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Di, 13:09 Uhr
22.06.2010

Gute Laune beim Geschäftsklima

In der Wirtschaft laufe es momentan besser als bei unserer Nationalelf, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Zahlen. Die Konjunkturerholung setze sich fort, der ifo-Geschäftsklimaindex sei leicht gestiegen. Und trotzdem wird zur Vorsicht gemahnt...


„Das erste Halbjahr entwickelt sich bisher viel versprechend: Die Ausfuhren steigen wieder zweistellig und die Thüringer Industrie kehrt zu neuem Selbstbewusstsein zurück“, erklärt Grusser. Immerhin zeige sich in der aktuellen IHK-Konjunkturanalyse bereits jede fünfte der befragten Firmen fest davon überzeugt, dass der Export weiter an Fahrt gewinnt. Vier von fünf Unternehmen schrieben inzwischen schwarze Zahlen. Alles in allem habe 2010 das Potential zu einem wirtschaftlich guten Jahr.

„Die Pessimisten werden immer weniger“, betont der IHK-Chef. Aber auch wenn es gebetsmühlenartig klinge, noch könnten wir uns nicht in Sicherheit wiegen. Der Hauptgeschäftsführer sieht zwar deutliche Zeichen der Erholung, gleichzeitig gibt es jedoch viele Risiken, die den Weg verbauen. Insbesondere die Gefahren aufgrund des europaweiten Sparzwangs wären groß. Wenn überall Löhne eingefroren, Steuern konsequent abkassiert und Haushalte gekürzt würden, sei die Frage danach, wer in den nächsten Monaten mehr Thüringer Autos, Maschinen und andere hochwertige Produkte kaufe, schwer zu beantworten.

„Warnungen sind weiterhin angebracht, der Aufschwung zeigt sich noch äußerst zerbrechlich“, informiert Grusser. Es gebe noch genügend Hindernisse, die die Konjunktur erneut ins Schlingern bringen könnten. So würden die Einzelhändler mit großen Sorgenfalten auf die nächsten Monate blicken und mit einem weiteren Jahr ohne Wachstum rechnen.

Die Liste der zu bewältigenden Hausaufgaben bliebe also lang und werde auch nicht einfacher. Grusser fordert daher von der Regierung, das Sparpaket konsequent umzusetzen und plädiert für eine Auseinandersetzung mit den Folgen des demografischen Wandels. Durch vernünftige Regulierung müsse zukünftigen Krisen vorgebeugt werden. Dazu gehöre eine Stärkung des EU-Stabilitätspakts mit frühen und automatischen Sanktionen für Schuldensünder.
Autor: nnz/kn

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