Do, 16:37 Uhr
16.09.2010
Umgeschaut
Anja Siegesmund ist seit dem vergangenen Jahr die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Thüringer Landtag. Die 33jährige will nun Land und Leute kennen lernen. Heute war sie in Nordhausen zu Gast...
Siegesmund in Nordhausen (Foto: nnz)
Die Frau besuchte das Nordhäuser Theater, das Humboldt-Gymnasium, das Weltladen-Café und die Pro Vita Akademie. Hier wurde denn auch eine Pressekonferenz abgehalten. Zuvor schilderte Pro-Vita-Direktorin Uta Triebel die Probleme, die sich aus der zurück zu fahrenden Finanzierung von nicht-staatlichen, den so genannten freien Schulen ergeben würden. Sie berichtete aber auch von der hohen Qualität der Ausbildung in Nordhausen und einer daraus resultierenden Vermittlungsquote von 100 Prozent. Ausbildung made in Nordhausen sei bis nach Abu Dhabi gefragt.
Doch zurück zum bündnisgrünen Besuch. Bildung und Kultur – so war die Stippvisite überschrieben. Beeindruckend sei der Besuch im Theater gewesen, hier platzte die dreifache Mutter in eine Opernprobe. Anja Siegesmund zeigte sich begeistert vom Stellenwert des Theaters innerhalb der Stadt, bei den Bürgern und plädierte für die Erhöhung der Finanzierung seitens des Landes.
Im Humboldt-Gymnasium, das gestern einen Kooperationsvertrag mit dem Theater unterzeichnet hatte, wurde die Fraktionsvorsitzende mit den Problemen der Lehrer-Einstellung und dem forcierten Modell einer Gemeinschaftsschule.
Nun kann ja selbst eine Grünen-Politikerin viele Eindrücke oder Sorgen mit nach Erfurt nehmen, doch letztlich scheitern alle Vorschläge an der Tatsache, dass Bündnis90/Grüne auf der Oppositionsbank sitzen. Das weiß auch Gisela Hartmann, für die Kultur und Bildung in Nordhausen weiter aufgewertet werden soll. Für sie sind das zwei unabdingbare Standortfaktoren.
Gespart werden soll bei den Grünen natürlich auch. Nicht in den Zukunftsbereichen Bildung und Kultur, sondern bei Beton oder in den Personalstrukturen der einzelnen Ministerien, auch im Kultusministerium. Konkret muss bei Bau- und Verkehrsprojekten gespart werden. So kann durchaus im Wirtschaftsministerium hinterfragt werden, warum eine Studie in Höhe von einer Million Euro bei einer Unternehmensberatung in Auftrag gegeben wurde, statt den Wissenspool von Hochschulen und Universitäten zu nutzen.
Autor: nnz
Siegesmund in Nordhausen (Foto: nnz)
Die Frau besuchte das Nordhäuser Theater, das Humboldt-Gymnasium, das Weltladen-Café und die Pro Vita Akademie. Hier wurde denn auch eine Pressekonferenz abgehalten. Zuvor schilderte Pro-Vita-Direktorin Uta Triebel die Probleme, die sich aus der zurück zu fahrenden Finanzierung von nicht-staatlichen, den so genannten freien Schulen ergeben würden. Sie berichtete aber auch von der hohen Qualität der Ausbildung in Nordhausen und einer daraus resultierenden Vermittlungsquote von 100 Prozent. Ausbildung made in Nordhausen sei bis nach Abu Dhabi gefragt.Doch zurück zum bündnisgrünen Besuch. Bildung und Kultur – so war die Stippvisite überschrieben. Beeindruckend sei der Besuch im Theater gewesen, hier platzte die dreifache Mutter in eine Opernprobe. Anja Siegesmund zeigte sich begeistert vom Stellenwert des Theaters innerhalb der Stadt, bei den Bürgern und plädierte für die Erhöhung der Finanzierung seitens des Landes.
Im Humboldt-Gymnasium, das gestern einen Kooperationsvertrag mit dem Theater unterzeichnet hatte, wurde die Fraktionsvorsitzende mit den Problemen der Lehrer-Einstellung und dem forcierten Modell einer Gemeinschaftsschule.
Nun kann ja selbst eine Grünen-Politikerin viele Eindrücke oder Sorgen mit nach Erfurt nehmen, doch letztlich scheitern alle Vorschläge an der Tatsache, dass Bündnis90/Grüne auf der Oppositionsbank sitzen. Das weiß auch Gisela Hartmann, für die Kultur und Bildung in Nordhausen weiter aufgewertet werden soll. Für sie sind das zwei unabdingbare Standortfaktoren.
Gespart werden soll bei den Grünen natürlich auch. Nicht in den Zukunftsbereichen Bildung und Kultur, sondern bei Beton oder in den Personalstrukturen der einzelnen Ministerien, auch im Kultusministerium. Konkret muss bei Bau- und Verkehrsprojekten gespart werden. So kann durchaus im Wirtschaftsministerium hinterfragt werden, warum eine Studie in Höhe von einer Million Euro bei einer Unternehmensberatung in Auftrag gegeben wurde, statt den Wissenspool von Hochschulen und Universitäten zu nutzen.

