Mi, 15:43 Uhr
02.06.2010
Harz ist wichtiges Zugpferd
Der Harz ist ein wichtiger Identifikationspunkt für die Einwohner des Landkreises Nordhausen. Das zeigt eine Befragung zum Image der Region, die im Rahmen des Regionalbudgets im März lief und an der sich rund 900 Leute beteiligt haben...
Eine sehr hohe Bedeutung messen die Befragten dem Harz sowohl als Aushängeschild als auch als Wirtschaftsfaktor und Ausflugsziel bei. In dieses Bild passt, dass der Anteil der Befragten überwiegt, die sich als Südharzer fühlen. Rund 37 Prozent empfindet sich als Südharzer, 31 Prozent als Nordthüringer. Etwa jeder dritte will sich weder der einen noch der anderen Kategorie zuordnen.
Die Region, ihre Natur und Lage, fällt 44 Prozent der Befragten als erstes spontan zum Landkreis Nordhausen ein. In einer offenen Frage nennen sie zum Beispiel die landschaftliche Idylle, die gemütliche kleinstädtische Struktur oder die zentrale Lage in Deutschland. Jeder dritte Befragte denkt spontan an die Wirtschaft im Landkreis, an bekannte Unternehmen wie Nordbrand, an die Fachhochschule, aber auch an die lange Tradition im Maschinenbau.
Knapp ein Viertel der Befragten lobt das kulturelle und Freizeitangebot, wie das Theater, das Landesgartenschaugelände, die Burgruine Hohnstein, die Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern und die Vielfalt der Ausflugsziele. Insgesamt überwiegen bei diesen spontanen Angaben klar positive Aussagen. Negativ fallen nur 15 Prozent der Äußerungen bei dieser offenen Frage aus. Die Befragten finden zum Beispiel das Wohnumfeld trist, die Menschen engstirnig oder nennen die hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Wirtschaftskraft.
Besonders gut hingegen gefällt den Befragten die grüne Seite ihrer Region, aber auch Überschaubarkeit der Orte und der Verkehrsinfrastruktur, die Stadtbilder, die Menschen hier vor Ort sowie die Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Auf die Frage, was ihnen nicht im Landkreis gefällt, kritisiert knapp ein Viertel die Lebens- und Arbeitssituation. Gut ein Fünftel nennt die Verkehrsinfrastruktur, beispielsweise den Lärm durch Lastwagenverkehr oder Schlaglöcher auf den Straßen. 18 Prozent empfinden das Stadtbild in einigen Ortschaften ungepflegt, 17 Prozent finden das Freizeitangebot unzureichend, vermissen zum Beispiel Radwege oder wollen mehr Veranstaltungen wie Konzerte. Schließlich kritisieren 15 Prozent die Arbeitsweise der Behörden.
Ihre Zukunftsaussichten in der Region bewerten die Befragten zufrieden stellend, wobei die Berufstätigen ihre Chancen deutlich positiver einschätzen als die nicht Berufstätigen, Auszubildenden und Studierenden. Die Befragten finden den Landkreis mehrheitlich senioren- und familienfreundlich, friedlich, gepflegt, ökologisch intakt und preiswert. Sehr gut bis gut finden die Befragten zum Beispiel die Anbindung an Fernstraßen und den öffentlichen Nahverkehr, die Natur der Region, die Kinderbetreuung, die medizinische Versorgung und sie schätzen die renommierte Hochschule vor Ort.
Weniger gut schneidet der Landkreis in der Bewertung des Bekanntheitsgrades, der Wirtschaftsfreundlichkeit oder der Vielfältigkeit ab. Kritisch sehen sie auch die Attraktivität des Arbeitsplatzangebots, die Höhe der Löhne und Gehälter und die Arbeitsweise der Behörden. Das Image des Landkreises bewerten die Befragten mit einer 3,4 auf einer Skala von 1 bis 6, wobei 6 der beste Wert ist.
Beteiligt haben sich auch 55 Unternehmer an der Befragung. Ihre derzeitige Geschäftslage bewerten die Unternehmer vergleichsweise gut. Auf einer Skala von 1 bis 6, wobei wieder 6 der beste Wert ist, vergeben sie im Mittel eine 3,96. 71 Prozent der befragten Unternehmer sieht in neuen Ansiedlungsflächen wie dem Industriegebiet Goldenen Aue Chancen für den Landkreis. Die Fachhochschule erachten die Unternehmen als wichtigen Standortvorteil, auch für ihre eigene Arbeit. 24 der 55 Unternehmen kooperieren mit der Nordhäuser FH, beispielsweise in Forschungsprojekten, in Praktika und bei Abschlussarbeiten der Studierenden.
Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung wird der Verein für Wirtschaftentwicklung der Region Nordhausen im Projekt Regionalbudget eingehender analysieren, um in Kooperation mit der LEG Ansätze für ein stimmiges Marketing für den Landkreis Nordhausen zu entwickeln. Eine erste Idee ist beispielsweise, die Möglichkeiten für Kultur und Freizeitgestaltung zu sammeln, online darzustellen und damit den Einwohnern eine umfassende Informationsplattform anzubieten.
Autor: nnzEine sehr hohe Bedeutung messen die Befragten dem Harz sowohl als Aushängeschild als auch als Wirtschaftsfaktor und Ausflugsziel bei. In dieses Bild passt, dass der Anteil der Befragten überwiegt, die sich als Südharzer fühlen. Rund 37 Prozent empfindet sich als Südharzer, 31 Prozent als Nordthüringer. Etwa jeder dritte will sich weder der einen noch der anderen Kategorie zuordnen.
Die Region, ihre Natur und Lage, fällt 44 Prozent der Befragten als erstes spontan zum Landkreis Nordhausen ein. In einer offenen Frage nennen sie zum Beispiel die landschaftliche Idylle, die gemütliche kleinstädtische Struktur oder die zentrale Lage in Deutschland. Jeder dritte Befragte denkt spontan an die Wirtschaft im Landkreis, an bekannte Unternehmen wie Nordbrand, an die Fachhochschule, aber auch an die lange Tradition im Maschinenbau.
Knapp ein Viertel der Befragten lobt das kulturelle und Freizeitangebot, wie das Theater, das Landesgartenschaugelände, die Burgruine Hohnstein, die Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern und die Vielfalt der Ausflugsziele. Insgesamt überwiegen bei diesen spontanen Angaben klar positive Aussagen. Negativ fallen nur 15 Prozent der Äußerungen bei dieser offenen Frage aus. Die Befragten finden zum Beispiel das Wohnumfeld trist, die Menschen engstirnig oder nennen die hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Wirtschaftskraft.
Besonders gut hingegen gefällt den Befragten die grüne Seite ihrer Region, aber auch Überschaubarkeit der Orte und der Verkehrsinfrastruktur, die Stadtbilder, die Menschen hier vor Ort sowie die Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Auf die Frage, was ihnen nicht im Landkreis gefällt, kritisiert knapp ein Viertel die Lebens- und Arbeitssituation. Gut ein Fünftel nennt die Verkehrsinfrastruktur, beispielsweise den Lärm durch Lastwagenverkehr oder Schlaglöcher auf den Straßen. 18 Prozent empfinden das Stadtbild in einigen Ortschaften ungepflegt, 17 Prozent finden das Freizeitangebot unzureichend, vermissen zum Beispiel Radwege oder wollen mehr Veranstaltungen wie Konzerte. Schließlich kritisieren 15 Prozent die Arbeitsweise der Behörden.
Ihre Zukunftsaussichten in der Region bewerten die Befragten zufrieden stellend, wobei die Berufstätigen ihre Chancen deutlich positiver einschätzen als die nicht Berufstätigen, Auszubildenden und Studierenden. Die Befragten finden den Landkreis mehrheitlich senioren- und familienfreundlich, friedlich, gepflegt, ökologisch intakt und preiswert. Sehr gut bis gut finden die Befragten zum Beispiel die Anbindung an Fernstraßen und den öffentlichen Nahverkehr, die Natur der Region, die Kinderbetreuung, die medizinische Versorgung und sie schätzen die renommierte Hochschule vor Ort.
Weniger gut schneidet der Landkreis in der Bewertung des Bekanntheitsgrades, der Wirtschaftsfreundlichkeit oder der Vielfältigkeit ab. Kritisch sehen sie auch die Attraktivität des Arbeitsplatzangebots, die Höhe der Löhne und Gehälter und die Arbeitsweise der Behörden. Das Image des Landkreises bewerten die Befragten mit einer 3,4 auf einer Skala von 1 bis 6, wobei 6 der beste Wert ist.
Beteiligt haben sich auch 55 Unternehmer an der Befragung. Ihre derzeitige Geschäftslage bewerten die Unternehmer vergleichsweise gut. Auf einer Skala von 1 bis 6, wobei wieder 6 der beste Wert ist, vergeben sie im Mittel eine 3,96. 71 Prozent der befragten Unternehmer sieht in neuen Ansiedlungsflächen wie dem Industriegebiet Goldenen Aue Chancen für den Landkreis. Die Fachhochschule erachten die Unternehmen als wichtigen Standortvorteil, auch für ihre eigene Arbeit. 24 der 55 Unternehmen kooperieren mit der Nordhäuser FH, beispielsweise in Forschungsprojekten, in Praktika und bei Abschlussarbeiten der Studierenden.
Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung wird der Verein für Wirtschaftentwicklung der Region Nordhausen im Projekt Regionalbudget eingehender analysieren, um in Kooperation mit der LEG Ansätze für ein stimmiges Marketing für den Landkreis Nordhausen zu entwickeln. Eine erste Idee ist beispielsweise, die Möglichkeiten für Kultur und Freizeitgestaltung zu sammeln, online darzustellen und damit den Einwohnern eine umfassende Informationsplattform anzubieten.


