Fr, 07:00 Uhr
17.01.2003
nnz-Rückspiegel: 17. Januar 2002
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Grenzenlos und Farbentreffen
Einfallsreichtum ist grenzenlos
Viele Autofahrer können in Nordhausen ihr Liedchen von den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes singen. Aber auch die mobilen Mitbürger sorgen immer wieder für Neuigkeiten. nnz hat etwas durchaus Kurioses aber auch Alltägliches entdeckt.
In der Straßenverkehrsordnung ist das Parken oder Halten auf Bundesstraßen prinzipiell untersagt. Gleiches gilt in den Kommunen für Bürgersteige. Seit sich im Bereich der Uferstraße die Parkmöglichkeiten versteinert haben, sucht der listige Autofahrer nach Alternativen. Eine davon befindet sich auf dem Fußweg. Ab und zu bemerken dies auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes und klemmen die blauen Zettelchen an die Frontscheibe. Ein bisschen blauäugig verhalten sich die Blauuniformierten jedoch mit den Dienstfahrzeugen der Döner-Experten an der Uferstraße. Deren Fahrzeuge, eindeutig mit diverser Werbung beschriftet, stehen tagsüber auf dem Fußweg vor dem Döner-Imbiß. Heute nun schoß einer der Fahrer die sprichwörtlichen Vogel ab (siehe nnz-Foto). Da wurde den Fußgängern schon allerhand an Akrobatik zugemutet.
Ob die Ordnungsamtsmitarbeiter vielleicht auch am Vormittag zur Stelle waren, konnte nicht beobachtet werden. Ab und zu müssen einfach mal dort langgehen und nachschauen. Da treffen sie nämlich permanente Falschparker. Aber vielleicht lassen sich ja auch schon genügend blaue Zettel in der Friedrichstraße hinter die Scheibenwischerblätter klemmen? Und vielleicht hat man da ja auch schon das Soll in diesem Stadtbereich erfüllt? Hier sollte Anhilfe geschaffen werden, ein paar Blaue hat man wohl doch noch in der Tasche, denkt sich die nnz-Redaktion.
Grün traf auf Schwarz
Ab und zu gibt es im Nordhäuser Landratsamt richtig prominente Besucher. Noch seltener sind jedoch ehemalige Spitzenpolitiker aus den Reihen von Bündnis90/Die Grünen. nnz hat heute eine(n) entdeckt.
Einst hatte sie das Sagen bei den Bündnisgrünen als Bundessprecherin: Gunda Röstel. Sie Monaten hat sie der großen Politik den Rücken gekehrt, jetzt ist sie in der Wirtschaft zu Gange und stattete in dieser Funktion Landrat Joachim Claus (CDU) einen Besuch ab. Einen Job hat Gunda Röstel bei der Gelsenwasser AG gefunden. Dort kümmert sie sich um die ökologischen Belange des Unternehmens.
Mittlerweile haben sich die Gelsenwasser AG und die TEAG zu einem Arbeitsverbund im Bereich Wasser- und Abwasserversorgung zusammengeschlossen. In Nordhausen bot Röstel dem Landkreis eine Zusammenarbeit in diesen Bereichen an. Der neue Verbund stellte seine mögliche Hilfe bei eventuellen Problemen in den Zweckverbänden vor. Das hatte im vergangenen Jahr die TEAG auch schon mal solo versucht, erhielt nach nnz-Informationen aber eine gnadenlose Abfuhr von den Bürgermeistern und den Chefs der Zweckverbände.
Politisch hat sich Röstel zwar aus der ersten Riege der Politik verabschiedet, im Parteirat arbeitet sie aber trotzdem noch mit. In den zurückliegenden Wochen und Monaten sieht sie ihre Partei auf einem richtigen Weg. So hätten die Bündnisgrünen gezeigt, dass sie sich nicht nur auf die urgünen Themen wie Umweltschutz oder Ökologie besinnen, sondern auch in der Arbeitsmarktpolitik politische Felder besetzen, so Röstel gegenüber nnz. Hier sieht sie ihre Partei auf dem richtigen Weg. Aus dem kommenden Bundeswahlkampf werde sie sich weitestgehend heraushalten, für Kandidaturen stehe sie generell nicht zur Verfügung. Wohl wolle sie den Gremien und Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen, vor allem in den neuen Bundesländern gern mit ihrem Rat zur Seite stehen – wenn dieser denn gewünscht sei.
Autor: nnzGrenzenlos und Farbentreffen
Einfallsreichtum ist grenzenlos
Viele Autofahrer können in Nordhausen ihr Liedchen von den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes singen. Aber auch die mobilen Mitbürger sorgen immer wieder für Neuigkeiten. nnz hat etwas durchaus Kurioses aber auch Alltägliches entdeckt.
In der Straßenverkehrsordnung ist das Parken oder Halten auf Bundesstraßen prinzipiell untersagt. Gleiches gilt in den Kommunen für Bürgersteige. Seit sich im Bereich der Uferstraße die Parkmöglichkeiten versteinert haben, sucht der listige Autofahrer nach Alternativen. Eine davon befindet sich auf dem Fußweg. Ab und zu bemerken dies auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes und klemmen die blauen Zettelchen an die Frontscheibe. Ein bisschen blauäugig verhalten sich die Blauuniformierten jedoch mit den Dienstfahrzeugen der Döner-Experten an der Uferstraße. Deren Fahrzeuge, eindeutig mit diverser Werbung beschriftet, stehen tagsüber auf dem Fußweg vor dem Döner-Imbiß. Heute nun schoß einer der Fahrer die sprichwörtlichen Vogel ab (siehe nnz-Foto). Da wurde den Fußgängern schon allerhand an Akrobatik zugemutet. Ob die Ordnungsamtsmitarbeiter vielleicht auch am Vormittag zur Stelle waren, konnte nicht beobachtet werden. Ab und zu müssen einfach mal dort langgehen und nachschauen. Da treffen sie nämlich permanente Falschparker. Aber vielleicht lassen sich ja auch schon genügend blaue Zettel in der Friedrichstraße hinter die Scheibenwischerblätter klemmen? Und vielleicht hat man da ja auch schon das Soll in diesem Stadtbereich erfüllt? Hier sollte Anhilfe geschaffen werden, ein paar Blaue hat man wohl doch noch in der Tasche, denkt sich die nnz-Redaktion.
Grün traf auf Schwarz
Ab und zu gibt es im Nordhäuser Landratsamt richtig prominente Besucher. Noch seltener sind jedoch ehemalige Spitzenpolitiker aus den Reihen von Bündnis90/Die Grünen. nnz hat heute eine(n) entdeckt.
Einst hatte sie das Sagen bei den Bündnisgrünen als Bundessprecherin: Gunda Röstel. Sie Monaten hat sie der großen Politik den Rücken gekehrt, jetzt ist sie in der Wirtschaft zu Gange und stattete in dieser Funktion Landrat Joachim Claus (CDU) einen Besuch ab. Einen Job hat Gunda Röstel bei der Gelsenwasser AG gefunden. Dort kümmert sie sich um die ökologischen Belange des Unternehmens.Mittlerweile haben sich die Gelsenwasser AG und die TEAG zu einem Arbeitsverbund im Bereich Wasser- und Abwasserversorgung zusammengeschlossen. In Nordhausen bot Röstel dem Landkreis eine Zusammenarbeit in diesen Bereichen an. Der neue Verbund stellte seine mögliche Hilfe bei eventuellen Problemen in den Zweckverbänden vor. Das hatte im vergangenen Jahr die TEAG auch schon mal solo versucht, erhielt nach nnz-Informationen aber eine gnadenlose Abfuhr von den Bürgermeistern und den Chefs der Zweckverbände.
Politisch hat sich Röstel zwar aus der ersten Riege der Politik verabschiedet, im Parteirat arbeitet sie aber trotzdem noch mit. In den zurückliegenden Wochen und Monaten sieht sie ihre Partei auf einem richtigen Weg. So hätten die Bündnisgrünen gezeigt, dass sie sich nicht nur auf die urgünen Themen wie Umweltschutz oder Ökologie besinnen, sondern auch in der Arbeitsmarktpolitik politische Felder besetzen, so Röstel gegenüber nnz. Hier sieht sie ihre Partei auf dem richtigen Weg. Aus dem kommenden Bundeswahlkampf werde sie sich weitestgehend heraushalten, für Kandidaturen stehe sie generell nicht zur Verfügung. Wohl wolle sie den Gremien und Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen, vor allem in den neuen Bundesländern gern mit ihrem Rat zur Seite stehen – wenn dieser denn gewünscht sei.
