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Mo, 15:35 Uhr
19.07.2010

Lange Wege in Berufsschule

Dem demografischen Wandel geschuldete sinkende Schülerzahlen wirken sich auch auf die berufliche Bildung immer gravierender aus. Um Qualität und Kontinuität in der Berufsbildung auch in Zukunft gewährleisten zu können, schlossen die vier Landreise, die zur Nordthüringer Planungsregion gehören, eine Vereinbarung ab. Hier die Einzelheiten, wer künftig wo berufsgeschult werden soll.


Auf der Grundlage eines Konzeptes zum Berufsschulnetz sollen die Ausbildungsangebote konzentriert und miteinander abgestimmt werden. So können unterfrequentierte Klassen vermieden und die materiellen und personellen Ressourcen effizient eingesetzt werden. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung bekräftigten drei Landräte und ein stellvertretender Landrat, die feste Absicht, ein funktionsfähiges Berufsschulnetz im Norden Thüringens zu gestalten und als fortlaufenden Prozess fortzuführen.

Der Vereinbarung voraus gingen intensive Erörterungen zwischen den Fachämtern der vier Landratsämter und zuständigen Schulämtern. Um einen für alle tragbaren Kompromiss zu finden, wurden nicht zuletzt die tendenziellen Bevölkerungs- und Schülerzahlen, vorhandene Internatsplätze und Überlegungen zum Schülerverkehr einbezogen. Erstmals zur Anwendung kommt die Vereinbarung im Schul- und Ausbildungsjahr 2011/2012.

Landrat Harald Zanker dankte seinen Amtskollegen und den Staatlichen Schulämtern für die zielführende Zusammenarbeit, die zu einer fairen und pragmatischen Lösung geführt habe. Auf dieser Basis könne nun effektiv an der Fortentwicklung der einzelnen Schulstandorte gearbeitet werden. Gerade in der Berufsbildung müsse man sich sowohl in der technischen Ausstattung als auch Qualifizierung der Pädagogen permanent am Stand der Technik und den Erfordernissen der Wirtschaft orientieren. Dies könne nun effektiver gesteuert werden

Von „regionalem Wissen“, das hier zum gemeinsamen Vorteil zusammengeflossen sei, sprach der stellvertretende Landrat des Kyffhäuserkreises, Georg Schäfer. Eichsfeld-Landrat Dr. Werner Henning betonte, dass durch die Einigkeit unter Nachbarn, verhindert werde, dass immer mehr junge Menschen die Region verlassen. Der Nordhäuser Landrat Joachim Claus bekräftigte diese Einschätzung und dankte insbesondere Landrat Harald Zanker, der die gemeinsame Nordthüringer Initiative zur Berufsschulplanung ins Leben gerufen hatte.

Und soll sieht der Plan aus: Überwiegend bilden die Schulen junge Menschen aus ihrem eigenen Landkreis aus. Geplante Änderungen laut der neuen Vereinbarung sind beispielsweise, dass die Metallbauer nun für den Landkreis Nordhausen im Kyffhäuserkreis beschult werden. Die Mechatronikerausbildung wird im Unstrut-Hainich-Kreis konzentriert, die Maurer- und Malerausbildung im Kyffhäuserkreis und im Eichsfeld.

Der Berufsschulunterricht für alle Frisör-Azubis aus Nordthüringen findet in Nordhausen statt, ebenso für Bäcker und Backwaren-Fachverkäufer sowie Restaurantfachmänner und -frauen.
Autor: psg

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