verkleinerung des Autohofes oberflächlich sinnvoll. Wenn man aber weiß, dass nach dessen Genehmigung JEDERZEIT ohne demokratische Entscheidungsfindung die Fläche "später" vergrößert werden kann, also am Ende doch bis an den Ortsrand reichen kann, wird man schon vorsichtiger mit der Zustimmung zum Kompromiss(t).
Außerdem sind die Versprechen von indoor-Kletterwand usw. auch nur Versprechen und in keiner Weise wie die gesamte bisherige Planung von Gewerben und Aufteilungen auf der Fläche verbindlich, denn der Projektentwickler hat von der Stadt keinerlei Einschränkungen erfahren- im Gegensatz zum Bürgermeister von Bleicherode, der sich eindeutig gegen Rotlicht in seinem Gebiet ausgesprochen hat.
Im übrigen, lieber NDHler,
kann ich mir nicht vorstellen, dass die Leute der Bürgerinitiative in Sundhausen etwas gegen eine konstruktive Mitarbeit Ihrerseits einzuwenden hat.
Aber dazu müssten Sie ja aus Ihrer Anonymität hier heraus kommen, und dann auch noch Sachkompetenz beweisen-gehen Sie doch mal hin! Und wenn Sie bloß auf der Suche nach einem (bald) günstigen Eigenheim in ökologisch vorbildlicher und extrem beruhigter Lage sind...
Retupmoc
23.09.2010, 07:59 Uhr
Bürgermeistertausch
Wenn das so stimmt das sich der Bürgermeister von Bleicherode gegen das Rotlicht ausgesprochen hat...
vielleicht sollte man diesen klugen Menschen auch in Nordhausen einsetzen? Warum ist Frau Rinke eigentlich dafür?
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