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Mo, 16:31 Uhr
24.05.2010

Österreicher in Limlingerode

Im Rahmen einer Lesung werden am kommenden Samstag Leben und Werk beider Zeitgenossen Sarah Kirschs in der „Dichterstätte“ in Limlingerode von Stephanie Tölle und Mathias Schick vorgestellt.


Erst vor kurzem erhielt Friedericke Mayröcker, 1924 in Wien geboren, den Peter-Huchel-Preis für ihren zuletzt erschienenen Gedichtband „dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif“. Es geschah genau 20 Jahre nach der Verleihung dieser Auszeichnung an Ernst Jandl (1925-2000), ebenfalls ein Wiener.

Seit 1954 waren die beiden Dichter Lebensgefährten. Ihre Werke stehen in einem interessanten gegenseitigen Spannungsverhältnis: Mayröcker und Jandl haben eigenständige Ouvres geschaffen, die von einem wiederkehrenden wechselseitigen Bezug durchdrungen sind. Während Jandl für seine Lautgedichte und Sprachexperimente bekannt wurde, entwickelte Mayröcker eine assoziative Lyrik und Prosa höchster Güte.

„friedericke mayröcker, von so vornehmen geistern wie bach und hölderlin angeführt, hat in ihrer kunst eine glorreiche höhe erklommen. mein sinn, in richtung einer aufgeklärten massenkultur, konnte sich gleichermaßen durchsetzen. so ergänzen wir einander liebevoll und mit respekt“, notierte Jandl einmal.

Obwohl beide, von einem kurzen, missglückten Versuch abgesehen, nie zusammen gewohnt haben, standen sie sich sehr nah. Bis heute, 10 Jahre nach seinem Tode, widmet Mayröcker Jandl Gedichte.
Mathias Schick
Autor: nnz

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