eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
So, 19:37 Uhr
01.08.2010

Pokalsensation blieb zum Glück aus

Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze, sagt der Volksmund. Dies könnte auch auf das ODDSET-Pokalspiel der ersten Mannschaft des FSV Wacker 90 Nordhausen in Dachwig gegolten haben. Denn das Pokalspiel hatte für den Zuschauer eigentlich alles geboten, was zu bieten war: Tore, Verlängerung und Elfmeterschießen....

Knapp weiter (Foto: Harald Dressler) Knapp weiter (Foto: Harald Dressler)

Es endete mit 8:7 für die Nordhäuser. Nur eins war das Spiel, nicht schön. Aber der Reihe nach: Das Spiel begann aus technischen Gründen mit 15-minütiger Verspätung. Bei bestem Wetter konnte es dann losgehen. Die ersten 15 Minuten des Spiels war ein gegenseitiges Abtasten beider Mannschaften mit kleineren Chancen auf beiden Seiten. Aber die Bälle gingen jeweils über die Querbalken der beiden Tore.

Schon in der 7. Minute zeichnete sich ab, was im Verlaufe des Spieles immer deutlicher zum Tragen kam. Man machte sich das Leben durch individuelle Fehler immer wieder selbst schwer. Die gesamte Nordhäuser Hintermannschaft wartet auf einen Pfiff des Schiedsrichters. Der blieb aus und so konnte ein Dachwiger Spieler allein auf das Wackertor zulaufen. Seinen strammen Schuss konnte Martin Vopel gerade so zur Ecke abwehren.

Knapp weiter (Foto: Harald Dressler) Knapp weiter (Foto: Harald Dressler)

In der 24. Min. landete ein Freistoß von Torsten Klaus am Außennetz des gegnerischen Tores. Schon in der 26. Min. gab es die erste gelbe Karte für Alexander Töpfer für ein von ihm verursachtes Foul. Der darauf folgende Freistoß der Dachwiger klatschte an den Pfosten des Wackergehäuses. 3 Minuten später konnte Torsten Klaus eine gute Vorarbeit von Daniel John verwerten und schoss das 1:0 für Wacker.

Von nun an bekam die Wackerelf den Kontrahenten immer besser in den Griff und erspielte sich eine optische Überlegenheit. In der 41. Min. trat Töpfer eine Ecke, der Ball gelangte zu einem seiner Mitspieler und das Geschoss knallte an die Querlatte des Tores der Gastgeber.

Markus Vopel sah in der 43. Min. den gelben Karton. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ging Lars Pohl mit dem Ball am Fuß allein auf das gegnerische Tor zu – der Schuss war zu ungenau. So blieb es dann beim zu dem Zeitpunkt verdienten 1:0 für die Wackermannschaft.

In der Halbzeitpause keimten bei den mitgereisten Nordhäuser (und Erfurter) Zuschauern zwei Hoffnungen auf: Zuerst ein schnelles zweites Tor, damit Ruhe in die Reihen kommt und zweitens ein besseres Spiel. Aber nur eine Hoffnung erfüllte sich. Nämlich das schnelle Tor. In der 48. Min schoss Lars Pohl mustergültig eine Flanke von rechts in den Strafraum zum dort postierten Kapitän Sven Pistorius, der nur noch den Kopf hinhalten musste und das 2:0 für Wacker perfekt machte.

Zu diesem Zeitpunkt schienen die tapfer mitspielenden Gastgeber fast k.o. Zumal sich für Wacker weitere Chancen boten. Wie z.B. in der 53. Min, als ein Schuss von Torsten Klaus vom Torwart der Gastgeber gerade so noch an die Querlatte abgelenkt wurde.

Die größte Chance versiebt kurz darauf Daniel John, als er von links kommend direkt auf den Tormann zulief. Er hatte dann zwei Möglichkeiten, selbst in die kurze Ecke, wo der Tormann stand zu schießen, oder aber auf einen besser postierten Mitspieler in der Mitte abzugeben. Er entschloss sich zur ungünstigen Variante und versuchte selbst zu schießen. Aber dar Ball wurde eine sichere Beute des gegnerischen Torwarts.

Bei einer der folgenden gegnerischen Angriffe fiel plötzlich ein Dachwiger Spieler im Wackerstrafraum um. Wie er zu Fall kam, konnte man nicht sehen, aber der nicht immer sicher leitende Referee Kenneth Lautenbach aus Erfurt entschied auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließen sich die Hausherren in der 65. Min. nicht entgehen und plötzlich hatten sie den Anschluss mit 1:2 erreicht. Und so kam es, wie es kommen muss: Jetzt bekam der 1. FC Blau-Weiß die sprichwörtlich „zweite Luft“ und versuchten das Wackertor anzurennen. Aber zum Glück waren ihre Abschlüsse genauso ungenau, wie die Zuspiele der Wackerspieler auf ihre Mitstreiter. Es kam kein Spielfluss zustande. Immer wieder lange Bälle in die Spitze, die die Adressaten nicht erreichten.

Eigentlich sollte man von den Spielern erwarten können, dass sie wissen, dass ein Spiel erst unterbrochen ist, wenn der Schiedsrichter pfeift und nicht, wenn nur der Linienrichter die Fahne heftig schwenkt. So geschehen in der 81. Min. Bei einem Angriff des Gegners, brachte ein Wackerspieler einen gegnerischen Spieler kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall. Der Linienrichter schwenkte die Fahne. Kollegial blieb die Wackerhintermannschaft stehen und wartete wieder mal auf einen Pfiff. Diesmal machte es der Spieler Hartung besser und umspielte einige Nordhäuser, schoss in das leere Tor und erreichte somit für seine Heimmannschaft den zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unverdienten Ausgleich.
Wer die eigenen Chancen nicht nutzt, wird irgendwann dafür auch bestraft. Auch eins der sprichwörtlichen Volksweisheiten.

Was gibt es zum Rest des Spieles noch zu berichten? Es kam zu Verlängerung. Zuschauer sagten, dass es sich um ein müdes Gekicke gehandelt habe mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, die nicht genutzt wurden. So musste ein Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden. Und da spielt auch immer wieder das Glück eine Rolle. So auch diesmal. Denn nachdem die Blau-Weiß-Spieler alle ihre 5 Elfmeter verwandelt und auch die Wackerspieler Töpfer, Wiegleb, John, Klaus und Hoffmann ihre Bälle im gegnerischen Gehäuse untergebracht haben, mussten die nächsten Paarungen entscheiden.

Knapp weiter (Foto: Harald Dressler) Knapp weiter (Foto: Harald Dressler)

Der 6. Strafstoß der Blau-Weißen verfehlte das Tor und so blieb es Bendikt Streicher vorbehalten, mit seinem Tor das Weiterkommen zu sichern. Erleichterung machte sich bei den Spielern und Zuschauern der Wackermannschaft breit. Es gibt noch viel zu tun für Trainer Jens Ludwig.

Wacker spielte mit: Martin Vopel, Marcus Vopel, Wiegleb, Töpfer, Taute, Nico Steinberg, Pohl (88. Streicher), Pistorius, Klaus, John, Hoffmann

Tore: 29. Min. 0:1 Klaus, 48. Min. 0:2 Pistorius, 65. Min. 1:2 Kümmerling (Strafstoß), 81. Min 2:2 Hartung
Harald Dressler
Knapp gewonnen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)
Knapp gewonnen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)
Knapp gewonnen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)
Knapp gewonnen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)
Knapp gewonnen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)
Knapp gewonnen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)