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Mo, 13:56 Uhr
15.01.2001

Thomas Pape: Soziale Arbeit leistungsgerecht entlohnen

Nordhausen (nnz). Auch sozial agierende Unternehmen sollten sich aus dem Bundesangestelltentarif (BAT) verabschieden können. Diese Ansicht vertritt der Geschäftsführer des Jugendsozialwerkes Nordhausen, Thomas Pape, gegenüber der nnz. Das Jugendsozialwerk hatte bereits im vergangenen Jahr die bestehenden Verträge fristgerecht gekündigt (nnz berichtete). Der BAT sei mehr für die Bereiche der kommunalen Verwaltung zugeschnitten, eine leistungsgerechte Entlohnung der Mitarbeiter, so wie es Pape vorhat, sei für ihn kein Lohndumping. Natürlich sei es schwierig, Kriterien zu finden. Doch warum solle der Erfolg einer Schuldner- oder Erziehungsberatung, warum sollte die Belegung eines Heimes nicht Meßlatte für die Einschätzung der Arbeit der dort tätigen Mitarbeiter sein, fragt Pape. In mehreren sozialen Verbänden sei das Agieren mit Punkten oder Bewertungstabellen an der Tagesordnung. Außerdem ermögliche der BAT keine Differenzierung nach Leistung, sondern nur nach Lebensalter oder sozialer Stellung. "Für gleiche Arbeit und Leistung müsse es eine gleiche Entlohnung geben, unabhängig vom Alter oder der Anzahl der Kinder", plädiert Pape für das Modell.
Das Jugendsozialwerk habe die Gewerkschaft ÖTV aufgefordert, in die Verhandlungen einzusteigen, Vorschläge zu machen und "die Zeichen der Zeit zu erkennen". Eine Antwort blieb man bislang schuldig.
Autor: psg

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