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Sa, 08:33 Uhr
29.05.2010

Apothekenberufe mit Zukunft

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und damit steht für viele Schulabgänger auch die Frage nach dem zukünftigen Beruf an. Egal ob Abitur oder Mittlere Reife - bei der Suche nach einem passenden Ausbildungs - oder Studiengang ist die Apotheke eine attraktive und interessante Option mit Perspektive.


"Junge Absolventen für einen Beruf in der Apotheke zu begeistern, ist für mich eine Herzensangelegenheit", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. "Die Berufe in der Apotheke bieten das, was jeder von seinem Job erwartet. Die Arbeitsplätze haben eine Zukunft, sie garantieren den täglichen Umgang mit Menschen und sind daher abwechslungsreich und vielfältig. Sie werden leistungsgerecht und sozial verantwortlich bezahlt. Das Allerwichtigste ist für mich jedoch, sie garantieren Freude, denn in der Apotheke kann täglich Menschen nachhaltig und verlässlich geholfen werden. Und das ist ein wirklich tolles Gefühl."

Die Attraktivität zeigt sich aber auch und vor allem in den vielfältigen Einsatzgebieten der pharmazeutischen Berufe. Apotheker und Pharmazeutisch-Technische Assistenten werden nicht nur in Apotheken gebraucht und gesucht. Auch in Krankenhäusern und bei Krankenkassen, in Industrie und Wissenschaft sind Pharmazeuten gefragt. Ihre breit gefächerte naturwissenschaftliche Ausbildung macht gerade Apotheker flexibel einsetzbar und daher für pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen sehr interessant.

Allerdings sind in Thüringen industrielle Betriebe leider nur in handverlesener Anzahl vorhanden. Da ist es gut zu wissen, dass öffentliche Apotheken auch in strukturschwachen Regionen verlässliche und anspruchsvolle Arbeitsplätze bieten. "Apothekenberufe sind Berufe mit großer Verantwortung", hebt Garke hervor. Die Aufgabenbereiche sind sehr vielseitig. Apotheker beraten Ärzte und Patienten zur bestgeeigneten Arzneimitteltherapie, sie stellen passgenaue Rezepturen her, wenn die industriell gefertigten Medikamente nicht den vollen Erfolg versprechen. Nicht zuletzt sorgen Apotheker aber auch dafür, dass ihre Patienten keine Angst vor Risiken und Nebenwirkungen haben müssen, denn gerade darauf achten die Arzneimittelfachleute besonders.

Doch wie ist es um Ausbildungsplätze und Zukunftsaussichten bestellt? "Mehr als 100 Auszubildende haben die Thüringer Apotheken im vergangenen Jahr betreut", erklärt Garke. Dazu zählen die Absolventen eines Pharmazie-Studiums - so genannte Pharmazeuten im Praktikum - sowie Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) und Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte (PKA). Hinzu kommen unzählige Praktikanten, die im Rahmen der Schule oder des Hochschulstudiums Berufserfahrungen in der Apotheke sammeln wollen.

"Die Berufschancen für Apotheker und PTA sind gerade in Thüringen ausgesprochen gut", so Garke. "In den kommenden 10 Jahren rechnen wir allein in den 570 öffentlichen Apotheken mit etwa 1.000 frei werdenden Stellen. Gerade Apothekerinnen und Apotheker werden händeringend gesucht werden - also beste Aussichten für naturwissenschaftlich interessierte Abiturienten."

Werdende Apotheker können in Thüringen ausschließlich an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Pharmazie studieren. An der Hochschule gibt es zum Wintersemester 85 Plätze für Studienanfänger, die über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) vergeben werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite www.zvs.de.

Wer nicht studieren, aber dennoch zu Medikamenten beraten und Arzneimittel selbst anfertigen möchte, kann eine Ausbildung zur PTA machen. Zwei Jahre sind dabei an einer Berufsfachschule zu absolvieren, daran anschließend folgt für die zukünftigen PTA ein halbjähriges Praktikum.

Auf dem Lehrplan stehen nicht nur Arzneimittelkunde und Botanik, sondern auch Fächer wie Ernährung und Körperkunde. Rund 200 Plätze gibt es jedes Jahr an den Schulen in Erfurt, Jena, Bad Frankenhausen, Gera, Meiningen und Mühlhausen. Weiter Informationen zu den Berufsbildern in der Apotheke finden Sie unter www.lakt.de.
Autor: nnz/kn

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