Di, 14:08 Uhr
29.06.2010
Entkommen, um Zeugnis abzulegen
Charles und Lilly Friedman, zwei Zeitzeugen der Judenverfolgung, besuchen die Ausstellung Arisierung in Thüringen in der Kreissparkasse Nordhausen am Kornmarkt 9 in Nordhausen. Er wird als Zeitzeuge über seine Erlebnisse berichten...
Friedmann (Foto: privat)
Am 18. September 2002 schrieb Herbert J. Friedman an das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, Kalifornien: Wir waren buchstäblich die letzten Juden, die entkamen. Sein Vater, Arthur Friedmann, seine Mutter Edith und sein Bruder Karlheinz – eine angesehene Unternehmerfamilie aus Jena - gehören zu den Davongekommenen. Sie haben es geschafft, noch 1940, kurz bevor die NS-Behörden den Juden die Ausreise aus ihrem Machtbereich untersagte und ihre Mordmaschine zur systematischen Vernichtung der europäischen Juden in Gang setzte, ihre deutsche Heimat zu verlassen. Asyl und schließlich eine neue Heimat fanden sie in den Vereinigten Staaten von Amerika
Zurückblieben die Großmutter von Herbert und Karlheinz, Clara Friedmann und deren Tochter Martha, die beide deportiert wurden und den Tod fanden. Das Schicksal der Familie Friedmann ist eines von vielen, an die in der Ausstellung zur Arisierung oder Entjudung der deutschen und dann auch der europäischen Wirtschaft in der Filiale Kornmarkt 9 der Kreissparkasse Nordhausen erinnert wird.
Am kommenden Montag, den 5. Juli 2010 besucht Charles (Karlheinz) Friedman mit Frau Lilly, einer Tochter und zwei Enkelkindern Nordhausen. Er wird um 14 Uhr in der Ausstellung als Zeitzeuge über seine Erlebnisse in den Jahren 1933 bis 1940 berichten.
Autor: nnz/kn
Friedmann (Foto: privat)
Am 18. September 2002 schrieb Herbert J. Friedman an das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, Kalifornien: Wir waren buchstäblich die letzten Juden, die entkamen. Sein Vater, Arthur Friedmann, seine Mutter Edith und sein Bruder Karlheinz – eine angesehene Unternehmerfamilie aus Jena - gehören zu den Davongekommenen. Sie haben es geschafft, noch 1940, kurz bevor die NS-Behörden den Juden die Ausreise aus ihrem Machtbereich untersagte und ihre Mordmaschine zur systematischen Vernichtung der europäischen Juden in Gang setzte, ihre deutsche Heimat zu verlassen. Asyl und schließlich eine neue Heimat fanden sie in den Vereinigten Staaten von AmerikaZurückblieben die Großmutter von Herbert und Karlheinz, Clara Friedmann und deren Tochter Martha, die beide deportiert wurden und den Tod fanden. Das Schicksal der Familie Friedmann ist eines von vielen, an die in der Ausstellung zur Arisierung oder Entjudung der deutschen und dann auch der europäischen Wirtschaft in der Filiale Kornmarkt 9 der Kreissparkasse Nordhausen erinnert wird.
Am kommenden Montag, den 5. Juli 2010 besucht Charles (Karlheinz) Friedman mit Frau Lilly, einer Tochter und zwei Enkelkindern Nordhausen. Er wird um 14 Uhr in der Ausstellung als Zeitzeuge über seine Erlebnisse in den Jahren 1933 bis 1940 berichten.


