Mo, 08:00 Uhr
17.05.2010
Alles Zahlen, oder?
Morgen treffen sich die Mitglieder des Nordhäuser Kreistages zu einer weiteren Sitzung. Im dritten Anlauf müssen Sie sich mit dem Haushalt der Kreisverwaltung beschäftigen. Genug zu tun gab es damit bereits im Vorfeld.
Und so sieht bislang der Entwurf der Verwaltung aus. Der Verwaltungshaushalt soll ein Volumen von rund 107 Millionen Euro haben, das sind etwa eine Million Euro mehr als im vorigen Jahr. 1,5 Millionen Euro mehr schlagen beim Vermögenshaushalt zu Buche, aktuell sollen 11,9 Millionen Euro sein, so der Vorschlag aus der Verwaltung dieses Landkreises.
Nach nnz-Informationen seien die Zahlen seitens des Finanzausschusses genehmigt worden. Durchgewunken haben deren Mitglieder anscheinend auch die Höhe der Umlagen. Das hätten die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen ebenso getan. Die müssen nun nur noch ihren Fraktionärs-Kolleginnen und -kollegen erklären, warum es immer noch eine Erhöhung der Umlagen geben soll, kann oder muss. Aktuell sollen 22,3 Millionen Euro an Kreisumlage von den Gemeindekassen in die Kreiskasse fließen. Das sind zwar eine Million Euro weniger als zur zweiten Lesung präsentiert, aber immer noch rund 900.000 Euro mehr als im Jahr zuvor.
Kaum Veränderungen zwischen zweiter und dritter Lesung gab es bei der Schulumlage. Die blieb mit 3,9 Millionen Euro nahezu konstant. Schaut man jedoch ein Jahr zurück, dann sind das 700.000 Euro mehr als im Jahr 2009.
Der Streit wird wohl vor allem zwischen den Verwaltungschefs der Städte und Gemeinden und dem Landratsamt weitergehen. Den Kommunen steht das Wasser bis zum Halse, hört man aus allen kommunalen Gremien. Allerdings klagten die immer und immer wieder über den Knebel der Kreisumlage und dessen Höhe. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Kommunen in diesem Jahr deutlich weniger Schlüsselzuweisungen vom Land erhalten. Das trifft aber auch die Kreisverwaltung. Aus Erfurt werden in diesem Jahr 2,1 Millionen Euro weniger nach Nordhausen überwiesen, als das noch im vergangenen Jahr der Fall war.
Man kann also sehr gespannt sein, wer morgen für den Haushalt der Kreisverwaltung stimmt und wer nicht. Für die Verwaltung steht fest, dass ein nicht beschlossener Haushalt und damit ein weiteres haushaltsloses Jahr die schlechteste aller Möglichkeiten ist. Obwohl, da ist man in diesem Jahr in Thüringen in bester Gesellschaft.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzUnd so sieht bislang der Entwurf der Verwaltung aus. Der Verwaltungshaushalt soll ein Volumen von rund 107 Millionen Euro haben, das sind etwa eine Million Euro mehr als im vorigen Jahr. 1,5 Millionen Euro mehr schlagen beim Vermögenshaushalt zu Buche, aktuell sollen 11,9 Millionen Euro sein, so der Vorschlag aus der Verwaltung dieses Landkreises.
Nach nnz-Informationen seien die Zahlen seitens des Finanzausschusses genehmigt worden. Durchgewunken haben deren Mitglieder anscheinend auch die Höhe der Umlagen. Das hätten die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen ebenso getan. Die müssen nun nur noch ihren Fraktionärs-Kolleginnen und -kollegen erklären, warum es immer noch eine Erhöhung der Umlagen geben soll, kann oder muss. Aktuell sollen 22,3 Millionen Euro an Kreisumlage von den Gemeindekassen in die Kreiskasse fließen. Das sind zwar eine Million Euro weniger als zur zweiten Lesung präsentiert, aber immer noch rund 900.000 Euro mehr als im Jahr zuvor.
Kaum Veränderungen zwischen zweiter und dritter Lesung gab es bei der Schulumlage. Die blieb mit 3,9 Millionen Euro nahezu konstant. Schaut man jedoch ein Jahr zurück, dann sind das 700.000 Euro mehr als im Jahr 2009.
Der Streit wird wohl vor allem zwischen den Verwaltungschefs der Städte und Gemeinden und dem Landratsamt weitergehen. Den Kommunen steht das Wasser bis zum Halse, hört man aus allen kommunalen Gremien. Allerdings klagten die immer und immer wieder über den Knebel der Kreisumlage und dessen Höhe. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Kommunen in diesem Jahr deutlich weniger Schlüsselzuweisungen vom Land erhalten. Das trifft aber auch die Kreisverwaltung. Aus Erfurt werden in diesem Jahr 2,1 Millionen Euro weniger nach Nordhausen überwiesen, als das noch im vergangenen Jahr der Fall war.
Man kann also sehr gespannt sein, wer morgen für den Haushalt der Kreisverwaltung stimmt und wer nicht. Für die Verwaltung steht fest, dass ein nicht beschlossener Haushalt und damit ein weiteres haushaltsloses Jahr die schlechteste aller Möglichkeiten ist. Obwohl, da ist man in diesem Jahr in Thüringen in bester Gesellschaft.
Peter-Stefan Greiner


