Di, 14:44 Uhr
03.08.2010
Optimismus in Heringen
Die HABAU-Unternehmensgruppe an den Standorten Heringen und Rudolstadt sowie zwei weitere Beteiligungen in der Region sind Teil der HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft im Österreichischen Perg. Dort sind jetzt die Unternehmenszahlen für das abgelaufene Wirtschaftsjahr vorgelegt worden. Und wie jede Medaille haben auch die zwei Seiten...
Gebaut in Nordhausen: Betreutes Wohnen für WBG Südharz
Die Zahlen, die können sich durchaus sehen lassen. HABAU konnte Umsatz und Bauleistung gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Umsatz wuchs - trotz der überaus angespannten Situation im nationalen sowie in den internationalen Märkten - von 563 auf 599 Millionen Euro, die Bauleistung um 13 Prozent auf 822 Millionen Euro. Den aktuellen Auftragsstand bezifferte das Unternehmen, das derzeit 3.700 Mitarbeiter beschäftigt, auf 757 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote auf 29 Prozent. Erfolgreich verlief das Geschäft im Tief-, Tunnel- und Pipelinebau. Das Fertigteilsegment hat sich wegen der Nachfrage- und Preisreduktion im Industrie- und Gewerbebau um 40 Prozent vermindert.
Das sind Zahlen, mit denen auch die Geschäftsführung und die rund 400 Mitarbeiter der Unternehmen in Heringen und in Rudolstadt, zurechtkommen mussten. HABAU-Geschäftsführer Roland Handrek resümiert: Die Produktion insgesamt war aber in unserem Verantwortungsbereich immer noch so hoch wie vor fünf Jahren, auch weil die vergangenen drei Jahre außerordentlich gut waren. Wir konnten betriebsbedingte Entlassungen vermeiden, hier wirkte sich der mit dem Betriebsrat ausgehandelte Firmentarifvertrag außerordentlich positiv aus. Statt Kündigungen auszusprechen, wurden die Mehrstundenkonten der Mitarbeiter abgebaut, wurde Kurzarbeit in Anspruch genommen.”
Der milliardenschwere Segen des Konjukturpaket II ist an den Fertigteilbauern und den Bauarbeitern jedoch vorbeigegangen, da aus Sicht des Unternehmens sehr einseitig in Projekte der öffentlichen Hand, hier vornehmlich der energetischen Sanierung, investiert wurde. Hier hätte sich Handrek ein abgestimmteres Herangehen seitens der Politik gewünscht. Wäre das Konjunkturpaket auf fünf statt auf zwei Jahre verteilt worden, wäre zehn Prozent mehr Leistung zum gleichen Preis zu bekommen gewesen. So aber sind die Preise für Baumaterial und für Handwerkerleistungen auf Grund der plötzlich gestiegenen Nachfrage in die Höhe geschossen”.
Gebaut in Dresden: Chipfabrik für Infineon
Doch Roland Handrek blickt schon wieder mit Optimismus in Zukunft. Er geht davon aus, dass sich das Investitionsverhalten der privaten Auftraggeber und Bauherren im Industrie- und Gewerbebau verbessern wird. Im Blick haben die Heringer da vor allem die Automobilzulieferindustrie oder die Logistikbranche. Spätestens im Frühjahr 2011 werde wieder ein hohe Nachfrage bestehen, schon werden zum Beispiel steigende Planungsanfragen registriert.
Vielleicht auch bei Investitionen im künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue? Natürlich rechnen wir auch mit den Baubeginn auf dem Industriegebiet ‘Goldene Aue’ Die benötigten Betonfertigteile könnten wir in kurzer Zeit, auf kurzem Weg in der erforderlichen Qualität und Quantität schon liefern”, so Roland Handrek abschließend.
Autor: nnzGebaut in Nordhausen: Betreutes Wohnen für WBG Südharz
Die Zahlen, die können sich durchaus sehen lassen. HABAU konnte Umsatz und Bauleistung gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Umsatz wuchs - trotz der überaus angespannten Situation im nationalen sowie in den internationalen Märkten - von 563 auf 599 Millionen Euro, die Bauleistung um 13 Prozent auf 822 Millionen Euro. Den aktuellen Auftragsstand bezifferte das Unternehmen, das derzeit 3.700 Mitarbeiter beschäftigt, auf 757 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote auf 29 Prozent. Erfolgreich verlief das Geschäft im Tief-, Tunnel- und Pipelinebau. Das Fertigteilsegment hat sich wegen der Nachfrage- und Preisreduktion im Industrie- und Gewerbebau um 40 Prozent vermindert.
Das sind Zahlen, mit denen auch die Geschäftsführung und die rund 400 Mitarbeiter der Unternehmen in Heringen und in Rudolstadt, zurechtkommen mussten. HABAU-Geschäftsführer Roland Handrek resümiert: Die Produktion insgesamt war aber in unserem Verantwortungsbereich immer noch so hoch wie vor fünf Jahren, auch weil die vergangenen drei Jahre außerordentlich gut waren. Wir konnten betriebsbedingte Entlassungen vermeiden, hier wirkte sich der mit dem Betriebsrat ausgehandelte Firmentarifvertrag außerordentlich positiv aus. Statt Kündigungen auszusprechen, wurden die Mehrstundenkonten der Mitarbeiter abgebaut, wurde Kurzarbeit in Anspruch genommen.”
Der milliardenschwere Segen des Konjukturpaket II ist an den Fertigteilbauern und den Bauarbeitern jedoch vorbeigegangen, da aus Sicht des Unternehmens sehr einseitig in Projekte der öffentlichen Hand, hier vornehmlich der energetischen Sanierung, investiert wurde. Hier hätte sich Handrek ein abgestimmteres Herangehen seitens der Politik gewünscht. Wäre das Konjunkturpaket auf fünf statt auf zwei Jahre verteilt worden, wäre zehn Prozent mehr Leistung zum gleichen Preis zu bekommen gewesen. So aber sind die Preise für Baumaterial und für Handwerkerleistungen auf Grund der plötzlich gestiegenen Nachfrage in die Höhe geschossen”.
Gebaut in Dresden: Chipfabrik für Infineon
Doch Roland Handrek blickt schon wieder mit Optimismus in Zukunft. Er geht davon aus, dass sich das Investitionsverhalten der privaten Auftraggeber und Bauherren im Industrie- und Gewerbebau verbessern wird. Im Blick haben die Heringer da vor allem die Automobilzulieferindustrie oder die Logistikbranche. Spätestens im Frühjahr 2011 werde wieder ein hohe Nachfrage bestehen, schon werden zum Beispiel steigende Planungsanfragen registriert.
Vielleicht auch bei Investitionen im künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue? Natürlich rechnen wir auch mit den Baubeginn auf dem Industriegebiet ‘Goldene Aue’ Die benötigten Betonfertigteile könnten wir in kurzer Zeit, auf kurzem Weg in der erforderlichen Qualität und Quantität schon liefern”, so Roland Handrek abschließend.



