Di, 19:24 Uhr
29.06.2010
Post von Luisa (29)
Luisa Schäfer, eine junge Frau aus Niedersachswerfen, schreibt in der nnz ein ungewöhnliches Tagebuch über ihre Erlebnisse am anderen Ende der Welt, in Argentinien. Heute berichtet Luisa unter anderem über das Fußballspiel Deutschland gegen Argentinien.
Ich habe es ja bereits geahnt und befürchtet, aber es ist doch etwas anderes, wenn man es dann schwarz auf weiß in der Tabelle sieht: Wir spielen gegen Argentinien. Und ich hoffe, trotz aller tollen Erfahrungen die ich in diesem Land mache, dass wir sie besiegen. Einfach wird es nicht, denn obwohl das WM- Geschehen hier schon wahnhafte Züge annimmt, die Mannschaft ist nicht schlecht. Über den Trainer lässt sich vielleicht streiten. Aber erfolglos ist er ja auch nicht gerade.
Nun werde ich also noch die gesamte restliche Woche Kampfansagen zu hören bekommen. Wetten gehe ich aber nicht mehr ein. Denn wenn wir verlieren sollten, was ich ja mal nicht hoffe, reichen die bisherigen Einsätze schon dafür, meinen Finanzhaushalt etwas ins Wanken zu bringen. Doch das Geld wäre dann das geringste Problem. Sollten wir jedoch gewinnen, befürchte ich, dass wir dann besser etwas in Deckung gehen sollten. Fanatische Fans (da gibt es hier viele von) und eine Niederlage ist nun mal nicht die beste Kombination. Es wird also spannend!
Doch nun zu einem ganz anderen Thema. Erst am letzten Wochenende sind zwei meiner Mitbewohner und ich von unserer nun schon letzten Visumsverlängerung zurückgekehrt. Bisher haben wir das immer in Bolivien erledigt. Diesmal ging es allerdings nach Chile. Fünf Tage besuchten wir San Pedro de Atacama, welches in der trockensten Wüste der Welt liegt. In einem Jahr regnet es in der kleinen Stadt selbst durchschnittlich eine halbe Stunde. Die haben wir glücklicherweise während unseres Aufenthaltes nicht abbekommen. Das Wetter war dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Am Morgen und am Abend sehr, sehr kalt und über den Tag trotz des Winters sehr heiß.
Diese Erfahrung machten wir gleich an unserem ersten Tag. Auf dem Programm stand Sandboarding. Das ist wie Snowboard fahren, allerdings im Sand. Zu diesem Zweck liehen wir uns also Bretter und Fahrräder und machten uns in Richtung Dünen auf. Dort fing dann das Fitnessprogramm aber erst so richtig an. Denn es gibt nicht mal annährend so etwas wie einen Lift.
Das bedeutet laufen. In der Sonne. Im Sand. Und ziemlich steil nach oben. Aber um uns zu bewegen, waren wir ja schließlich losgefahren. Lohnen tut sich das ganze auf jeden Fall, auch wenn ich das Fahren im Schnee, nicht nur wegen den Liften, vorziehe. Dabei hat man dann allerdings nicht die Kulisse und im Sommertop fahren ist da meistens auch eher ungünstig.
Zum Erholen kamen wir auch am nächsten Tag eher weniger. Denn da ging es schon um 4 Uhr morgens los. Die Tour ging zu Geysiren, heißes Wasser sprühende Erscheinungen in Vulkangebieten. Doch zunächst war da von Hitze keine Spur. Bei Temperaturen von -10° bis – 15 ° Celsius fällt es schon ein bisschen schwer, dass ordentlich zu genießen. Dennoch ist es einfach ungeheuer beeindruckend und da die Kraft der Wasserstöße mit zunehmender Temperatur am Tag abnimmt, muss man halt die Kälte in Kauf nehmen. Zum Aufwärmen sind wir dann mutig in den nächsten Vulkansee gesprungen. Da sind dann im warmen Wasser alle Strapazen schnell vergessen. Nachdem wir dann noch ein kleines Bergdorf und weitere wunderschöne Landschaften besichtigt hatten kehrten wir erschöpft aber glücklich in das absolut touristisch geprägte San Pedro zurück.
Unseren letzten Tag dort begannen wir mit einem Ausritt quer durch die Wüstenlandschaft. Die tolle Aussicht dabei sorgte dafür, dass ich meine Angst vor Pferden ziemlich schnell vergaß und das Ganze sogar genießen konnte. Am Nachmittag ging es dann ebenfalls rund um Tiere. Wir fuhren zu einer Lagune, die das weltweite zweitgrößte Vorkommen an Flamingos beherbergt. Das sind einfach wunderschöne Tiere und diese so in freier Wildbahn erleben zu können, war einfach eine wundervolle Erfahrung.
Ich hoffe, die Fotos können noch ein bisschen näherbringen, was mit Worten oft nur schwer zu beschreiben ist. Ein Besuch des chilenischen Nordens ist aber auf jeden Fall zu empfehlen. Schon allein auf den Auto- und Busfahrten wird man beeindruckt sein, von den verschiedensten Ausprägungen der Wüstenlandschaft.
Man findet eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt vor, von den verschiedenen Lamaarten bis hin zu exotisch blühenden Hartlaubgewächsen. Auch die Menschen dort sind sehr nett und gegen die muss man dann auch nicht im Viertelfinale im Fußball gewinnen.
Autor: nnzIch habe es ja bereits geahnt und befürchtet, aber es ist doch etwas anderes, wenn man es dann schwarz auf weiß in der Tabelle sieht: Wir spielen gegen Argentinien. Und ich hoffe, trotz aller tollen Erfahrungen die ich in diesem Land mache, dass wir sie besiegen. Einfach wird es nicht, denn obwohl das WM- Geschehen hier schon wahnhafte Züge annimmt, die Mannschaft ist nicht schlecht. Über den Trainer lässt sich vielleicht streiten. Aber erfolglos ist er ja auch nicht gerade.
Nun werde ich also noch die gesamte restliche Woche Kampfansagen zu hören bekommen. Wetten gehe ich aber nicht mehr ein. Denn wenn wir verlieren sollten, was ich ja mal nicht hoffe, reichen die bisherigen Einsätze schon dafür, meinen Finanzhaushalt etwas ins Wanken zu bringen. Doch das Geld wäre dann das geringste Problem. Sollten wir jedoch gewinnen, befürchte ich, dass wir dann besser etwas in Deckung gehen sollten. Fanatische Fans (da gibt es hier viele von) und eine Niederlage ist nun mal nicht die beste Kombination. Es wird also spannend!
Doch nun zu einem ganz anderen Thema. Erst am letzten Wochenende sind zwei meiner Mitbewohner und ich von unserer nun schon letzten Visumsverlängerung zurückgekehrt. Bisher haben wir das immer in Bolivien erledigt. Diesmal ging es allerdings nach Chile. Fünf Tage besuchten wir San Pedro de Atacama, welches in der trockensten Wüste der Welt liegt. In einem Jahr regnet es in der kleinen Stadt selbst durchschnittlich eine halbe Stunde. Die haben wir glücklicherweise während unseres Aufenthaltes nicht abbekommen. Das Wetter war dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Am Morgen und am Abend sehr, sehr kalt und über den Tag trotz des Winters sehr heiß.
Diese Erfahrung machten wir gleich an unserem ersten Tag. Auf dem Programm stand Sandboarding. Das ist wie Snowboard fahren, allerdings im Sand. Zu diesem Zweck liehen wir uns also Bretter und Fahrräder und machten uns in Richtung Dünen auf. Dort fing dann das Fitnessprogramm aber erst so richtig an. Denn es gibt nicht mal annährend so etwas wie einen Lift.
Das bedeutet laufen. In der Sonne. Im Sand. Und ziemlich steil nach oben. Aber um uns zu bewegen, waren wir ja schließlich losgefahren. Lohnen tut sich das ganze auf jeden Fall, auch wenn ich das Fahren im Schnee, nicht nur wegen den Liften, vorziehe. Dabei hat man dann allerdings nicht die Kulisse und im Sommertop fahren ist da meistens auch eher ungünstig.
Zum Erholen kamen wir auch am nächsten Tag eher weniger. Denn da ging es schon um 4 Uhr morgens los. Die Tour ging zu Geysiren, heißes Wasser sprühende Erscheinungen in Vulkangebieten. Doch zunächst war da von Hitze keine Spur. Bei Temperaturen von -10° bis – 15 ° Celsius fällt es schon ein bisschen schwer, dass ordentlich zu genießen. Dennoch ist es einfach ungeheuer beeindruckend und da die Kraft der Wasserstöße mit zunehmender Temperatur am Tag abnimmt, muss man halt die Kälte in Kauf nehmen. Zum Aufwärmen sind wir dann mutig in den nächsten Vulkansee gesprungen. Da sind dann im warmen Wasser alle Strapazen schnell vergessen. Nachdem wir dann noch ein kleines Bergdorf und weitere wunderschöne Landschaften besichtigt hatten kehrten wir erschöpft aber glücklich in das absolut touristisch geprägte San Pedro zurück.
Unseren letzten Tag dort begannen wir mit einem Ausritt quer durch die Wüstenlandschaft. Die tolle Aussicht dabei sorgte dafür, dass ich meine Angst vor Pferden ziemlich schnell vergaß und das Ganze sogar genießen konnte. Am Nachmittag ging es dann ebenfalls rund um Tiere. Wir fuhren zu einer Lagune, die das weltweite zweitgrößte Vorkommen an Flamingos beherbergt. Das sind einfach wunderschöne Tiere und diese so in freier Wildbahn erleben zu können, war einfach eine wundervolle Erfahrung.
Ich hoffe, die Fotos können noch ein bisschen näherbringen, was mit Worten oft nur schwer zu beschreiben ist. Ein Besuch des chilenischen Nordens ist aber auf jeden Fall zu empfehlen. Schon allein auf den Auto- und Busfahrten wird man beeindruckt sein, von den verschiedensten Ausprägungen der Wüstenlandschaft.
Man findet eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt vor, von den verschiedenen Lamaarten bis hin zu exotisch blühenden Hartlaubgewächsen. Auch die Menschen dort sind sehr nett und gegen die muss man dann auch nicht im Viertelfinale im Fußball gewinnen.









