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Fr, 12:15 Uhr
07.02.2003

Viel Wind um Nichts?

Nordhausen (nnz). Was ist los mit dem Südharz-Krankenhaus? Die CDU-Stadtratsfraktion meint, es könnte Bestrebungen für den Verkauf an einen privaten Betreiber geben. Diese wurden denn auch im Kreistag ausgemacht. nnz hat sich heute mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH unterhalten.


Rudolf Mund ist nicht nur der „Chef“ der Nordhäuser Kreissparkasse, sondern kümmert sich auch um die Belange des Aufsichtsrates im Krankenhaus. Gegenüber nnz stellte er fest, dass die Einrichtung nicht nur auf wirtschaftlich gesunden Füßen stehe, sondern stark und leistungsfähig sei. Zwar verringere sich die Zahl der kommunal betriebenen Krankenhäuser in Thüringen zusehends, doch eine Privatisierung der Einrichtung lehnt Mund kategorisch ab. Nach den Erfahrungen mit den neuen Abrechnungsmodalitäten sehe er auch äußerst positiv in die Zukunft.

Einen Riegel schon Rudolf Mund vor allem dem Begehren vor, mittels Verkauf die kommunalen Kassen zu sanieren. Das wäre nicht nur moralisch falsch, sondern würde sich aus rechtlichen Gründen verbieten. „Wir dürfen in dieser Beziehung nicht Sondershausen mit Nordhausen vergleichen“, so Mund im nnz-Gespräch. Die jetzt aufkommende Diskussion hält der Aufsichtsratsvorsitzende für äußerst schädlich. Sie würde Unruhe in die Belegschaft bringen und erschwere darüber hinaus die Beschaffung von neuem Personal.

Die CDU-Stadtratsfraktion sieht hingegen nicht allzu rosig in die Zukunft des Hauses. Gefahr drohe vor allem von einer eventuellen Zuschusspflicht der Gesellschafter (Stadt und Landkreis) als Folge der Budgetierungszwänge. Die Christdemokraten wollen deshalb in die nächste Stadtratssitzung den Entwurf einer gemeinsamen Willensbekundung einbringen, in dem sich der Stadtrat zur jetzigen Rechtsform als gGmbH bekennt.

Bei einer privaten Betreibung des Hauses würden sich die Ziele des Wirtschaftens verändern. Sie müssten sich der Gewinnorientierung unterwerfen. Da sind sich Rudolf Mund und die CDU-Fraktion einig. „Vielleicht sollten sich diejenigen, die sich mit dem Gedanken einer Privatisierung beschäftigen, mal in anderen Krankenhäusern umsehen. Das meine in vor allem in Richtung Lohn- und Gehaltsniveau“, so Mund.

Und abschließend noch ein Wort aus der Kreisverwaltung. „Eine Privatisierung des Südharz-Krankenhauses stand und steht nicht zur Debatte“, so der 1. Beigeordnete Matthias Jendricke, der damit auch die Position des Landrates darstellte. Der Landkreis hält 75 Prozent und die Stadt 25 Prozent der Gesellschaftsanteile.
Autor: nnz

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