Di, 13:57 Uhr
29.06.2010
Schwalben segeln
Vielleicht erinnern Sie sich, liebe nnz-Leser, an das Nest der Turmfalken, das während der Sanierung unterm Dach der Grundschule Petersdorf entdeckt wurde? Damals konnten die Vögel erfolgreich umgesiedelt werden. Die Untere Naturschutzbehörde war nun mal wieder vor Ort, um zu schauen, ob der Nistkasten weiter benutzt wird...
Gemischte Gefühle: Als die Untere Naturschutzbehörde kürzlich die Auswirkungen der Vogelschutzmaßnahmen in der Grundschule in Petersdorf begutachtete, machte sie positive wie negative Entdeckungen. Im vergangenen Jahr wurde bei der Sanierung ein Nest von Turmfalken mit sechs Jungen unterm Dach gefunden. Damals war guter Rat teuer, erinnert sich Rolf Schiffler von der Naturschutzbehörde im Landratsamt. Uns blieben zwei Möglichkeiten: entweder Umsiedeln in ein neues Nest oder die Jungen nach Seebach zur Vogelaufzuchtstation bringen, wo sie aber mühsam hätten ausgewildert werden müssen.
Die Untere Naturschutzbehörde entschied sich dafür, mit den Handwerkern in der Schule einen Nistkasten zu bauen und die Eltern mit ihren Jungen dahin umzusiedeln. Ein hundertprozentiger Erfolg, so Rolf Schiffler. Die alten Turmfalken nahmen das neue Nest an und zogen ihre Jungen dort groß. Nun war die Frage, ob die Turmfalken in diesem Jahr wieder in das nun fest integrierte Nest unterm Dach zurückkehren. Der Besuch vor Ort und Beobachtungen von Mitarbeitern der Schule zeigten, dass das Turmfalkenpaar, die gemeinsam brüten und die Jungen aufziehen, das Nest wieder in Beschlag genommen hat.
Allerdings fand Rolf Schiffler den Nistkasten jetzt verlassen vor – mit fünf Eiern. Ich vermute, dass einer der Elterntiere bei der Nahrungssuche zu Schaden gekommen ist. Damit ist die Brut verloren. Das kann auch in freier Wildbahn passieren, sagt Rolf Schiffler. Nun soll der Nistkasten im Herbst gereinigt werden, um eine Parasitenbildung zu vermeiden. Die Naturschutzbehörde hofft darauf, dass der Nistkasten im nächsten Jahr wieder von einem Turmfalkenpaar als Brutplatz angenommen wird.
Erfreulicher ist die Entwicklung bei den Mehlschwalben, die eifrig um die Petersdorfer Grundschule segeln. Trotz der Sanierung der Fassade im vergangenen Jahr konnte eine Lösung gefunden werden, um die vorhandenen Schwalbennester zu erhalten. Unter dem Dach werde ein Teil der Fassade so belassen, so dass die Schwalben ihre Nistplätze behalten konnten. Kotbretter sorgen dafür, dass die Fassade nicht beschmutzt wird. In den letzten Wochen herrscht wieder ein starker Nestbaubetrieb an unserer Grundschule, so die Schulleiterin Birgit Podewski. Alle Schüler beobachten sehr sorgsam den Nestbau und die Entwicklung der Tiere.
Das Gesamtkonzept der Schule beinhaltet einen lebensnahen und naturschutzverbundenen Unterricht, dies wird insbesondere durch die Maßnahmen zum Artenschutz von Stadt und Landkreis Nordhausen mit unterstützt. Auch die Untere Naturschutzbehörde ist mit dem Erfolg dieser Sanierung, die in enger Absprache mit dem Schulträger, der Stadt Nordhausen erfolgte, im Sinne des Schwalbenschutzes sehr zufrieden, so Rolf Schiffler.
Autor: nnzGemischte Gefühle: Als die Untere Naturschutzbehörde kürzlich die Auswirkungen der Vogelschutzmaßnahmen in der Grundschule in Petersdorf begutachtete, machte sie positive wie negative Entdeckungen. Im vergangenen Jahr wurde bei der Sanierung ein Nest von Turmfalken mit sechs Jungen unterm Dach gefunden. Damals war guter Rat teuer, erinnert sich Rolf Schiffler von der Naturschutzbehörde im Landratsamt. Uns blieben zwei Möglichkeiten: entweder Umsiedeln in ein neues Nest oder die Jungen nach Seebach zur Vogelaufzuchtstation bringen, wo sie aber mühsam hätten ausgewildert werden müssen.
Die Untere Naturschutzbehörde entschied sich dafür, mit den Handwerkern in der Schule einen Nistkasten zu bauen und die Eltern mit ihren Jungen dahin umzusiedeln. Ein hundertprozentiger Erfolg, so Rolf Schiffler. Die alten Turmfalken nahmen das neue Nest an und zogen ihre Jungen dort groß. Nun war die Frage, ob die Turmfalken in diesem Jahr wieder in das nun fest integrierte Nest unterm Dach zurückkehren. Der Besuch vor Ort und Beobachtungen von Mitarbeitern der Schule zeigten, dass das Turmfalkenpaar, die gemeinsam brüten und die Jungen aufziehen, das Nest wieder in Beschlag genommen hat.
Allerdings fand Rolf Schiffler den Nistkasten jetzt verlassen vor – mit fünf Eiern. Ich vermute, dass einer der Elterntiere bei der Nahrungssuche zu Schaden gekommen ist. Damit ist die Brut verloren. Das kann auch in freier Wildbahn passieren, sagt Rolf Schiffler. Nun soll der Nistkasten im Herbst gereinigt werden, um eine Parasitenbildung zu vermeiden. Die Naturschutzbehörde hofft darauf, dass der Nistkasten im nächsten Jahr wieder von einem Turmfalkenpaar als Brutplatz angenommen wird.
Erfreulicher ist die Entwicklung bei den Mehlschwalben, die eifrig um die Petersdorfer Grundschule segeln. Trotz der Sanierung der Fassade im vergangenen Jahr konnte eine Lösung gefunden werden, um die vorhandenen Schwalbennester zu erhalten. Unter dem Dach werde ein Teil der Fassade so belassen, so dass die Schwalben ihre Nistplätze behalten konnten. Kotbretter sorgen dafür, dass die Fassade nicht beschmutzt wird. In den letzten Wochen herrscht wieder ein starker Nestbaubetrieb an unserer Grundschule, so die Schulleiterin Birgit Podewski. Alle Schüler beobachten sehr sorgsam den Nestbau und die Entwicklung der Tiere.
Das Gesamtkonzept der Schule beinhaltet einen lebensnahen und naturschutzverbundenen Unterricht, dies wird insbesondere durch die Maßnahmen zum Artenschutz von Stadt und Landkreis Nordhausen mit unterstützt. Auch die Untere Naturschutzbehörde ist mit dem Erfolg dieser Sanierung, die in enger Absprache mit dem Schulträger, der Stadt Nordhausen erfolgte, im Sinne des Schwalbenschutzes sehr zufrieden, so Rolf Schiffler.






