Di, 19:36 Uhr
18.02.2003
Drecksarbeit(er)
Nordhausen (nnz). Es war keine Schlammmschlacht, aber immerhin ging es um Drecksarbeit. Ob die nun in der Kreisverwaltung oder im Kreistag erledigt werden, soll das hat die nnz während der heutigen Sitzung des Kreistages nicht beantwortet bekommen...
Der Haushalt der Kreisverwaltung für das Jahr 2003 hat es in sich. Oder besser gesagt, er hat es nicht in sich. Ihm fehlen in der Abteilung Verwaltungshaushalt schlichtweg 2,7 Millionen Euro. Und da konnten sich die Kreistagsmitglieder heute denn auch anhören, welch' Meisterleitung die Verwaltung in den zurückliegenden Wochen erledigt hat. Sogar am Arbeitstisch des Landrates sollen die Fachbereichsleiter gesessen haben. Und so hatten sie im Schweiße ihres Angesichts denn das Defizit von einst 6,8 Millionen Euro auf eben diese 2,7 Millionen Euro verkleinert. Damit waren sie scheinbar am Ende ihrer Verwaltungskräfte angelangt. Denn den bescheidenen Rest, den soll jetzt der Kreistag erledigen.
Das kann nun der frisch gewählte Bürgermeister von Hohenstein, Martin Höche (CDU), überhaupt nicht verstehen. Keiner aus der Verwaltung will es sagen, aber alle wissen, wo eingespart werden kann. Die Drecksarbeit soll der Kreistag erledigen. Die Verwaltung habe gefälligst einen ausgeglichenen Entwurf vorzulegen. Was dann beschlossen werde und wo die Prioritäten gesetzt werden, sei schließlich eine politische Entscheidung.
Und dem Kreistag bei den Personalkosten einen um 900.000 Euro höheren Ansatz als im vergangenen Jahr anzubieten, das wäre schlicht und ergreifend eine Sauerei, war in der Pause zu hören. Zu hören war auch, dass der Finanzausschuß dem Landrat einen Brief geschickt und ihn darin aufgefordert hat, die 900.000 Euro im Personalbereich sofort einzusparen. Und zwar mit allen rechtlichen Mitteln. Zwar gab es in den zurückliegenden Jahren immer schon mal derartige Drohgebärden, doch jetzt wird's scheinbar ernst. Drecksarbeit ist angesagt. Ob da in der Verwaltung noch Zeit und Platz für eine kreative Haushaltsplanung ist, wie sie Thomas Pape (CDU) forderte, das bleibt abzuwarten.
Gespannt darf der Insider denn auch sein, wer die wirklich schlechten Nachrichten dann dem Volke verkündet. Gespart werden kann wirklich nur bei den freiwilligen Aufgaben.
Autor: nnzDer Haushalt der Kreisverwaltung für das Jahr 2003 hat es in sich. Oder besser gesagt, er hat es nicht in sich. Ihm fehlen in der Abteilung Verwaltungshaushalt schlichtweg 2,7 Millionen Euro. Und da konnten sich die Kreistagsmitglieder heute denn auch anhören, welch' Meisterleitung die Verwaltung in den zurückliegenden Wochen erledigt hat. Sogar am Arbeitstisch des Landrates sollen die Fachbereichsleiter gesessen haben. Und so hatten sie im Schweiße ihres Angesichts denn das Defizit von einst 6,8 Millionen Euro auf eben diese 2,7 Millionen Euro verkleinert. Damit waren sie scheinbar am Ende ihrer Verwaltungskräfte angelangt. Denn den bescheidenen Rest, den soll jetzt der Kreistag erledigen.
Das kann nun der frisch gewählte Bürgermeister von Hohenstein, Martin Höche (CDU), überhaupt nicht verstehen. Keiner aus der Verwaltung will es sagen, aber alle wissen, wo eingespart werden kann. Die Drecksarbeit soll der Kreistag erledigen. Die Verwaltung habe gefälligst einen ausgeglichenen Entwurf vorzulegen. Was dann beschlossen werde und wo die Prioritäten gesetzt werden, sei schließlich eine politische Entscheidung.
Und dem Kreistag bei den Personalkosten einen um 900.000 Euro höheren Ansatz als im vergangenen Jahr anzubieten, das wäre schlicht und ergreifend eine Sauerei, war in der Pause zu hören. Zu hören war auch, dass der Finanzausschuß dem Landrat einen Brief geschickt und ihn darin aufgefordert hat, die 900.000 Euro im Personalbereich sofort einzusparen. Und zwar mit allen rechtlichen Mitteln. Zwar gab es in den zurückliegenden Jahren immer schon mal derartige Drohgebärden, doch jetzt wird's scheinbar ernst. Drecksarbeit ist angesagt. Ob da in der Verwaltung noch Zeit und Platz für eine kreative Haushaltsplanung ist, wie sie Thomas Pape (CDU) forderte, das bleibt abzuwarten.
Gespannt darf der Insider denn auch sein, wer die wirklich schlechten Nachrichten dann dem Volke verkündet. Gespart werden kann wirklich nur bei den freiwilligen Aufgaben.

