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Fr, 11:23 Uhr
17.09.2010

nnz-Betrachtung: Die alte Stadt

Die Nordhäuser Altstadt - sie bewegt die Gemüter der Menschen in Nordhausen. Zumindest die, die ihr verbunden sind. Aus Interesse historischer Art, aus einem Heimatgefühl heraus oder aus geschäftlichem Interesse. Welche Zukunft aber hat die Altstadt in Nordhausen wirklich?


Im Jahr 2008 wohnten in der Nordhäuser Altstadt rund drei Prozent aller Nordhäuser. Das waren weniger als fünf Jahre davor. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass die Gruppe der 20 bis 64jährigen innerhalb der Altstadtbevölkerung dominiert. Mit anderen Worten: Es fehlen die Alten und die Kinder. Das hat sicher seinen Grund, den vermutlich Wissenschaftler kennen. Aber selbst für den Laien wird deutlich: Diese Areal von Nordhausen ist kein "Heim" für Kinder und keine Zuhause für Senioren.

Das alles und noch viel mehr ist nachzulesen im Sachstandsbericht der Nordhäuser Stadtverwaltung, den wir mit diesem Beitrag als PDF zum Download bereitstellen. Zum Sachstand gehört aber auch (siehe nnz-Archiv), das es 150 unbewohnte Grundstücke gibt. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass immer mehr Geschäfte die Altstadt verlassen. Dazu gehört auch, dass immer mehr Wohnungen leer stehen.

Eigentum verpflichtet (Foto: nnz) Eigentum verpflichtet (Foto: nnz)
Eigentum soll verpflichten: So sah es in dem Gebäude in der Kranichstraße aus

Und dazu gehört auch das Heranziehen von Marktgesetzen, denn wir befinden uns seit 20 Jahren in der Marktwirtschaft, obwohl das in 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends für Grundstücksbesitzer in der Altstadt eher nach Kommunismus aussah. Da wurden Millionen und aber Millionen von D-Mark an Fördergeldern, zinsverbilligten Krediten, Sanierungen der Infrastruktur oder kuriosen Stellplatzabgaben hineingepumpt. Das Ergebnis - die Zahl der Bewohner schoss nach oben. Vermutlich aber auch nur, weil sanierter Wohnraum damals noch äußerst knapp war.

Hätte es in jener Zeit nicht die staatlich verordnete Unterstützung gegeben, wer weiß, wie sich das Areal entlang der Barfüßerstraße heute darstellen würde? Und heute: da wird wieder beklagt, dass die öffentliche Hand zu wenig tut für den Erhalt der historischen Bausubstanz und es wird vergessen, was bislang getan wurde. Fakt ist: Die öffentliche Hand kann sich nicht ausschließlich um verfallene Häuser kümmern, die sich in privaten Händen befinden. Eigentum ist nicht nur ein hohes Gut, Eigentum verpflichtet. Doch, wo sich Eigentum nicht vermarkten lässt, da verkommt es. Ein Blick in die Altstadt macht das deutlich.

Eigentum verpflichtet (Foto: nnz) Eigentum verpflichtet (Foto: nnz)

Immer mehr Investoren winken ab, sie bauen lieber auf der Grünen Wiese oder in Nordhausen Ost und Nord. Warum wohl? In der Altstadt lässt sich keine Rendite erzielen und viele Menschen wollen eben nicht in verwinkelten Gassen, in Häusern mit seltenen Bohlenstuben oder engen Fenstern wohnen. Sie wollen ihren Kindern Bewegungsfreiheit und Licht geben. Wenn Investoren kein Interesse haben, dann hat das seinen Grund. Der liegt nicht nur an eventuellen Fehlern in der Stadtentwicklung in Nordhausen, die im Grunde genommen unheimlich schwierig ist. Das liegt einfach in der Tatsache begründet, dass die Altstadt in Nordhausen nur ein Rudiment ist, dass die verheerenden Apriltage des Jahres 1945 und der sich anschließende Sozialismus übriggelassen haben.

Und wenn jetzt irgendwann der Blasiikirchplatz bebaut werden soll, wenn da zusätzliche Geschäfte etabliert werden sollen, dann stelle ich die Frage, warum sollen die Kunden dann noch in die Altstadt, selbst wenn es kein Einkaufszentrum am Pferdemarkt geben sollte? Letztlich aber stellt sich eine weitere Frage: Was machen mit diesem Areal der Rolandstadt, in dem noch drei Prozent der Nordhäuser leben? Hier muss es eine Antwort geben. Darum haben sich die Verantwortlichen und auch Altstädter selbst im Grunde immer gedrückt. Seit fast zwei Jahrzehnten.

Auch gestern wurde jene Schwierigkeit deutlich, diese Frage zu beantworten, als während des Bürger- oder Stadtgesprächs Kritik am Abriss eines Hauses in der Kranichstraße laut wurde. Warum kaufen diejenigen, die sich dort und in den Medien positionieren nicht einfach aus Liebe zur Altstadt ein Haus, sanieren es, ziehen dort ein oder vermieten die so geschaffenen Wohnungen? Warum ist zum Beispiel einer der Protagonisten der historischen Bausubstanz mit seinem Atelier aus der Altstadt in die Stolberger Straße gezogen? Dafür gibt es sicherlich Gründe, die alle nachvollziehbar sind.

Ich will auch, dass die Altstadt erhalten bleibt, obwohl ich als Nicht-Ur-Nordhäuser vermutlich nicht das angeborene Gefühl für diesen Flecken habe. Vielleicht verschafft mir diese Lebenssituation gerade einen Teil an notwendiger Distanz. Ich wünsche mir in erster Linie, dass sich die Öffentliche Hand um das Gemeinwohl der gesamten Stadt kümmert, dass die Straßen in Ordnung sind, das Schulen den Anforderungen einer modernen Bildung entsprechen, dass die Straßenbahn weiterhin fährt, dass ich ins Theater gehen kann, das die Versorgung mit Wasser oder Energie und Gesundheit in kommunalen Händen bleibt, dass ich zum Einkaufen nicht immer unbedingt nach Leipzig fahren muss und: das ich mich in - mittlerweile - meinem Nordhausen wohl fühle. Nicht nur in der Altstadt.

Soviel Egoismus - oder andersrum: so viel Sinn fürs Gemeinswesen, also auch für die anderen wichtigen Belange, die eine Kommune nicht aus den Augen verlieren sollte - kann, darf und muss schon sein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
altmeister
17.09.2010, 12:15 Uhr
Schade!
Hallo Herr Greiner, schade, dass Sie solch eine Meinung zur Altstadt haben!

Wenn Sie bedenken, dass auch auf der grünen Wiese mit staatlichen Fördermitteln gebaut wird, kann eine Altstadtsanierung nicht wirtschaftlich sein!
Das ist das Problem welches einer schöneren Altstadt entgegensteht!

Im Altstadtbereich werden Auflagen und Vorschriften gemacht, die Finanzierung dieser ist aber Sache des Eigentümers., die Zeiten der Förderung sind schon lange vorbei!

Dass die strengen energetischen Auflagen bei einer Sanierung auch zu beachten sind, was nur mit einem immens höherem Aufwand zu errreichen ist, wird komplett vergessen.

Schade auch, dass Sie anscheinend den Standpunkt vertreten, dass wir auch ganz gut OHNE Altstadt leben könnten, ein Rudiment muß ja nicht am Leben erhalten werden! Es ist doch schlimm genug, dass zu DDR-Zeiten nur der Grundsatz galt, dass alles Alte weggehört und nur die Platte Zukunft hat!

Wieviel unserer Identität soll noch verloren gehen?
Auch der Blasiikirchplatz wird ein weiteres Beispiel der verfehlten Planungen unserer Verwaltung in Nordhausen sein, wie schon so viel Anderes.
Markus Veit
17.09.2010, 21:06 Uhr
Sehr geehrter Herr Greiner,
Sehr geehrter Herr Greiner,

da Sie mich zwar nicht namentlich, aber mittels Umschreibung in Ihrem Artikel bedacht haben, hier ein paar Informationen zu unserem Wegzug aus der Altstadt. Die gehen zwar keinen etwas an, aber wenn Sie uns schon öffentlich erwähnen, so wollen wir auch Stellung dazu beziehen, warum wir unseren Familienbetrieb aus der Altstadt verlagert haben.

1. Waren wir mit unserem Fotoatelier nur Mieter in der Waisenstraße und nicht Eigentümer des Hauses.
2. War inzwischen der Bedarf größerer Geschäftsräume entstanden.
3. Wollten wir Wohnsitz und Geschäft in einem Haus unterbringen
4. Wollten wir keine Geschäftsräume mehr mieten.
5. Haben wir 3 Jahre vergeblich nach einer passenden Immobilie in der Altstadt gesucht.

Ungeklärte Besitzverhältnisse, Spekulanten und überzogen Quadratmeterpreise (auch bei städtischen Grundstücken) sind Ursachen dafür. Wir wollten im Grimmel ein Grundstück, wir wollten in der Bäckerstraße ein Grundstück, wir wollten in der Barfüßerstraße ein Grundstück und wir wollten am Blasiikirchplatz ein Grundstück.

Wir wurden von Herrn Manolow aus dem Bauamt weggeschickt, weil sich in diesen Gebieten angeblich vorerst nichts täte. Im Grimmel z. B. in den mindestens in den nächsten 5 Jahren nicht. Noch dazu verlangt die Stadt eine Stellplatzauslöse für nicht vorhandene Parkplätze auf den Grundstücken von je 7000 Euro. Wenn diese bezahlt sind, hat man aber noch lange kein Anrecht auf einen Stellplatz, sondern es ist eine Vergütung dafür, dass man den öffentlichen Straßenraum mit seinem Pkw belastet, sofern man einen Parkplatz findet. Dies ist der Hauptgrund, warum Bauherren von Immobilien in der Altstadt wieder abspringen.

Ihre Fotos vom Inneren des Hauses Kranichstraße 15 sind sehr beeindruckend, jedoch lässt ein durchgefaulter Balken noch kein Haus einstürzen, geschweige denn heraus gebrochene Deckenfelder (letztere haben keine statische Funktion). Uns ging es bei dem betreffenden Haus vielmehr darum, warum nicht die Bauplastiken demontiert worden sind, um sie anderen Bauherren in der Altstadt zur Wiederverwendung anzubieten. Diese Vorgehensweise ist in anderen Städten gängige Praxis.

Unser Haus in der Stolberger Straße sah innen ähnlich aus. Wir haben in den letzten fünf Jahren zwei alte Fachwerkhäuser, eines Baujahr 1684 das andere 1874 stilistisch gerecht und mit weitgehend ökologischen Baustoffen saniert, viel davon in Eigenleistung. Wir haben mit der Restaurierung und Rekonstruktion der Fassade unseres Hauses in der Stolberger Straße 5 weit über das übliche Maß hinaus, finanziellen und zeitlichen Aufwand betrieben, um der Stolberger Straße ein weiteres schönes Haus hinzuzufügen. Die Fassade haben wir nicht nur für uns gemacht, sondern auch für das Stadtbild. Wir wissen sehr wohl, was es heißt eine völlig verlotterte Ruine zu übernehmen und wieder in Schwung zu bringen.

Im übrigen wollen sehr viele Leute in die Altstadt ziehen, nur ist der Wohnraum dort zu knapp und ein Teil der Mietimmobilien nach 15 Jahren Sanierung nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Jungen Leute wollen heute eine Glasduschkabine, ein Hänge-WC und Laminat in den Wohnungen haben. Diese Ausstattung ist bei vielen Wohnungen noch nicht der Fall.

Leider haben Sie offenbar nicht verstanden, warum die Altstadt wirklich krankt. In die Altstadt zieht, wer kleine winklige Gassen will, wer alte romantische Häuser mag, wer kleine Kaffees und Geschäfte direkt vor der Haustür schätzt. Leider ist dies in unserer Altstadt zu wenig der Fall und deshalb investiert dort auch kaum jemand. Und dass viel zu viele bereits genug Distanz zu unserer Altstadt haben, ist sicherlich eben der Grund, warum sie so ist wie sie ist. Leider!

Mit freundlichen Grüßen
Familie Veit
Luftikus
18.09.2010, 09:10 Uhr
Altstadt Tor zum Ruinenviertel
Lieber Herr Greiner, da haben Sie den Nerv getroffen und sich für die zahlreichen Architekten eingesetzt, die finanziell die Mittel hätten ein Haus in der Altstadt zu sanieren, gerade auch wenn man viele öffentliche Aufträge abfasst und so ein Zeichen hätten setzen können. Aber man will ja heute weit und geräumig wohnen. Anderseits gab es schon Investitionen in der Altstadt (Schärfgasse) die gleich so groß waren, dass mehr Schaden angerichtet wurde, als Nutzen.

Ich selbst hatte auch schon vor Jahren versucht, Gebäude in der Altstadt zu erwerben. Aber manch Eigentümer denkt er hat da ein millionenschwere Objekt am Haken, das er ja nun nicht einfach weggeben kann. Siehe auch im Altentor, direkt am ehemaligen Mühlgraben das große Objekt.

Herr Veit hat durch seinen Umzog eine Bruchbude in der Stolli zum neuen Leben erweckt, was die ganze Ecke neu aufwertet. Das er hier für weniger Geld ein neues Haus hätte bauen können, brauch man keinen erzählen der ein Haus besitzt.

Von städtischer Seite versenkt man lieber Millionen in der Flohburg, anstatt evtl. verschiedene alte Grundstücke zu sanieren. Es reicht ja schon, wenn man im NNZ Archiv nachsieht, wie oft in den letzten fünfzehn Jahren die Flohburg saniert und saniert hat.

Ich will die Ausgaben, die immer im hundert Tausenden Bereich lagen, gar nicht zusammen rechnen.

Ich denke die Änderung des Denkmalschutzgesetzes kommt der Stadt ganz recht. So kann man in ein paar Jahren mit der Planierraupe einmal quer durch die Altstadt fahren, und unsere altbekannten Architekten, welche ja immer die selben sind, bekommen wieder einen Auftrag zum Bau von Großräumigen Wohnhäusern, die natürlich keine Reihenhäuser sind, da ja jeder Häuslebauer seine eigene Grundstückszufahrt möchte und ja Platz braucht, damit die Kinder schön spielen können.

Momentan würde ich bei solchen Plänen den Blasiikirchplatz Tor zum Ruinenviertel nennen!
-Insider-
19.09.2010, 00:13 Uhr
als
gebürtiger nordhäuser muss ich herrn greiner zustimmen. die altstadt ist ein fass ohne boden. und wenn luntemann hier ironischer weise von der planierraupe spricht, so würde ich sie gerne in der altstadt sehen. die alten verfallenen gemäuer endlich abreissen (erinnerungen, romantische gebäude oder denkmalwürdige bruchhütten) und platz schaffen für neue dezente (!!!!) wohnviertel. dann gerne auch mit einem cafe, einem kleinen lädchen...das fände ich attraktiv und würde mich auch reizen dorthin zu ziehen.

zentral - aber doch eine gegend für sich ;)
Georg66
19.09.2010, 10:25 Uhr
Denkmal
Wer will sich denn heutzutage mit so einem Denkmal belasten. Mit dem Nachbarn Wand an Wand, je nach Standort wenig Sonne in der Stube und kein Platz für das Auto. Dafür aber teuere Auflagen des Denkmalschutzes. Geschichte hin oder her.

Wer selber mal die Ehre hatte in so einem Denkmal zu wohnen, den zieht es bald wieder in einem mit Licht durchfluteten Neubau mit dem Auto vor der Tür und grünen Umfeld. Man sollte sich mal NDH vor 1945 vorstellen. Enge und dunkle Gassen, kaum Möglichkeiten zum Parken.

Da würde so mancher Arbeitnehmer, welcher mobil sein soll, bald das Handtuch werfen. Dafür aber wiederum die Altstadttouristen, auf die so mancher hier spielend verzichten kann.
Schönen Sonntag noch!
h3631
19.09.2010, 18:33 Uhr
Was ist Ihre Meinung nach Herr Veits Darstellung?
Sehr geehrter Herr Greiner, lesen Sie sich mal die Darstellung von Herr Veit richtig durch und schreiben Sie, was er nach Ihrer Auffassung falsch gemacht hat. Insider, kleiner Tipp, fahren Sie mal nach Duderstadt oder nach Quedlinburg.

Schauen Sie sich die Altstadt an und machen sich Ihre Gedanken, warum es in Nordhausen angeblich keine attraktiven Wohnungen werden können. Warum aber in diesen Städten.? Bei überzogenen Quadratmeterpreisen, auch bei städtischen Grundstücken, löst sich der Nichtkauf von selbst. Ob es gewollt ist?
wir4
23.09.2010, 10:47 Uhr
Alles alte muss weg !!!
Wir zitieren hier einen Teil des Kommentares unseres Vorgängers, "Es ist doch schlimm genug, dass zu DDR-Zeiten nur der Grundsatz galt, dass alles Alte weggehört".

Und in unseren Zeiten wird ja immer wieder gerne ausgesprochen das nicht alles schlecht war, so auch dieser Spruch. Wir beziehen diesen in dem Fall aber auf unsere hochgelobten Stadtväter und Planer.
es wird Zeit zu erkennen und sich einzugestehen das man in den letzten 15 Jahren die Altstadt immer wieder mit billigen Floskeln vernachlässigt hat.

Leider spiegelt sich in den Kommunen die Politik der großen "Volksparteien" wieder die doch gerne behaupten für uns zu entscheiden aber ge- und befragt dazu wird man nicht warum auch ? würden dann wahrscheinlich die eigenen Interessen gefährdet.

Wir könnten an dieser Stelle mehr wie 10 Interessierte aufzählen die ohne hohen Bürokratischen Aufwand mit Liebe zur Stadt und seiner Substanz sich die Mühe gemacht hätten das ein oder andere erhaltenwerte Objekt in Eigenleistung zu sanieren.

Wir wünschen jedem "Volksnahen" Vertreter eine Bauchlandung mit seinen privaten Arrangements, um sich endlich seiner Herkunft und Verantwortung zu besinnen.
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