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Mi, 07:12 Uhr
23.06.2010

Dirigent auch als Musiker

Es gab eine Zeit, in der er Franz Beckenbauer spannender fand als Herbert von Karajan. Das war die Zeit, als Mathias Mönius noch keinen Dirigentenstab in der Hand hielt und noch nicht einmal wusste, dass er eines Tages ein Orchester dirigieren wird. Heute hat sich das Verhältnis von Fußball und Musik zugunsten der Klassik längst verschoben...

Mönius (Foto: I. Kühn) Mönius (Foto: I. Kühn)

Wenn es mit dem Beruf zu vereinbaren ist, dann verpasst der gebürtige Oberfranke allerdings bei der Fußball-WM kein Spiel. Den südamerikanischen Mannschaften rechnet er in diesem Jahr gute Chancen aus. Mathias Mönius gehört zu den Menschen, die ihre Begabung zum Beruf machen konnten. Zu Schulzeiten hatte er bereits eine kleine Jazzband. Mit acht Jahren lernte er vom Vater das Klavierspiel. Sein Interesse für Geschichte ließ ihn das Fach studieren und mit dem Magister als Althistoriker abschließen.

Wie es im Leben so manchmal kommt: als nebenberuflicher Jazzmusiker ergab sich für seine Band die Gelegenheit, im Theater Nürnberg ein Stück zu begleiten. Und wer einmal Theaterluft geschnuppert hat, den lässt sie nicht mehr los. Noch dazu, wenn man immer wieder motiviert wird, Musik zu seiner Lebenssache zu machen. Doch ohne Studium ist das nur eine halbe Sache. Dem Geschichtsstudium folgte so das Studium an der Musikhochschule in Berlin.

Mathias Mönius ist Studienleiter und Kapellmeister der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH seit dieser Spielzeit und war zuvor am Theater Meiningen als Studienleiter und am Theater in Eisenach als 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor tätig. Wie kaum ein anderer kennt er die Theaterlandschaft Thüringens, hatte in den vergangenen Jahren bis auf Gera-Altenburg an allen Musiktheatern Engagements. Und er scheut nicht den Vergleich.

Als er sich um den Job am Theater Nordhausen bewarb, lag noch von anderen das Vorurteil des „Provinztheaters“ in der Luft. Vollkommen unbegründet, wie Mathias Mönius schon nach ein paar Tagen in Nordhausen feststellte. Er sei im Theater am Südharz immer positiv überrascht worden. Intendant Lars Tietje hat ein gutes Gespür dafür, was das Theater leisten kann und das Publikum möchte, erklärt Mathias Mönius. Das Loh-Orchester brauche sich vor anderen nicht zu verstecken, habe eine sehr gute Qualität, hervorragende Einzelmusiker und in Markus L. Frank einen ausgezeichneten Generalmusikdirektor. Und nebenbei: das Kapellmeisterzimmer sei eines der gemütlichsten Proberäume in ganz Thüringen…

In den vergangenen Wochen konzentrierte sich Mathias Mönius neben der musikalischen Leitung verschiedener Vorstellungen wie die des Musicals „Jekyll & Hyde“ auch auf die Vorbereitung eines ganz besonderen Konzertes mit dem Loh-Orchester und Solisten, der Musical Night. In diesem Konzert wird man am kommenden Donnerstag, 24. Juni, im Theater Nordhausen Mathias Mönius nicht nur am Dirigentenpult erleben, sondern auch als Musiker in einer Bandvariante, die einen kleinen Vorgeschmack auf das Musical „Crazy for you“ in der neuen Spielzeit geben wird.

In Nordhausen gibt es nur noch wenige Karten für die Musical Night. Eine zweite Möglichkeit, die Musical Night zu erleben, besteht am 30. Juni im Schlosshof in Sondershausen. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
Autor: nnz/kn

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