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Mi, 07:10 Uhr
15.09.2010

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Er ist auf den ersten Blick nicht sehr auffällig, mittelgroß und eher unscheinbar. Aber seine Spuren und Werke sind umso beachtenswerter. Viele Nordhäuser kennen ihn und reagieren auf den Namen mit: „Ach ja, der...“ oder „Ja, das ist doch der...“. Diese Woche nun feiert er, ein Großer des Sports, seinen 50. Geburtstag. Die Rede ist von Frank Pelny.

Herzlichen Glückwunsch (Foto: S. Schröter) Herzlichen Glückwunsch (Foto: S. Schröter)

Eine lange Liste, alle seine Verdienste aufzuzählen. Er ist Mitbegründer, Haupttrainer und 1. Vorsitzender des Karate-Do-Kwai Nordhausen e. V., Europaverantwortlicher für das Ryukyû-Kobudô-Tesshinkan, Stilrichtungswart des Thüringer Karateverbandes, A-Trainer des Karate, Autor vieler Fachbücher, Mitwirkender in verschiedenen Fachfilmen, Träger mehrerer Meistergraduierungen in 6! Kampfkünsten, Mitbegründer des Selbstverteidigungssystems SaCO, 3-facher Deutscher Meister im Kobudo (und viele weitere 2. und 3. Plätze in verschiedenen Kampfsportarten) und hat selbst bei einer Weltmeisterschaft auf Okinawa/Japan schon den 5. Platz erreicht. Und das ist nur ein unvollständiger Auszug, der ihm nicht ganz gerecht wird. Es entlockt ein Schmunzeln, zu hören, wenn seine jüngeren Schüler die lustigen „Fakten“ von Chuck Norris auf ihn umdichten: 'Herr Pelny zählt vor jedem Training bis unendlich – 2 mal'. Doch viel bemerkenswerter ist es, wenn sich nach einer seiner Trainingseinheiten gestandene Karatemeister zuraunen, ihm lieber nicht im Dunkeln begegnen zu wollen.

Dabei war zumindest in der Schule das Fach Sport nicht unbedingt seine Leidenschaft. Erst mit 14 Jahren begann er Judo zu trainieren. Mit 18 Jahren stellte er den Kreisrekord von 32 Klimmzügen auf. Seine Kampfkunstkarriere lief weiter über den Militärischen Nahkampf der DDR, bei dem er als erster die höchste zu vergebene Graduierung erreichte, das Nordkoreanische Gjogsul bis hin zum Karate, welches erst belächelt, dann aber 1989 auch in der damaligen DDR offiziell als Sportart anerkannt wurde. Im Kobudo, dem Karate mit Waffen, hat er schon viele Stile geübt und gelehrt. Ein effektives Selbstverteidigungssystem, für Jedermann anwendbar (SaCO), hat er selbst mitentwickelt; und arbeitet immer noch beständig daran, es weiter zu verbessern. Geschickt kombinierte er Elemente aus Karate und Aerobic, schrieb ein Buch darüber und etablierte entsprechende Trainingsgruppen im Verein.

Trotz allem macht er nicht viel Gerede darum. In seiner Bescheidenheit „vergisst“ er jedes Jahr, seinen eigenen auf die Geburtstagsliste zu setzen, die im Verein aushängt. Und auch am 50. Geburtstag selbst steht er im Dojo und trainiert mit den verschiedenen Gruppen. Doch das hatte auch ein Gutes: die Gratulanten wussten ganz genau, wo sie ihn finden konnten und bereiteten ihm daher eine schöne Überraschung. Heimlich trafen sie sich und marschierten, mit feierlicher Musik unterlegt, ins Dojo und ehrten ihren Sensei, Chef, Lehrer, Trainer und Freund. Nach schier endlosen Glückwünschen konnte Frank Pelny dann endlich seine Geschenke auspacken. Allerdings mussten die meisten Geburtstagsgäste danach die Halle wieder verlassen – schließlich standen noch zwei weitere Trainingsgruppen auf dem Plan.

Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen e.V. ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining in den Sportarten Karate, Kobudô, Selbstverteidigung, Qi-Gong und Karate Aerobic oder für die 4-6 jährigen Ninja-Kids an. Nähere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.karate-nordhausen.de bzw. unter Tel.: (03631) 60 47 36.
Sven Schröter
Autor: nnz

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