Do, 14:09 Uhr
20.05.2010
nnz-Forum: Unverständlich?
Die nnz hatte gestern über Merkwürdigkeiten in der Nordhäuser Agentur für Arbeit berichtet. Dazu gibt es jetzt eine Wortmeldung eines nnz-Lesers. Und eine Karikatur.
Auch ich verstehe den Brief des Personalrates der ARGE, den ich in meinen Briefkasten fand, nicht so ganz. Ich habe ihn sehr sorgsam durch gelesen und das nicht nur einmal. Meine Gedanken gehen auch in die Richtung, dass hier die blanke Angst der ARGE-Mitarbeiter, um ihren Arbeitsplatz im Vordergrund stehen. Allerdings wage ich nicht zu beurteilen, welche der beiden Optionen die bessere ist. Sie haben beide ihre Vorteile, man muss nur darauf achten, dass sie nicht zum Nachteil der Hilfebedürftigen ausgenutzt werden.
Es darf auch nicht so werden, wie es zur Zeit bei vielen Arbeitsämtern aussieht. Laut Rechnungshof, werde bei den Arbeitsämtern eine Art Vetternwirtschaft betrieben und die Gehälter seien unrealistisch hoch. Dann ist noch die Angelegenheit mit den viel zu großen und zu teuren Dienstwagen. Ein weiterer Punkt, der immer mehr an Bedeutung für die Kommunen gewinnt, ist das Ehrenamt. Im Kreistag wurde verlangt, dass man auf diesen Gebiet mehr tun muss. Der Staat ist nicht mehr in der Lage oder soll ich sagen, er ist nicht mehr willens, soziale Leistungen zu erbringen.
Hier abonniert man an die Bürger, sie sollen mehr ehrenamtlich arbeiten. Früher war die ehrenamtliche Arbeit auf 15 Stunden beschränkt, heute arbeiten viele schon drei Tage ehrenamtlich. Wie ich erfahren habe ist man dabei, ein nun sagen wir mal ein Konzept auszuarbeiten, welches erlaubt, die ehrenamtliche Arbeit auf die ganze Woche auszudehnen.
Vom Bürger verlangt man Einsatz zum Wohle der Bevölkerung, einen Vorschlag von Herrn Ehrhold auf die Aufwandsentschädigung zu verzichten, wurde mit einigen Buhrufen bedacht. Getreu nach dem Motto: Sparen ja, aber nicht bei mir. Ja, so kennen wir sie, unsere Politiker. Gut fand ich auch, dass ein Politiker der Linken zugegeben hat, dass fast jedes Kreistagesmitglied in erster Linie versucht, für eine Interessenvertretung oder für seine Lobby zu arbeiten. Ich frage mich allerdings, wie das zu verstehen ist?
Eines, was mir wieder einmal aufgefallen ist. Fast jede Fraktion hatte etwas an dem Haushaltsplan auszusetzen, aber zum Schluss wurde er mit Mehrheit verabschiedet. War alles nur populistisches Geschwätz?
Zum Schluss eine Zitat aus alter Zeit, das Heute noch Gültigkeit hat. Es stammt von Marcus Tullius Cicero, ein römischer Politiker.Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. Vielen unseren Politiker möchte ich das Buch DIE GEPLÜNDERTE REPUBLIK von Thomas Wieczorek empfehlen. Vielleicht begreifen sie dann, um was es geht? Es steht etwas mehr auf den Spiel, als ihr Gehalt oder Karriere.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: psgAuch ich verstehe den Brief des Personalrates der ARGE, den ich in meinen Briefkasten fand, nicht so ganz. Ich habe ihn sehr sorgsam durch gelesen und das nicht nur einmal. Meine Gedanken gehen auch in die Richtung, dass hier die blanke Angst der ARGE-Mitarbeiter, um ihren Arbeitsplatz im Vordergrund stehen. Allerdings wage ich nicht zu beurteilen, welche der beiden Optionen die bessere ist. Sie haben beide ihre Vorteile, man muss nur darauf achten, dass sie nicht zum Nachteil der Hilfebedürftigen ausgenutzt werden.
Es darf auch nicht so werden, wie es zur Zeit bei vielen Arbeitsämtern aussieht. Laut Rechnungshof, werde bei den Arbeitsämtern eine Art Vetternwirtschaft betrieben und die Gehälter seien unrealistisch hoch. Dann ist noch die Angelegenheit mit den viel zu großen und zu teuren Dienstwagen. Ein weiterer Punkt, der immer mehr an Bedeutung für die Kommunen gewinnt, ist das Ehrenamt. Im Kreistag wurde verlangt, dass man auf diesen Gebiet mehr tun muss. Der Staat ist nicht mehr in der Lage oder soll ich sagen, er ist nicht mehr willens, soziale Leistungen zu erbringen.
Hier abonniert man an die Bürger, sie sollen mehr ehrenamtlich arbeiten. Früher war die ehrenamtliche Arbeit auf 15 Stunden beschränkt, heute arbeiten viele schon drei Tage ehrenamtlich. Wie ich erfahren habe ist man dabei, ein nun sagen wir mal ein Konzept auszuarbeiten, welches erlaubt, die ehrenamtliche Arbeit auf die ganze Woche auszudehnen.
Vom Bürger verlangt man Einsatz zum Wohle der Bevölkerung, einen Vorschlag von Herrn Ehrhold auf die Aufwandsentschädigung zu verzichten, wurde mit einigen Buhrufen bedacht. Getreu nach dem Motto: Sparen ja, aber nicht bei mir. Ja, so kennen wir sie, unsere Politiker. Gut fand ich auch, dass ein Politiker der Linken zugegeben hat, dass fast jedes Kreistagesmitglied in erster Linie versucht, für eine Interessenvertretung oder für seine Lobby zu arbeiten. Ich frage mich allerdings, wie das zu verstehen ist?
Eines, was mir wieder einmal aufgefallen ist. Fast jede Fraktion hatte etwas an dem Haushaltsplan auszusetzen, aber zum Schluss wurde er mit Mehrheit verabschiedet. War alles nur populistisches Geschwätz?
Zum Schluss eine Zitat aus alter Zeit, das Heute noch Gültigkeit hat. Es stammt von Marcus Tullius Cicero, ein römischer Politiker.Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. Vielen unseren Politiker möchte ich das Buch DIE GEPLÜNDERTE REPUBLIK von Thomas Wieczorek empfehlen. Vielleicht begreifen sie dann, um was es geht? Es steht etwas mehr auf den Spiel, als ihr Gehalt oder Karriere.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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