Di, 23:01 Uhr
16.01.2001
Geldräuber geschnappt: Razzia in Lange Straße "Nr. Sex"
Nordhausen (nnz). Es war schon merkwürdig, was am Vormittag in der Langen Straße in Nordhausen abging. Vor der etwas besonderen Adresse "Nr. Sex" war ein Großaufgebot der Polizei stationiert. Keine Angst, die Beamten frönten hier nicht ihrer Mittagspause. Sie waren voll im Einsatz, waren nämlich Bankräubern auf der Spur. Die hatten sie eigentlich schon vorher dingfest gemacht, in Roßla und Nordhausen. Die vier Männer aus dem Landkreis Nordhausen, dem Landkreis Eichsfeld und aus Suhl sollen für etliche Banküberfälle verantwortlich sein.
Die eigentlich heiße Spur führte die Ermittler zu einem noblen Mercedes. Der wurde am Vormittag aufgespürt. Die Aktion von Sonderkräften der Polizei war vermutlich so geheim, daß sie selbst der Pressestelle der Nordhäuser Polizeidirektion nicht bekannt war. Erster nnz-Anruf am Mittag in der Direktion. Konfrontiert mit den Ereignissen in der Lange Straße hieß die Antwort: "Da ist nichts!" Also doch etwa Mittagspause im Vogelnest? Mehrere weitere Anrufe folgten, immer wieder die gleiche Antwort. Schließlich rückten die Pressefrauen der Polizei dann doch mit einer etwas zögerlichen Antwort raus. "Da wurde im Zusammenhang mit einem Bankraub gesucht, aber bitte nichts darüber veröffentlichen." Doch da hatten sie die Rechnung ohne ihre Kollegen in Merseburg gemacht, denn bereits kurz nach 16 Uhr flatterten die ersten Nachrichten in den Redaktionsstuben der Medien. Konkret hieß es da, daß die Beamten in den Fahrzeugen neben Einbruchswerkzeugen und modernen Schweißgeräten auch Skizzen vom Tatort und Bargeld in Höhe von 70.000 Mark fanden. Von der Vernehmung der mutmaßlichen Bankräuber erhoffen sich die Beamten auch Aufklärung darüber, ob möglicherweise weitere Einbrüche in Geldinstitute und Poststellen in Sachsen-Anhalt und Thüringen auf das Konto der Bande gehen.
Autor: nnzDie eigentlich heiße Spur führte die Ermittler zu einem noblen Mercedes. Der wurde am Vormittag aufgespürt. Die Aktion von Sonderkräften der Polizei war vermutlich so geheim, daß sie selbst der Pressestelle der Nordhäuser Polizeidirektion nicht bekannt war. Erster nnz-Anruf am Mittag in der Direktion. Konfrontiert mit den Ereignissen in der Lange Straße hieß die Antwort: "Da ist nichts!" Also doch etwa Mittagspause im Vogelnest? Mehrere weitere Anrufe folgten, immer wieder die gleiche Antwort. Schließlich rückten die Pressefrauen der Polizei dann doch mit einer etwas zögerlichen Antwort raus. "Da wurde im Zusammenhang mit einem Bankraub gesucht, aber bitte nichts darüber veröffentlichen." Doch da hatten sie die Rechnung ohne ihre Kollegen in Merseburg gemacht, denn bereits kurz nach 16 Uhr flatterten die ersten Nachrichten in den Redaktionsstuben der Medien. Konkret hieß es da, daß die Beamten in den Fahrzeugen neben Einbruchswerkzeugen und modernen Schweißgeräten auch Skizzen vom Tatort und Bargeld in Höhe von 70.000 Mark fanden. Von der Vernehmung der mutmaßlichen Bankräuber erhoffen sich die Beamten auch Aufklärung darüber, ob möglicherweise weitere Einbrüche in Geldinstitute und Poststellen in Sachsen-Anhalt und Thüringen auf das Konto der Bande gehen.

