Mi, 19:08 Uhr
05.02.2003
Nordbrand-Deal: Erste Reaktionen
Nordhausen/Nieder-Olm (nnz). Der Verkauf der alkoholischen Sparte der Eckes AG ist verschoben worden, eine Sitzung des Aufsichtsrates wurde abgesagt. nnz hat erste Reaktionen eingeholt.
Für den Verkauf der Alkoholsparte der Eckes AG (UBS) liegen mehrere attraktive Angebote in der Konzernzentrale in Nieder-Olm vor, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Lorenz M. Raith, heute in Mainz. Jedoch müssten noch einige Fragen geklärt werden. Dazu gehört nach nnz-Informationen unter anderem die abschließende Berücksichtigung von kartellrechtlichen Aspekten einer Veräußerung in Deutschland, Italien und Tschechien. Die vorliegenden Angebote werden weiterverhandelt, so der Chef des Aufsichtsrates.
Für den Vorsitzenden des Betriebsrates in Nieder-Olm, Uwe Michalski, ist die heutige Absage weder positiv noch negativ zu bewerten. Sie erreichte ihn als Mitglied des Aufsichtsrates eine Stunde vor dem Beginn der Protestkundgebung der Mitarbeiter in Nieder-Olm, zu den auch rund 30 Nordhäuser mit einem Bus angereist waren. Auf jeden Fall bringe die heutige Nicht-Entscheidung erst noch einmal Zeit, auch für die Mitarbeiter.
Unverständlich bleibt für die nnz-Redaktion trotzdem die Verfahrensweise in Nieder-Olm. Da wird eine Sitzung angekündigt, auf der ein Käufer präsentiert werden soll. Kurz vorher wird dann abgesagt, aus Gründen, die doch eigentlich bei einem Deal dieser Größenordnung zum unbedingten Bestandteil jeglicher Vertragsverhandlungen gehören müssten. Großes Vertrauen zu künftigen Entscheidungen in der Führungsetage in Nieder-Olm kann da beim besten Willen nicht mehr aufkommen. Das ist nicht nur bitter, sondern beängstigt im zunehmenden Maße.
Autor: nnzFür den Verkauf der Alkoholsparte der Eckes AG (UBS) liegen mehrere attraktive Angebote in der Konzernzentrale in Nieder-Olm vor, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Lorenz M. Raith, heute in Mainz. Jedoch müssten noch einige Fragen geklärt werden. Dazu gehört nach nnz-Informationen unter anderem die abschließende Berücksichtigung von kartellrechtlichen Aspekten einer Veräußerung in Deutschland, Italien und Tschechien. Die vorliegenden Angebote werden weiterverhandelt, so der Chef des Aufsichtsrates.
Für den Vorsitzenden des Betriebsrates in Nieder-Olm, Uwe Michalski, ist die heutige Absage weder positiv noch negativ zu bewerten. Sie erreichte ihn als Mitglied des Aufsichtsrates eine Stunde vor dem Beginn der Protestkundgebung der Mitarbeiter in Nieder-Olm, zu den auch rund 30 Nordhäuser mit einem Bus angereist waren. Auf jeden Fall bringe die heutige Nicht-Entscheidung erst noch einmal Zeit, auch für die Mitarbeiter.
Unverständlich bleibt für die nnz-Redaktion trotzdem die Verfahrensweise in Nieder-Olm. Da wird eine Sitzung angekündigt, auf der ein Käufer präsentiert werden soll. Kurz vorher wird dann abgesagt, aus Gründen, die doch eigentlich bei einem Deal dieser Größenordnung zum unbedingten Bestandteil jeglicher Vertragsverhandlungen gehören müssten. Großes Vertrauen zu künftigen Entscheidungen in der Führungsetage in Nieder-Olm kann da beim besten Willen nicht mehr aufkommen. Das ist nicht nur bitter, sondern beängstigt im zunehmenden Maße.


