Mi, 06:47 Uhr
29.01.2003
nnz-Rückspiegel: 29. Januar 2002
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Bürgermeister beklaut und Gemeinwohl
Frechheit: Bürgermeister beklaut
Langfinger haben heut zu Tage aber auch gar keinen Respekt mehr. In Ellrich nicht mal vor ihrem Bürgermeister. Es war vor einer Woche. Gerald Schröder, Ellricher Bürgermeister, wollte wieder mal Auto fahren. Als er jedoch vor seiner Garage stand, packte ihn das blanke Entsetzen: Tür aufgebrochen, Motorhaube aufgehebelt, Batterie rausgerissen. Über die nnz möchte nun Familie Schröder den Einbrechern trotzdem ihren Dank aussprechen. Wir sagen Dankeschön, weil die Motorhaube nicht beschädigt wurde. Wenn die neuen Batteriebesitzer nun Schwierigkeiten mit dem Teil haben, dann können sie sich vertrauensvoll an mich wenden, so Schröder.
Er habe da noch ein paar nicht mitgenommene Plastikteilchen, die eventuell für das Funktionieren der Batterie nötig wären. Die könnten dann abgeholt werden. Fazit: Kommunalpolitiker im Südharz haben eben ein offenes Ohr und ein Herz für ihre Mitbürger, selbst in schwierigen Lebenslagen.
Beyse: Gemeinwohl nicht vergessen!
Der Blick auf die Thüringen-Karte mit den großen Investoren-Neuansiedlungen zeigt eines ganz klar: Der Nordosten des Freistaates – unser Landkreis - ist hier ein weißer Fleck. Das ist schlimm, meint Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU). Wer will, dass das so bleibt, wer private Einzelinteressen vor das Gemeinwohl stellt, der muss sich fragen lassen, wie wichtig ihm die Zukunft der ganzen Region ist. Er muss sich das fragen lassen - vor allem von denen, die händeringend nach Arbeit suchen müssen, so Beyse weiter. Es sei erfreulich, dass auch die Gegner des Industriegebietes inzwischen die Verbindung sehen zwischen Bau des Industriegebiets und der wirtschaftlichen Zukunft der Region – wie das auch die Landesregierung tue, die eindeutig Ja zum Industriegebiet sage.
Beyse weiter: Ich wiederhole es: Das Industriegebiet in der ´Goldenen Aue´ muss kommen. Und es muss schnell kommen. Mit dem Industrie-Gebiet könne man eine Fläche zur Verfügung stellen, die alle Kriterien für Großansiedlungen erfüllt. Dazu gehört übrigens auch der Gleisanschluss - vier Varianten sind dafür vorgesehen!, sagte Beyse. Der Wirtschaftsdezernent stellte klar: Es gibt die Anfragen der Investoren – sowohl beim Land Thüringen, als auch im Rathaus. Bis jetzt müssen wir oft genug Nein sagen, aus einem einfachen Grund: Wir können keine passende Fläche anbieten. Zehn Hektar am Darrweg reichen großen Investoren eben nicht. Das sind die Fakten. Und die müssen sich nicht immer mit interessengeleiteten Wahrnehmungen derer decken, die das Industriegebiet verhindern wollen.
Verständnis für Verspätungen
Seit Mittag ist die Bahnstrecke zwischen Nordhausen und Northeim gesperrt. Zwischen Ellrich und Walkenried ereignete sich am Ostportal des Tunnels ein Hangrutsch. Zwischen Ellrich und Walkenried wird voraussichtlich bis morgen Busverkehr eingerichtet, teilte die Deutsche Bahn AG mit. Die Bahn bittet die Reisenden um Verständnis für die in diesem Zusammenhang eintretenden Verspätungen von 10 bis 15 Minuten. Die Bahn geht davon aus, dass teilweise Anschlusszüge in Nordhausen nicht erreicht werden.
Autor: nnzBürgermeister beklaut und Gemeinwohl
Frechheit: Bürgermeister beklaut
Langfinger haben heut zu Tage aber auch gar keinen Respekt mehr. In Ellrich nicht mal vor ihrem Bürgermeister. Es war vor einer Woche. Gerald Schröder, Ellricher Bürgermeister, wollte wieder mal Auto fahren. Als er jedoch vor seiner Garage stand, packte ihn das blanke Entsetzen: Tür aufgebrochen, Motorhaube aufgehebelt, Batterie rausgerissen. Über die nnz möchte nun Familie Schröder den Einbrechern trotzdem ihren Dank aussprechen. Wir sagen Dankeschön, weil die Motorhaube nicht beschädigt wurde. Wenn die neuen Batteriebesitzer nun Schwierigkeiten mit dem Teil haben, dann können sie sich vertrauensvoll an mich wenden, so Schröder.
Er habe da noch ein paar nicht mitgenommene Plastikteilchen, die eventuell für das Funktionieren der Batterie nötig wären. Die könnten dann abgeholt werden. Fazit: Kommunalpolitiker im Südharz haben eben ein offenes Ohr und ein Herz für ihre Mitbürger, selbst in schwierigen Lebenslagen.
Beyse: Gemeinwohl nicht vergessen!
Der Blick auf die Thüringen-Karte mit den großen Investoren-Neuansiedlungen zeigt eines ganz klar: Der Nordosten des Freistaates – unser Landkreis - ist hier ein weißer Fleck. Das ist schlimm, meint Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU). Wer will, dass das so bleibt, wer private Einzelinteressen vor das Gemeinwohl stellt, der muss sich fragen lassen, wie wichtig ihm die Zukunft der ganzen Region ist. Er muss sich das fragen lassen - vor allem von denen, die händeringend nach Arbeit suchen müssen, so Beyse weiter. Es sei erfreulich, dass auch die Gegner des Industriegebietes inzwischen die Verbindung sehen zwischen Bau des Industriegebiets und der wirtschaftlichen Zukunft der Region – wie das auch die Landesregierung tue, die eindeutig Ja zum Industriegebiet sage.
Beyse weiter: Ich wiederhole es: Das Industriegebiet in der ´Goldenen Aue´ muss kommen. Und es muss schnell kommen. Mit dem Industrie-Gebiet könne man eine Fläche zur Verfügung stellen, die alle Kriterien für Großansiedlungen erfüllt. Dazu gehört übrigens auch der Gleisanschluss - vier Varianten sind dafür vorgesehen!, sagte Beyse. Der Wirtschaftsdezernent stellte klar: Es gibt die Anfragen der Investoren – sowohl beim Land Thüringen, als auch im Rathaus. Bis jetzt müssen wir oft genug Nein sagen, aus einem einfachen Grund: Wir können keine passende Fläche anbieten. Zehn Hektar am Darrweg reichen großen Investoren eben nicht. Das sind die Fakten. Und die müssen sich nicht immer mit interessengeleiteten Wahrnehmungen derer decken, die das Industriegebiet verhindern wollen.
Verständnis für Verspätungen
Seit Mittag ist die Bahnstrecke zwischen Nordhausen und Northeim gesperrt. Zwischen Ellrich und Walkenried ereignete sich am Ostportal des Tunnels ein Hangrutsch. Zwischen Ellrich und Walkenried wird voraussichtlich bis morgen Busverkehr eingerichtet, teilte die Deutsche Bahn AG mit. Die Bahn bittet die Reisenden um Verständnis für die in diesem Zusammenhang eintretenden Verspätungen von 10 bis 15 Minuten. Die Bahn geht davon aus, dass teilweise Anschlusszüge in Nordhausen nicht erreicht werden.

