Di, 08:57 Uhr
01.06.2010
Da geht nichts mehr
Nichts geht mehr, der Nordhäuser Kreistag hat mit seinem Beschluss zum Haushalt die Gemeinde Werther in den Zustand der Haushaltssperre geschickt, so kommentiert Bürgermeister Hans-Jürgen Weidt den aktuellen Zustand seiner Verwaltung und wir haben die Einzelheiten...
Auch der Umstand, dass die Erhöhung der Kreisumlage alle Gemeinden und Städte des Landkreises trifft, macht die Lage nicht aussichtsreicher. Mit der jetzigen Erhöhung der Schul- und Kreisumlage ist unser Landkreis trauriger Spitzenreiter in Thüringen. Nahezu jeden halben Euro, den wir einnehmen, müssen wir in die Kreiskasse weiterleiten.
Die Gemeinde Werther trifft es da doppelt hart, denn die wichtigste Einnahmeposition, die Schlüsselzuweisungen, die wurden im Vergleich zum Vorjahr gekürzt. Weidt rechnet vor: Im Jahr 2010 haben wir rund 1,1 Millionen Euro an Umlagen zu bezahlen, das sind etwa 230.000 Euro mehr als im Jahr 2009. Gleichzeitig erhalten wir vom Land Thüringen 256.000 Euro weniger Zuweisungen in diesem Jahr als im Jahr zuvor.
Bei einem Verwaltungshaushalt von 3,5 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt von 770.000 Euro ist das ein dicker Brocken, der erst einmal verkraftet werden muss. Politisch befinden sich Gemeindeverwaltung und Gemeinderat faktisch im Zustand der Handlungsunfähigkeit. Um in diesem finanziellen Desaster, das nicht in der Gemeinde verursacht wurde, zu begegnen, wird zum 3.Juni eine allgemeine Haushaltssperre eingeführt. Parallel dazu muss der Bürgermeister prüfen, ob die dauernde Leistungsfähigkeit noch gegeben ist.
In Gefahr geraten nun auch die Eigenanteile zur Finanzierung der Maßnahmen aus dem Konkunturpaket II, auch der weitere Umbau der ehemaligen Schule zu einem modernen Kindergarten ist gefährdet. Allerdings zu Hans-Jürgen Weidt: Wir werden auf keinen Fall die freiwilligen Aufgaben kürzen, denn gerade das soziale und kulturelle Miteinander machen das Leben im ländlichen Raum noch attraktiv.
Begonnen wurde inzwischen mit dem nächsten Projekt aus dem Konjunkturprogramm II, der energetischen Sanierung des Vereinsheims der LSG Blau-Weiß Großwechsungen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 32.000 Euro, 8.000 Euro davon kommen aus dem Haushalt der Einheitsgemeinde. Die Arbeiten werden in der Spielpause beginnen, in der vergangenen Woche erfolgte die Vergabe der einzelnen Gewerke.
Autor: nnzAuch der Umstand, dass die Erhöhung der Kreisumlage alle Gemeinden und Städte des Landkreises trifft, macht die Lage nicht aussichtsreicher. Mit der jetzigen Erhöhung der Schul- und Kreisumlage ist unser Landkreis trauriger Spitzenreiter in Thüringen. Nahezu jeden halben Euro, den wir einnehmen, müssen wir in die Kreiskasse weiterleiten.
Die Gemeinde Werther trifft es da doppelt hart, denn die wichtigste Einnahmeposition, die Schlüsselzuweisungen, die wurden im Vergleich zum Vorjahr gekürzt. Weidt rechnet vor: Im Jahr 2010 haben wir rund 1,1 Millionen Euro an Umlagen zu bezahlen, das sind etwa 230.000 Euro mehr als im Jahr 2009. Gleichzeitig erhalten wir vom Land Thüringen 256.000 Euro weniger Zuweisungen in diesem Jahr als im Jahr zuvor.
Bei einem Verwaltungshaushalt von 3,5 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt von 770.000 Euro ist das ein dicker Brocken, der erst einmal verkraftet werden muss. Politisch befinden sich Gemeindeverwaltung und Gemeinderat faktisch im Zustand der Handlungsunfähigkeit. Um in diesem finanziellen Desaster, das nicht in der Gemeinde verursacht wurde, zu begegnen, wird zum 3.Juni eine allgemeine Haushaltssperre eingeführt. Parallel dazu muss der Bürgermeister prüfen, ob die dauernde Leistungsfähigkeit noch gegeben ist.
In Gefahr geraten nun auch die Eigenanteile zur Finanzierung der Maßnahmen aus dem Konkunturpaket II, auch der weitere Umbau der ehemaligen Schule zu einem modernen Kindergarten ist gefährdet. Allerdings zu Hans-Jürgen Weidt: Wir werden auf keinen Fall die freiwilligen Aufgaben kürzen, denn gerade das soziale und kulturelle Miteinander machen das Leben im ländlichen Raum noch attraktiv.
Begonnen wurde inzwischen mit dem nächsten Projekt aus dem Konjunkturprogramm II, der energetischen Sanierung des Vereinsheims der LSG Blau-Weiß Großwechsungen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 32.000 Euro, 8.000 Euro davon kommen aus dem Haushalt der Einheitsgemeinde. Die Arbeiten werden in der Spielpause beginnen, in der vergangenen Woche erfolgte die Vergabe der einzelnen Gewerke.

