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Do, 09:09 Uhr
20.02.2003

Pappeln müssen gefällt werden

Störend Nordhausen (nnz). Wenn Bäume sterben, dann ist das immer so eine Sache. Wenn von ihnen jedoch eine Gefahr ausgeht, dann kann oftmals nicht anders entschieden werden. Vor solch einer Entscheidung stand gestern der Nordhäuser Stadtrat.


Die Pappeln auf dem Hauptfriedhof sollen gefällt und gleichzeitig 48 Säulenhainbuchen als Ersatz gepflanzt werden. Das beschloss der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung. Dieser Entschluss fiel keineswegs leicht, ist aber zur Verkehrssicherung notwendig. Die Bäume befänden sich in einem sehr schlechten Zustand, erläuterte Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse. Der Bestand zeige starke Fäulnis und Hohlräume im gesamten Stammbereich und auch Wurzelbereich. Ursache dafür sei die Kappung der Pappeln in den 60er und 70er Jahren. Auf den Kappungsstellen hätten sich neue Kronen gebildet, die einen hohen Anteil an Totholz und Verlichtungserscheinungen aufwiesen. Auch die Höhe der Bäume, die im Durchschnitt 30 Meter beträgt, stelle ein erhebliches Risiko für die Friedhofsbesucher dar.

Die Säulenhainbuchen seien zum Zeitpunkt der Pflanzung bereits ca. 5 Meter hoch und sollen ebenfalls eine Allee bilden. Sie hätten eine Lebensdauer von 150 Jahren - die Pappeln dagegen nur 85 Jahre- und seien auch weniger anfällig gegenüber Schädlingsbefall und Bruch. Die Fällung der Pappeln sei unter Rücksichtnahme auf die Brutzeit der Vögel bis spätestens Ende März vorgesehen, so Beyse.
Autor: nnz

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